Freitag
Leopard-Panzer Export nach Saudi-Arabien = ideal zum Einsatz gegen DemonstrantInnen
Als Basis dient die Wanne des Präsentationspanzer Demo 2 sowie ein Turm des Leopard 2A5. Der Demonstrator wurde mit einem Minenschutz ausgestattet und einer zusätzlichen passiven Rundumpanzerung versehen. Als Bewaffnung verfügt er über die Glattrohrkanone L/44 und über eine ferngesteuerte Waffenstation mit ungekühltem Wärmebildgerät auf dem hinteