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Mittwoch
Schäubles späte Einsicht: in Hellas rien ne va plus
Dienstag
Hellas: Die Wahrheit lässt sich nicht aufhalten
Handelsblatt-Chefredakteur Gabor Steingart in seinem heutigen MorningBriefing:
"Griechenland muss umschulden", sagt nun auch der Chefvolkswirt der britischen Bank HSBC, Stephen King, im Handelsblatt-Interview. Er hält einen Forderungsausfall für unabwendbar. Die Bundesregierung steht mit ihrem Optimismus mittlerweile ziemlich alleine da. "Die Wirklichkeit frisst sich durch", pflegte der konservative Vordenker Prof. Kurt Biedenkopf einst zu sagen.
"Griechenland muss umschulden", sagt nun auch der Chefvolkswirt der britischen Bank HSBC, Stephen King, im Handelsblatt-Interview. Er hält einen Forderungsausfall für unabwendbar. Die Bundesregierung steht mit ihrem Optimismus mittlerweile ziemlich alleine da. "Die Wirklichkeit frisst sich durch", pflegte der konservative Vordenker Prof. Kurt Biedenkopf einst zu sagen.
Der Blogger ist iPhone-Nutzer aus Überzeugung (gegen Joachim Dreyklufts i-Bashing)
FTD-Redakteur Joachim Dreykluft hat auf ftd.com einen dezidierten Anti-i-Artikel geschrieben: Hände weg vom iphone, ipod, ipad:
http://www.ftd.de/it-medien/computer-technik/:i-hype-wagt-den-apple-entzug/60061577.html

Dass Dreykluft mal schlechte Erfahrungen mit dem Apple-Service hatte: Geschenkt. Wer wüsste keinen EDV-Firma, von der sie/er nicht Ähnliches berichten könnte. Im letzten Monat mussten meine beiden notebooks - nicht von Apple! - das eine 11 Monate, das andere 12 Tage "alt" zur Reparatur.
Dem Blogger ist die Mac-Hype auch suspekt, deshalb kam ihm auch noch nie ein Mac-Book ins Haus. Aber gleich alles von Apple zu bashen, ist übertrieben.
Jedenfalls: ich bin iPhone-Nutzer aus Überzeugung. Seitdem ich mir vor einem Jahr ein iPhone zugelegt hat, ist meine Produktivität merkbar gestiegen. Telefonieren tu ich mit dem Gerät noch am wenigsten. Aber dass ich alle meine google-Dokumente ohne sync-hassle immer dabei habe, direkt vom iPhone aus bloggen und in real-time Photos versenden kann und jederzeit meine emails lesen kann, ist einfach phantastisch. Dass das iPhone mir ein extra Navi beim Reisen, ein extra GPS beim Bergsteigen und einen extra Tuner für meine Gitarre ersetzt, erwähne ich noch zusätzlich am Rande.
Mag sein, dass das andere smartphones mit Android auch können, aber ein solch fantastisches glasklares und gestochen scharfes Display hab ich noch bei keinem Gerät der Konkurrenz gesehen. Und warum Dreykluft sich über einen fehlenden USB-Anschluß ärgert, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Ich hab mein iPhone bisher problemlos noch in jede USB-Buchse reinstöpseln können (sprechen wir übers gleiche Gerät?).
Und bei über 100.000 iPhone-Apps mach mich mir auch wenig Gedanken, nach welchen Kriterien die in California ausgewählt werden. Seien wir doch ehrlich: Solch filigrane Anforderungen stellen wir doch auch an non-Apple Produkte nicht.
Also Hype hin oder her - das iPhone ist ein fantastischer Minicomputer, er ist state of the art: klein, brillianter Bildschirm, umfassende unkomplizierte Datensync mit meinem netbook zu Hause und so viel Anwendungen, dass ich noch zu jeder Zeit genau die für meinen Bedarf maßgeschneiderte App gefunden habe, meist umsonst oder für einen Spottpreis.
PS zur Suchtgefahr: Als Nie-Führerschein-Erwerber ist der Blogger übrigens auch Bahn-süchtig. Geschadet hat ihm das bisher nicht.
http://www.ftd.de/it-medien/computer-technik/:i-hype-wagt-den-apple-entzug/60061577.html
Dass Dreykluft mal schlechte Erfahrungen mit dem Apple-Service hatte: Geschenkt. Wer wüsste keinen EDV-Firma, von der sie/er nicht Ähnliches berichten könnte. Im letzten Monat mussten meine beiden notebooks - nicht von Apple! - das eine 11 Monate, das andere 12 Tage "alt" zur Reparatur.
Dem Blogger ist die Mac-Hype auch suspekt, deshalb kam ihm auch noch nie ein Mac-Book ins Haus. Aber gleich alles von Apple zu bashen, ist übertrieben.
Jedenfalls: ich bin iPhone-Nutzer aus Überzeugung. Seitdem ich mir vor einem Jahr ein iPhone zugelegt hat, ist meine Produktivität merkbar gestiegen. Telefonieren tu ich mit dem Gerät noch am wenigsten. Aber dass ich alle meine google-Dokumente ohne sync-hassle immer dabei habe, direkt vom iPhone aus bloggen und in real-time Photos versenden kann und jederzeit meine emails lesen kann, ist einfach phantastisch. Dass das iPhone mir ein extra Navi beim Reisen, ein extra GPS beim Bergsteigen und einen extra Tuner für meine Gitarre ersetzt, erwähne ich noch zusätzlich am Rande.
Mag sein, dass das andere smartphones mit Android auch können, aber ein solch fantastisches glasklares und gestochen scharfes Display hab ich noch bei keinem Gerät der Konkurrenz gesehen. Und warum Dreykluft sich über einen fehlenden USB-Anschluß ärgert, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Ich hab mein iPhone bisher problemlos noch in jede USB-Buchse reinstöpseln können (sprechen wir übers gleiche Gerät?).
Und bei über 100.000 iPhone-Apps mach mich mir auch wenig Gedanken, nach welchen Kriterien die in California ausgewählt werden. Seien wir doch ehrlich: Solch filigrane Anforderungen stellen wir doch auch an non-Apple Produkte nicht.
Also Hype hin oder her - das iPhone ist ein fantastischer Minicomputer, er ist state of the art: klein, brillianter Bildschirm, umfassende unkomplizierte Datensync mit meinem netbook zu Hause und so viel Anwendungen, dass ich noch zu jeder Zeit genau die für meinen Bedarf maßgeschneiderte App gefunden habe, meist umsonst oder für einen Spottpreis.
PS zur Suchtgefahr: Als Nie-Führerschein-Erwerber ist der Blogger übrigens auch Bahn-süchtig. Geschadet hat ihm das bisher nicht.
Das griechische Debakel hat viele Facetten
Eurointelligence mag in seinem heutigen Briefing ja recht haben, die Meldung - immerhin aus einem Interview mit einer griechischen Ministerin - über die Rentenzahlung an Tausende von nicht mehr lebenden Griechen als ein Teil des - meinethalben auch: hysterischen - Anti-Greece-Bashing abzutun, und die wirtschaftliche Bedeutung ist in der Tat angesichts der massiven griechischen Schuldenproblematik gering.
Was Eurointelligence dabei aber übersieht, sind die verheerenden euro(pa)-psychologischen Folgen, die solche, wenn auch nur kleine Beispiele des griechischen Mißmanagements generieren. Solche Dinge, wie z.B. auch die vom Blogger immer gern herangezogene bizarre Hochrüstung und Militarisierung von Hellas spielt nämlich leider letzlich den Populisten in die Hände, die Griechenland eh nur noch als Faß ohne Boden sehen, dessen Schuldenberg nicht noch immer weiter mit guten deutschen Euros bedient werden soll.
aus Eurointelligence:
"Greece scraps retirement payments for dead public sector workers
This story is typical for the hysteria currently whipped by the German tabloids. The Greek work minister Louka Katseli apparently announced that 4500 dead former public sector employees received up until now their retirement payments, a story too good to miss for Bild, Spiegel Online and most other German newspapers report. The total cost for paying the dead was €16m per year – a sum with no macroeconomic implications even for Greece. The ministry will discontinue paying and investigate if the roughly 9000 Greeks who are supposedly over 100 years old and still get their retirement benefits are really still alive."
Hellas ist schlimmer als Argentinien
Former Argentinian finance ministers says Greece is worse than Argentina
This comes from Guillermo Nielsen, who negotiated the 66% loss to creditors when Argentina defaulted in 2005, according to Reuters. He said Greek bondholders will have to endure an even bigger haircut than that suffered by Argentina's creditors. "Unfortunately the mishandling of this early on leaves no choice ... The haircut for bondholders will certainly be deeper," he said. “They thought ‘we are Europe, we are not Argentina, we won't restructure’, and look where they are. They have been pouring (in) money for nothing."
(aus Eurointelligence heutigem Newsbriefing)
Rating-Agenturen von Hellas-Rettungsplänen unbeeindruckt
aus Eurointelligence heutigem Newsbriefing:
"The EU’s attempts to fudge itself towards a crisis resolution – with a “voluntary” debt rollover – met a big setback yesterday. After Moody’s recent downgrade, Fitch Ratings yesterday provided the following clarification of how it would assess any debt exchange offer for Greek debt. “A debt exchange that offers new securities with terms that are worse than the original contractual terms of the existing debt and where the sovereign is subject to financial distress... would be judged by Fitch to constitute a 'coercive' or more commonly known as a 'distressed debt exchange' “ And Fitch made it clear that such an exchange would invariably triggered a downgrade to junk.
Moody’s already downgraded Greece to below-investment grade status, and Standard & Poor’s recently said that its benchmark for assessing a debt exchange would be whether investors were truly acting voluntarily. "In situations where investors consider a default to be possible and where the rating has fallen, it becomes more difficult to conclude that investors are exchanging securities voluntarily." S&P clarified further that a voluntary exchange whose rejections would involve negative implications for investors, would be considered a default.
In other words, every single option discussed by the EFC last week would be considered a default, including the various compromises that tried to bridge the gap between the positions of Germany and the ECB."
Das ist Hellas-Realität: 16 Millionen Euro Renten-Auszahlung an 4500 Tote
laut handelsblatt.com:
Die griechische Regierung hat eingeräumt, dass für Tausende tote Griechen Rente gezahlt werde. So erhielten allein 4.500 inzwischen verstorbene Angestellte im öffentlichen Dienst noch Geld, was die Steuerzahler jährlich mehr als 16 Millionen Euro koste, sagte Arbeitsministerin Louka Katseli in einem Interview.
Hier die Webseite der Ministerin:
http://www.loukakatseli.gr/
Die griechische Regierung hat eingeräumt, dass für Tausende tote Griechen Rente gezahlt werde. So erhielten allein 4.500 inzwischen verstorbene Angestellte im öffentlichen Dienst noch Geld, was die Steuerzahler jährlich mehr als 16 Millionen Euro koste, sagte Arbeitsministerin Louka Katseli in einem Interview.
Hier die Webseite der Ministerin:
http://www.loukakatseli.gr/
Montag
Hellas-Sanierung: Dem Chaos einen Schritt näher
Treffender als Kolumnist Frank Wiebe im Handelsblatt vom 06.06.2011, Seite 11 kann man über das ggw. Wirrwarr um die Sanierung Griechenland nicht titeln. Und damit die BlogleserInnen nicht meinen, hier mache sich einer unziemlich lustig über EZB, Schäuble, Juncker oder Merkel nachfolgend ein paar gelungene Textproben, wieso Wiebe zu seiner Einschätzung kommt (am besten den Artikel vollständig online bei handelsblatt.com lesen oder noch besser gleich die heutige HB-Ausgabe kaufen)
"Da sollen die privaten Gläubiger zur Kasse gebeten werden. Das muss aber so freiwillig geschehen, dass die Finanzmärkte – und die Bundesbank und die Europäische Zentralbank (EZB) – das Spiel mitmachen. Denn bei allem, was zu unfreiwillig aussieht, müsste die EZB aufhören, griechische Anleihen als Sicherheiten zu akzeptieren – und könnte die griechischen Banken nicht weiter flüssig halten.
Auf der anderen Seite muss die Aktion aber so unfreiwillig ablaufen, dass am Ende irgendein privater Gläubiger dabei mitspielt. Kosten darf das auch nichts, weil das ja wiederum den Wählern – und den Parlamenten – nicht zu vermitteln wäre".
.....
"Die Regierung in Berlin will irgendetwas mit den privaten Gläubigern durchziehen, um klarzumachen, dass sie sich nicht von den Banken herumkommandieren lässt. EZB und Bundesbank – und ähnlich der Internationale Währungsfonds (IWF) – müssen deutlich machen, dass sie keine Handlanger der europäischen Politik sind."
......
"Der IWF hält sich vornehm zurück, die EZB erklärt vor allem, was nicht geht. Die Regierung in Berlin lässt sich von der Angst vor den Wählern treiben, und die anderen Regierungen warten ab, was Berlin macht. Jean-Claude Juncker, der Vorsitzende der Eurogruppe, gibt tapfer zu jeder neuen Entwicklung einen mehr oder minder verklausulierten Kommentar ab, hat aber wenig Einfluss."
Ein Marshall-Plan für Hellas? Aber dann auch zu Marshallplan-Konditionen!
Thomas Fricke, hebt sich in seiner FTD-Kolumne vom 3.6.11 "Was uns Griechen wirklich hilft" in konziser, praktischer und nachdrücklicher Argumentation vom üblichen Greece-Bashing wohltuend ab.

Der Blogger hat sie mit großem Interesse gelesen. Nur: Sollte T.Fricke seinen Verweis auf den Marshall-Plan nicht auch wirklich zu Ende denken, in der Art wie es sein Kollege Peter Ehrlich in seiner Kolumne vom 25.5. in der FTD gemacht hat?
Zur Zeit des Marshall-Plans stand Deutschland unter strenger alliierter Kontrolle. Keiner der für die Durchführung des Marshall-Planes Zuständigen hätte in Deutschland - ich hoffe, der Blogger ist hier nicht zu Hellas-unsolidarisch, aber er liest diese Nachrichten exakt so in der FTD! - ein solches Ausmaß an Korruption, Steuerbetrug, Rentenschwindel (heute berichtet ftd.com über Tausende von nicht mehr lebenden RentenbezieherInnen in Griechenland...) zugelassen, wie es die Machtelite in Athen offenbar nicht einzudämmen in der Lage ist.
Also wenn Athen schon nach Marshallplan-Art gerettet werden soll, dann muss man diese Perspektive auch wirklich zu Ende denken, und dann führt kein Weg an einem IMF/EU-Hochkommissar für Hellas vorbei.
Der Blogger hat sie mit großem Interesse gelesen. Nur: Sollte T.Fricke seinen Verweis auf den Marshall-Plan nicht auch wirklich zu Ende denken, in der Art wie es sein Kollege Peter Ehrlich in seiner Kolumne vom 25.5. in der FTD gemacht hat?
Zur Zeit des Marshall-Plans stand Deutschland unter strenger alliierter Kontrolle. Keiner der für die Durchführung des Marshall-Planes Zuständigen hätte in Deutschland - ich hoffe, der Blogger ist hier nicht zu Hellas-unsolidarisch, aber er liest diese Nachrichten exakt so in der FTD! - ein solches Ausmaß an Korruption, Steuerbetrug, Rentenschwindel (heute berichtet ftd.com über Tausende von nicht mehr lebenden RentenbezieherInnen in Griechenland...) zugelassen, wie es die Machtelite in Athen offenbar nicht einzudämmen in der Lage ist.
Also wenn Athen schon nach Marshallplan-Art gerettet werden soll, dann muss man diese Perspektive auch wirklich zu Ende denken, und dann führt kein Weg an einem IMF/EU-Hochkommissar für Hellas vorbei.
Jose Joffe (ZEIT): Atomkraft, ja bitte!
Josef Joffe, der Herausgeber der ZEIT, möchte in seinem Gastkommentar im Handelsblatt, vom 6.6.11, Seite 10, den AKW-Widerstand in Deutschland gerne als angebliche "Panik" diskreditieren.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/beim-atomausstieg-regiert-die-panik/4256158.html
Das Erdbebenprofil in Deutschland schiebt er, ohne erst zu argumentieren, ins Fabelland der "tektonische Apokalypse" ab. Schon bei der Chernobyl-Katastrofe wurden bekanntlich die WarnerInnen abgewiegelt: Das ist doch nur die Ukraine, "bei uns" (will sagen im high tech Westen) sind AKWs doch absolut sicher.
Nun passiert der Mehrfach AKW-GAU Fukushima. Diesmal in einem most high tech Land des Westens. Aber das stört die AKW-Gläubigkeit von Joffe nicht. Wie wird er seinen Gastkommentar schreiben, wenn das erste AKW in Deutschland detoniert? Natürlich, wird Joffe sagen, passiert das nie. Peinlich nur die gravierende Mängelliste, die der jüngst AKW-Check für Deutschland entdeckt hat. Will Joffe mit seiner AKW-Apologetik warten, bis das erste Flugzeug über einem deutschen AKW abgestürzt ist?
Joffe rechnet die generierten Toten pro Energieerzeugungs-Art gegeneinander und siehe da: AKWs sind doch allen anderen Energieträgern überlegen. Abgesehen davon, wie makaber solche Totenstatistiken sind - wie gehen bei Joffes Kalkulation die Spätfolgen kaputter AKWs ein? Joffe sollte mal einen Vor-Ort-Besuch in Belarus machen und bei der dort verstrahlten Bevölkerung seine AKW-Sicherheits-Statistik auf ihre Überzeugungskraft testen.
Die deutschen WählerInnen sind glücklicherweise nicht so käuflich, als dass sie sich durch die leere Drohung steigender Strompreise von ihrem Nein zur AKW-Kastrophen-Technik abhalten lassen. Wobei Joffe bei all seinen angeblichen Katastrophen-Kostenrechnungen immer stillschweigend einen ungebrochene Fortsetzung des horrenden Stromverbrauchs in Deutschland unterstellt.
Aber schon längst ist der Elektrizitäts-Konsum in unserem Land weit über das akzeptable notwendige Maß hinausgewachsen: Auf die nächtliche Mega-Werbung, auf auch noch um Mitternacht taghell erleuchtete Innenstädte, auf Laserbeamer; auf alle, nur künstlich subventionierte weil keiner Wirtschaftlichkeits- gar Ökologie-Berechnung standhaltende Regionalflughäfen und auf vieles anderes Überflüssiges mehr kann Deutschland gut und gerne von heute auf morgen verzichten, ohne dass unsere Lebensqualität bedroht wird.
Welches Deutschland Joffe stattdessen im Blick hat demaskiert er mit seinem Satz, dass Schröder mit seiner Agenda "den Weg zum heutigen Boom trassiert" habe. Boom? Wessen Boom? Der Boom der immer mehr armen Kinder in Deutschland? Der Boom der Hartz IV Empfänger? Der Boom der steigenden Kluft zwischen Arm und Reich in unserem Land? Der Boom der laufenden Milliarden-Subventionen für die bankrotten Euro-Länder, der uns Kohl (der es doch laut Joffe angeblich damit "richtig" gemacht haben soll) eingebrockt hat? Der Boom der ständigen steigenden Zahlen deutscher Soldaten im sinnlosen Afghanistankrieg?
Alle, die Joffe "unsere Freunde ringsum" nennt, dürfen sich ruhig wundern. Davor braucht Deutschland keine Angst zu haben.
Lenin hat einmal behauptet, "Kommunismus sei Sowjet-Macht plus Elektrizität." Aber den will Joffe doch sicher nicht als Kronzeugen für seine energiepolitischen Perspektiven dabei haben.
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/beim-atomausstieg-regiert-die-panik/4256158.html
| Bild-Quelle: tagesspiegel.de |
Das Erdbebenprofil in Deutschland schiebt er, ohne erst zu argumentieren, ins Fabelland der "tektonische Apokalypse" ab. Schon bei der Chernobyl-Katastrofe wurden bekanntlich die WarnerInnen abgewiegelt: Das ist doch nur die Ukraine, "bei uns" (will sagen im high tech Westen) sind AKWs doch absolut sicher.
Nun passiert der Mehrfach AKW-GAU Fukushima. Diesmal in einem most high tech Land des Westens. Aber das stört die AKW-Gläubigkeit von Joffe nicht. Wie wird er seinen Gastkommentar schreiben, wenn das erste AKW in Deutschland detoniert? Natürlich, wird Joffe sagen, passiert das nie. Peinlich nur die gravierende Mängelliste, die der jüngst AKW-Check für Deutschland entdeckt hat. Will Joffe mit seiner AKW-Apologetik warten, bis das erste Flugzeug über einem deutschen AKW abgestürzt ist?
Joffe rechnet die generierten Toten pro Energieerzeugungs-Art gegeneinander und siehe da: AKWs sind doch allen anderen Energieträgern überlegen. Abgesehen davon, wie makaber solche Totenstatistiken sind - wie gehen bei Joffes Kalkulation die Spätfolgen kaputter AKWs ein? Joffe sollte mal einen Vor-Ort-Besuch in Belarus machen und bei der dort verstrahlten Bevölkerung seine AKW-Sicherheits-Statistik auf ihre Überzeugungskraft testen.
Die deutschen WählerInnen sind glücklicherweise nicht so käuflich, als dass sie sich durch die leere Drohung steigender Strompreise von ihrem Nein zur AKW-Kastrophen-Technik abhalten lassen. Wobei Joffe bei all seinen angeblichen Katastrophen-Kostenrechnungen immer stillschweigend einen ungebrochene Fortsetzung des horrenden Stromverbrauchs in Deutschland unterstellt.
Aber schon längst ist der Elektrizitäts-Konsum in unserem Land weit über das akzeptable notwendige Maß hinausgewachsen: Auf die nächtliche Mega-Werbung, auf auch noch um Mitternacht taghell erleuchtete Innenstädte, auf Laserbeamer; auf alle, nur künstlich subventionierte weil keiner Wirtschaftlichkeits- gar Ökologie-Berechnung standhaltende Regionalflughäfen und auf vieles anderes Überflüssiges mehr kann Deutschland gut und gerne von heute auf morgen verzichten, ohne dass unsere Lebensqualität bedroht wird.
Welches Deutschland Joffe stattdessen im Blick hat demaskiert er mit seinem Satz, dass Schröder mit seiner Agenda "den Weg zum heutigen Boom trassiert" habe. Boom? Wessen Boom? Der Boom der immer mehr armen Kinder in Deutschland? Der Boom der Hartz IV Empfänger? Der Boom der steigenden Kluft zwischen Arm und Reich in unserem Land? Der Boom der laufenden Milliarden-Subventionen für die bankrotten Euro-Länder, der uns Kohl (der es doch laut Joffe angeblich damit "richtig" gemacht haben soll) eingebrockt hat? Der Boom der ständigen steigenden Zahlen deutscher Soldaten im sinnlosen Afghanistankrieg?
Alle, die Joffe "unsere Freunde ringsum" nennt, dürfen sich ruhig wundern. Davor braucht Deutschland keine Angst zu haben.
Lenin hat einmal behauptet, "Kommunismus sei Sowjet-Macht plus Elektrizität." Aber den will Joffe doch sicher nicht als Kronzeugen für seine energiepolitischen Perspektiven dabei haben.
Sonntag
Kauder sagt endlich die Wahrheit zu Hellas
In der „Bild“-Zeitung (Montagausgabe):
"Griechenland muss endlich ein Staat mit mitteleuropäischen Standards werden"
laut handelsblatt.com
"Griechenland muss endlich ein Staat mit mitteleuropäischen Standards werden"
laut handelsblatt.com
Samstag
Schach: Nie zu früh aufgeben
In dieser Partie - vergleiche u.a. Diagramm - hat der Blogger (mit Weiß) gerade S e3 - d5 gezogen. Darauf gab die/der schwarze PartnerIn auf! War das gerechtfertigt oder nicht doch zu früh? Immerhin war schwarzer Lxh4 möglich und danach z.B. schwarzer K c3 (droht den weißen a-Bauern zu schlagen). Also m.E. mindestens gute Remis-Chancen.
Feed-backs von den Blog-LeserInnen an hubluber@web.de sind willkommen.
Feed-backs von den Blog-LeserInnen an hubluber@web.de sind willkommen.
Schachspielen: Wenn frau/man nicht mehr ziehen kann...
Als der Blogger mit Weiß als Schlußzug seinen Turm auf f8 gezogen hatte (siehe u.a. Diagramm), chattete sein/e GegnerIn (mit Schwarz): "Ich kann nicht mehr ziehen; scheint ein Fehler in der software zu sein". Ich hab ihr/m dann diskret zurückgechattet: So was nennt frau/man "Matt"....
MdB Vaatz (CDU): Zurück in die Vergangenheit!
Der stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Arnold Vaatz, kennt das Erfolgsrezept, wie die Union wieder aus ihrem WählerInnen-Tief herauskommen kann (seine Kolumne im Handelsblatt, 3. Juni 2011, auf Seite 9):
SPD und GRÜNE werden sich über solche CDU- Wahlkampf-Inspirationen sicher freuen, denn solch ein Griff in die Werbungs-Kiste der Vergangenheit ist der sicherste Garant dafür, dass die CDU bald in allen Parlamenten, inklusive Bundestag, nur noch drittrangig sein wird.
| neustadt-ticker.de |
- Mit der Atomkraft weitermachen wie bisher
- Das Gesetz über erneuerbare Energien schleunigst abschaffen
- Mehr Technik
- Mehr Kapitalismus
- Keine multi-kulturelle Gesellschaft
- Disqualifizierung der Atomenergie-Kommission
- Zurück zur Politik von Strauß und Kohl
- Wagenburg-Denken und Bunkermentalität in der modernen Gesellschaft
SPD und GRÜNE werden sich über solche CDU- Wahlkampf-Inspirationen sicher freuen, denn solch ein Griff in die Werbungs-Kiste der Vergangenheit ist der sicherste Garant dafür, dass die CDU bald in allen Parlamenten, inklusive Bundestag, nur noch drittrangig sein wird.
Freitag
Hans-Jochen Vogel redet Klartext
Überhaupt zeigte sich Hans-Jochen Vogel (SPD) äußerst kontrovers und temperamentvoll. Die Schere zwischen Oben und Unten klaffe immer weiter auseinander, sagte er, und es sei dringend nötig, diese Entwicklung zu bremsen, etwa mit einem gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro und einer Vermögenssteuer für die Reichen. Es sei an der Zeit für Veränderungen, ja, für eine breite soziale Protestbewegung: „Wenn sich die Kluft zwischen Arm und Reich weiter verbreitert, kann ich mir vorstellen, dass die Menschen ihrer Verzweiflung und ihren Demütigungen durch Proteste auf der Straße Ausdruck verleihen“, sagte er, „und das würde unserem Land nicht schlecht tun.“
handelsblatt.com über die letzte Talkrund mit Illner
handelsblatt.com über die letzte Talkrund mit Illner
Donnerstag
Ein schönes Matt zum Vatertag
Kurz vor dem Mittagessen noch ein schöne Mattwendung. "Alles" war doch schon für den schwarzen Gegner des weißen Bloggers "gelaufen": Zwei Freibauern mehr, beide kurz vor der Verwandlung. Aber statt seine Dame aktiv einzusetzen meinte Schwarz, besser mit dem König hantieren zu sollen. Das war zu leichtsinnig:
Hellas - ein Land ohne Rechtsverbindlichkeit
Eurointelligence charakterisiert in seinem heutigen Newsbriefing Griechenland als "a country with no legal sufficiently sophisticated legal structures". Ein großes Hindernis, die dort notwendigen Wirtschafts- und Finanzreformen durchzuführen.
Hellas: Rating jetzt auf Ramschstatus / also: kein Geld von der EZB / Bankrott steht bevor
aus Eurointelligence Newsbriefing von heute:
Just as a little hope emerged from a meeting of European finance ministers, Moody’s abruptly ended the party with a downgrade of Greece from B1 by three notches to junk-level CAA1 – which is below the threshold required by the ECB for collateral to be acceptable. Moody’s said it cut the rating because Greece is finding it hard to implement the agreed policies, the country’s faltering growth prospects, a track record of underperformance, and the increased likelihood of a bail-in by investors. “Together, these risks imply at least an even chance of default over the rating horizon.” Moody’s added that the rating assumed that a new package for Greece would be agreed. A Caa1 rating is just a couple of notches away from a default rating. We are deep in junk territory here.
Just as a little hope emerged from a meeting of European finance ministers, Moody’s abruptly ended the party with a downgrade of Greece from B1 by three notches to junk-level CAA1 – which is below the threshold required by the ECB for collateral to be acceptable. Moody’s said it cut the rating because Greece is finding it hard to implement the agreed policies, the country’s faltering growth prospects, a track record of underperformance, and the increased likelihood of a bail-in by investors. “Together, these risks imply at least an even chance of default over the rating horizon.” Moody’s added that the rating assumed that a new package for Greece would be agreed. A Caa1 rating is just a couple of notches away from a default rating. We are deep in junk territory here.
Mittwoch
Facebook explodiert in Deutschland
Facebook hat hierzulande eine Schallmauer durchbrochen: Das Online-Netzwerk verzeichnet in Deutschland 20 Millionen aktive Nutzer. Allein in den vergangenen vier Monaten seien vier Millionen neue Mitglieder hinzugekommen, teilte das Unternehmen in Hamburg mit.
Damit sei inzwischen fast jeder vierte Deutsche bei Facebook unterwegs. 50 Prozent der Nutzer besuchen das Netzwerk sogar täglich. Eine rasante Entwicklung für den heutigen Marktführer: 2008 waren erst 1,2 Millionen Deutsche beim heutigen Marktführer registriert.
Weltweit zählt Facebook über 600 Millionen Mitglieder und hat damit alle Konkurrenz abgehängt. Der Umsatz wird auf rund 2 Mrd. Dollar geschätzt.
Für nächstes Jahr plant das Unternehmen den Gang an die Börse. Nach dem jüngsten Hype um den Börsengang des Karrierenetzwerks LinkedIn, das mit 100 Millionen Nutzern aus dem Stand seinen Wert auf fast 9 Mrd. Dollar mehr als verdoppelt hatte, könnte Facebook für Überraschungen sorgen. dpa
(Quelle: FTD heutiges 17h Newsupdate)
Die endlose Geschichte "Griechenland" - wer soll das bezahlen?
"Eine Umschuldung kommt nicht infrage" - so apodiktisch will der geschäftsführende Gesellschafter von IJ Partners, Theodore Margellos,
in seiner Handelsblatt-Kolumne vom 1.6.11 auf Seite 10 den Hellas-Bankrott loswerden. Damit isoliert er sich von den Analysen in (z.B.) FTD, FT und Eurointelligence.
Wenn es Griechenland - wie man seit Jahren sieht - offenbar nicht fertig bringt, seine strukturellen Defizite wie Korruption, Steuerbetrug, Immobilienblasen-Profite selbst zu lösen und die griechischen Gewerkschaften immer noch notorisch meinen, nur das böse Ausland sei an der Hellas-Misere schuld, dann muss das Land eben unter die Aufsicht eines IMF/EU-Kommissars gestellt werden und so lernen, wie man vernünftig wirtschaftet, statt laufend Nord-Europa anzubetteln, damit wir gutes Geld in das griechische Fass ohne Boden werfen.
Solide Volkswirtschaften wie Deutschland, Frankreich, Niederland, Finnland sollen - so die absurde Forderung von Margellos - "die griechischen Schulden komplett tragen"? Schulden, die Hellas selbst generiert hat? Schulden eines Landes, das sich mit gefälschten Statistiken und betrügerischen Wirtschaftsinformation illegal den Zugang zur Euro-Zone erschwindelt hat? Das soll Herr Margellos mal den deutschen, finnischen, niederländischen WählerInnen erklären, warum wir das als Steuerzahler machen sollen.
Ich bin sehr für europäische Solidarität, aber nicht als Einbahnstraße = dass ein Land sich in den Ruin wirtschaftet und andere dann Milliarden Euro zahlen sollen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Griechenland IST insolvent. Spätestens im Oktober wird deutlich, dass es sich bei diesem Land nicht um temporäre Illiquiditätsprobleme handelt, wie uns die PolitikerInnen in Paris und Berlin immer noch vorgaukeln, sondern um ein massives strukturelles Insolvenzproblem.
Theodore Margellos kategorisiert die Vorstellung, dass Hellas die Eurozone verlassen soll, als "absurd". Aber die Pläne für ein Einführen der Neo-Drachme werden doch schon in Athen selber lauthalts diskutiert, und es ist unverständlich, was an dem einzig vernünftigen Ziel absurd sein soll, dass Griechenland sich mit eigener Währung selber saniert, ohne immer neue externe sog. "Rettungs"gelder zu requirieren, die letztlich Hellas überhaupt nicht "retten" sondern nur verlorene Alimentierungen sind.
Ganz abgesehen davon, dass Griechenland es schon seit Jahren versäumt, sein größtes strukturelles Defizit selber energisch abzubauen: Eine nachhaltige Reduzierung seines bizarr überhöhten Militärhaushaltes und seiner durch nichts zu rechfertigenden Mega-Armee. Griechenland benimmt sich so, als ob morgen der Dritte Weltkrieg bevorstünde. Und das macht ein Land, das kurz vor dem Bankrott steht, nun schon seit Jahren. Da fasst man sich wirklich an den Kopf.
Wenn Hellas endlich sein absurd hohes Militärbudget um 50% kürzt und mindestens die Hälfte seiner völlig unnütz in seinen Kasernen herumexerzierenden Soldaten in die Produktion schickt, könnte Griechenland überzeugend demonstrieren, dass es ihm selber mit seiner eigenen Sanierung ernst ist. Ein Land jedoch mit solch einem Hochrüstungwahn wie Griechenland, das so fahrlässig mit seinen Finanzen umspringt zu Gunsten seines aufgeblähten, völlig sinnlosen Militärapparats, verdient keine europäische Solidarität.
| Quelle: videos.arte.tv |
in seiner Handelsblatt-Kolumne vom 1.6.11 auf Seite 10 den Hellas-Bankrott loswerden. Damit isoliert er sich von den Analysen in (z.B.) FTD, FT und Eurointelligence.
Wenn es Griechenland - wie man seit Jahren sieht - offenbar nicht fertig bringt, seine strukturellen Defizite wie Korruption, Steuerbetrug, Immobilienblasen-Profite selbst zu lösen und die griechischen Gewerkschaften immer noch notorisch meinen, nur das böse Ausland sei an der Hellas-Misere schuld, dann muss das Land eben unter die Aufsicht eines IMF/EU-Kommissars gestellt werden und so lernen, wie man vernünftig wirtschaftet, statt laufend Nord-Europa anzubetteln, damit wir gutes Geld in das griechische Fass ohne Boden werfen.
Solide Volkswirtschaften wie Deutschland, Frankreich, Niederland, Finnland sollen - so die absurde Forderung von Margellos - "die griechischen Schulden komplett tragen"? Schulden, die Hellas selbst generiert hat? Schulden eines Landes, das sich mit gefälschten Statistiken und betrügerischen Wirtschaftsinformation illegal den Zugang zur Euro-Zone erschwindelt hat? Das soll Herr Margellos mal den deutschen, finnischen, niederländischen WählerInnen erklären, warum wir das als Steuerzahler machen sollen.
Ich bin sehr für europäische Solidarität, aber nicht als Einbahnstraße = dass ein Land sich in den Ruin wirtschaftet und andere dann Milliarden Euro zahlen sollen, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist. Griechenland IST insolvent. Spätestens im Oktober wird deutlich, dass es sich bei diesem Land nicht um temporäre Illiquiditätsprobleme handelt, wie uns die PolitikerInnen in Paris und Berlin immer noch vorgaukeln, sondern um ein massives strukturelles Insolvenzproblem.
Theodore Margellos kategorisiert die Vorstellung, dass Hellas die Eurozone verlassen soll, als "absurd". Aber die Pläne für ein Einführen der Neo-Drachme werden doch schon in Athen selber lauthalts diskutiert, und es ist unverständlich, was an dem einzig vernünftigen Ziel absurd sein soll, dass Griechenland sich mit eigener Währung selber saniert, ohne immer neue externe sog. "Rettungs"gelder zu requirieren, die letztlich Hellas überhaupt nicht "retten" sondern nur verlorene Alimentierungen sind.
Ganz abgesehen davon, dass Griechenland es schon seit Jahren versäumt, sein größtes strukturelles Defizit selber energisch abzubauen: Eine nachhaltige Reduzierung seines bizarr überhöhten Militärhaushaltes und seiner durch nichts zu rechfertigenden Mega-Armee. Griechenland benimmt sich so, als ob morgen der Dritte Weltkrieg bevorstünde. Und das macht ein Land, das kurz vor dem Bankrott steht, nun schon seit Jahren. Da fasst man sich wirklich an den Kopf.
Wenn Hellas endlich sein absurd hohes Militärbudget um 50% kürzt und mindestens die Hälfte seiner völlig unnütz in seinen Kasernen herumexerzierenden Soldaten in die Produktion schickt, könnte Griechenland überzeugend demonstrieren, dass es ihm selber mit seiner eigenen Sanierung ernst ist. Ein Land jedoch mit solch einem Hochrüstungwahn wie Griechenland, das so fahrlässig mit seinen Finanzen umspringt zu Gunsten seines aufgeblähten, völlig sinnlosen Militärapparats, verdient keine europäische Solidarität.
Afghanistan: In diesen Korruptionssumpf verschwinden unsere sog. "Entwicklungs"gelder
FT.com berichtet heute:
Dubious loans as funds take flight
The US and its allies have long had concerns about allegations of corruption and poor governance relating to the government of Hamid Karzai, Afghan president, writes James Blitz. But no recent event has triggered as much anxiety as the disappearance of hundreds of millions of dollars from the privately owned Kabul Bank.
The bank has been in turmoil since late last year when it was discovered that some of its shareholders, who include relatives or backers of Mr Karzai, had borrowed from it without collateral or documentation. The money was allegedly invested in property in the United Arab Emirates and in risky domestic projects such as an airline and shopping malls.
A commission set up by Mr Karzai to investigate the scandal issued its report last week, which did little more than blame regulators. The inquiry led by Azizullah Lodin, the head of Afghanistan’s anti-corruption office, did not specify who had been responsible for taking out the loans. According to news reports, Mr Lodin said “three or four” sitting cabinet members had received dubious loans. But he did not name the individuals concerned and also absolved Kabul Bank’s two most politically prominent borrowers – Mahmoud Karzai, the president’s brother, and Abdul Hassin Fahim, brother of the powerful first vice-president.
The commission made clear that it was up to the president to decide whether anyone should be prosecuted. Those involved in the international mission in Afghanistan – the US, Nato, the UN and the European Union – are watching what action he will take.
“How the Karzai government deals with the entire Kabul Bank issue is going to be a litmus test of where he stands on economic governance and on accountability,” says one senior western figure in Kabul. “Anything up to $900m has disappeared from the bank. We do not know how that money has disappeared and who has responsibility for it. The Karzai government needs to make sure that the shareholders who robbed the bank are liable for prosecution.”
Western diplomats say the scandal has created uncertainty among donor governments and investors as they consider future funding for the Afghan economy. US President Barack Obama has told Mr Karzai that US funds would not be used to bail out the bank.
Dienstag
Montag
Das versteht niemand: Hellas hat Geld für Mega-Armee und riesigen Militärhaushalt - aber kein Geld um seinen Haushalt zu sanieren?
Warum wird der u.a. Skandal nicht endlich durch IMF, EU und die deutsche Regierung in Athen angemahnt:
Gemessen am Bruttoinlandsprodukt gibt Griechenland seit Jahrzehnten für das Militär weit mehr aus als alle anderen europäischen Staaten. Der Nato zufolge lag der Durchschnitt der europäischen Nato-Staaten im Jahr 2009 bei 1,7 Prozent. In Griechenland waren es 3,1 Prozent.
Gemessen am Bruttoinlandsprodukt gibt Griechenland seit Jahrzehnten für das Militär weit mehr aus als alle anderen europäischen Staaten. Der Nato zufolge lag der Durchschnitt der europäischen Nato-Staaten im Jahr 2009 bei 1,7 Prozent. In Griechenland waren es 3,1 Prozent.
Griechenland hat mit seinen 156.000 Soldaten bei 11 Millionen Einwohnern nur etwas weniger Soldaten als Deutschland nach der Bw-Reform mit 82 Millionen Einwohnern. Ein Truppenabbau ist aber nach wie vor nicht geplant...
Sollen wir mit einem Land solidarisch sein, das nur mit statistischen Trickserein in die Euro-Zone kam und statt diesen o.a. gigantischen Rüstungs- und Militarisierungs-Unsinn schleunigst nachhaltig abzubauen, immer noch nicht seine Sanierungs-Hausaufgaben gemacht hat?
Sollen wir mit einem Land solidarisch sein, das nur mit statistischen Trickserein in die Euro-Zone kam und statt diesen o.a. gigantischen Rüstungs- und Militarisierungs-Unsinn schleunigst nachhaltig abzubauen, immer noch nicht seine Sanierungs-Hausaufgaben gemacht hat?
"Was geht uns Afghanistan an"?
Statt nach der ständig steigenden Zahl deutscher Toten in Afghanistan über den überfälligen Abzug Deutschlands aus diesem Krieg nachzudenken, so wie es für die USA schon längst beschlossene Sache ist - Obama will doch wiedergewählt werden, da passen Bleisärge aus Kabul schlecht ins Wahlkampfbild - überbieten sich Kommentatoren - wie heute Sebastian Christ im Handelsblatt oder Michael Koch von der HAZ und Leute, die den deutschen Soldaten "Viel Glück" wünschen, wenn sie diese nach Afghanistan schicken (wie neulich ein BMZ (!)-Abteilungsleiter) mit den üblichen Durchhalteparaolen.
Als ob es je einen Sieg in diesem militärischen Abenteuer gäbe, das wohlfeil als "Deutschlands Freiheits-Verteidigung am Hindukusch" getarnt wird. Wann werden solche Autoren einsehen, dass es niemals einen militärischen Sieg gegen den Terrorismus geben wird, sondern dass dieser nur an den Wurzeln überwunden werden kann, nämlich durch die globale nachhaltige Überwindung von Hunger und Armut (was nur ein Bruchteil dessen kosten würde, was wir jetzt im Krieg für Afghanistan jährlich verpulvern).
Ausserdem blenden sie beharrlich die massiven demokratischen und zivilgesellschaftlichen Defizite von Afghanistan aus:
Lesen solche Kommentatoren eigentlich die internationale Presse wie New York Times, El Pais, Le Monde und anderen kritischen Zeitungen oder vertrauen Sie nur der offiziösen Propaganda?
Wie formlierte es die FTD-Kolumnistin Ines Zöttl so treffend: "Was geht uns das Schicksal eines verkorksten Entwicklungslandes an?" Mit Blick auf das desaströse Mißmanagement dieses Landes durch die mafiösen Machteliten in Kabul kann die Antwort nur lauten: "Gar nichts".
Und je schneller es Deutschland den USA nachmacht - sonst ist unsere Regierung doch auch so transatlantisch-devot - umso besser, bevor noch mehr junge deutsche Soldaten und unschuldige afghanische Zivilisten in diesem sinnlosen Krieg sterben müssen.
Als ob es je einen Sieg in diesem militärischen Abenteuer gäbe, das wohlfeil als "Deutschlands Freiheits-Verteidigung am Hindukusch" getarnt wird. Wann werden solche Autoren einsehen, dass es niemals einen militärischen Sieg gegen den Terrorismus geben wird, sondern dass dieser nur an den Wurzeln überwunden werden kann, nämlich durch die globale nachhaltige Überwindung von Hunger und Armut (was nur ein Bruchteil dessen kosten würde, was wir jetzt im Krieg für Afghanistan jährlich verpulvern).
Ausserdem blenden sie beharrlich die massiven demokratischen und zivilgesellschaftlichen Defizite von Afghanistan aus:
- dass sich die Machtclique um Karsai - unter Abnicken der internationalen Staatengemeinschaft, inklusive Deutschland - nur durch massive Wahlfälschungen an der Macht halten kann
- dass in der Regierung Karsais Leute sitzen, die zu den grössten Opiumprofiteuren der Welt gehören
- dass die Desertationsrate der afghanischen Polizei zu den höchsten in der Welt gehört (die Zahl der Polizei-Schüler, die möglichst bald wieder türmen, ist höher als die, die sich in den Rekrutierungsbüros melden....)
- dass die Soldaten der afghanische Armee nur durch permanenten Drogenkonsum überhaupt noch ihren Dienst aufrecht erhalten können
Lesen solche Kommentatoren eigentlich die internationale Presse wie New York Times, El Pais, Le Monde und anderen kritischen Zeitungen oder vertrauen Sie nur der offiziösen Propaganda?
Wie formlierte es die FTD-Kolumnistin Ines Zöttl so treffend: "Was geht uns das Schicksal eines verkorksten Entwicklungslandes an?" Mit Blick auf das desaströse Mißmanagement dieses Landes durch die mafiösen Machteliten in Kabul kann die Antwort nur lauten: "Gar nichts".
Und je schneller es Deutschland den USA nachmacht - sonst ist unsere Regierung doch auch so transatlantisch-devot - umso besser, bevor noch mehr junge deutsche Soldaten und unschuldige afghanische Zivilisten in diesem sinnlosen Krieg sterben müssen.
Sonntag
FAZ glaubt nicht mehr an eine Hellas-Zukunft
Niemand wird behaupten, dass die FAZ anti-EU oder anti-Hellas positioniert ist. Aber angesichts der Ausweglosigkeit der dortigen Lage findet Werner Mussler nun endlich auch klare Worte in seinem Kommentar in der Ausgabe vom 28. Mai:

"Griechenland ist pleite"
"Griechenland ist pleite"
- "die Hilfsprogramme des IWF und der EU sind gescheitert"
- "die Spar- und Privatisierungsappelle an die Athener Regierung wirken reichlich hohl", denn: "Warum soll künftig funktionieren, was im vergangenen Jahr offenbar nicht hinreichend funktioniert hat?"
- "Abermals wird gutes Geld schlechtem hinterhergeworfen. Welcher Parlamentarier will das noch verantworten"?
Wieder deutsche Tote in Afghanistan - wie lange noch?
http://wp.me/pJiqv-gw
Zu diesem o.a. link, den der Blogger gemailt bekam, kann frau und man nur mit Wolfgang Bochert sagen:
Sagt NEIN zu diesem Krieg!
und:
Jeder getötete Soldat ist einer zuviel!
Deutschland endlich raus aus Afghanistan!
Freitag
Slowenien - das nächste PIIG?
M Ö G L I C H E S K R I S E N L A N D
Sloweniens Notenbankchef Marko
Kranjec sieht in seinem Land einen
weiteren potenziellen Krisenkandidaten in der Euro-Zone.
„Slowenien sollte sich bewusst sein,
dass es nur einen kleinen Schritt von
einer kritischen Situation entfernt ist“,
sagte das Ratsmitglied der Europäischen
Zentralbank (EZB) heute in Portoroz (Slowenien). Sollte die Rentenreform scheitern und der Staat weiter Kredite aufnehmen müssen, drohe eine ähnliche Situation wie in den Ländern mit einer Schuldenkrise. Nach Prognose der EU-Kommission wird die Neuverschuldung in diesem
Jahr auf 5,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen. Reuters
(aus FTD heutiges Newsupdate, 17 Uhr)
Sloweniens Notenbankchef Marko
Kranjec sieht in seinem Land einen
weiteren potenziellen Krisenkandidaten in der Euro-Zone.
„Slowenien sollte sich bewusst sein,
dass es nur einen kleinen Schritt von
einer kritischen Situation entfernt ist“,
sagte das Ratsmitglied der Europäischen
Zentralbank (EZB) heute in Portoroz (Slowenien). Sollte die Rentenreform scheitern und der Staat weiter Kredite aufnehmen müssen, drohe eine ähnliche Situation wie in den Ländern mit einer Schuldenkrise. Nach Prognose der EU-Kommission wird die Neuverschuldung in diesem
Jahr auf 5,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen. Reuters
(aus FTD heutiges Newsupdate, 17 Uhr)
Thomas Frickes (FTD) Rettungsplan für Griechenland
Endlich mal erfrischende counter-mainstream Überlegungen des FTD-Kolumnisten in der immer bizarreren Hellas-Krisen-Debatte
IMF contra EU - the typical chicken game
aus dem heutigen Eurointelligence Newsbriefing
We are once again at a dangerous moment in the crisis. We have already reported that the IMF may refuse to pay the next, and fifth loan tranche to Greece, which totals €12bn, by June 29. The IMF’s share of that tranche is €3.3bn. Jean-Claude Juncker came out yesterday, as reported byFrankfurter Allgemeine, that an IMF refusal to continue the payments would throw Greece into an immediate, and full default. "If the Europeans have to acknowledge that the disbursement from the IMF on June 29 cannot be operationally implemented, then the expectation of the IMF is that the Europeans would step in for the IMF and take upon themselves the IMF's portion of the financing. That won't work because in certain parliaments -- Germany, Finland and the Netherlands and others, too -- there is no preparedness to do so." Juncker is obviously piling massive pressure on Greece and the creditor countries to ensure the conditions for further loan disbursements. The big issue for the IMF is not only non-compliance on the part of the Greeks, but the most important problem is the lack of readiness by the EU to secure follow-on financing in 2012. So we are at an impasse: The IMF won’t do anything until the European agree to a 2012 finance package, while the Europeans wait for the IMF’s review to come out before they can agree on such a package. Dutch PM Mark Rutte, was quoted by Reuters as saying yesterday: “"We are looking very carefully at what the IMF does ... and if they don't say a new tranche in loans should go the Greeks, then we won't either."
Frankfurter Allgemeine reports that the Troika will issue its presumably negative report on Greek debt sustainability next week. In other words, the probability of a serious accident is very large indeed, a prospect that spokes stock and bond markets yesterday, as investors pushed German 10 year yields down below 3% again – a flight into safety.
Donnerstag
Euro-Krise: Schluss mit dem bloß Warten und Hoffen
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| Nouriel Roubini / Quelle: charlierose.com |
Kredite und Gebete by Nouriel Roubini and Stephen Mihm - Project Syndicate
Hellas-Rettung: Schäuble contra Joffe
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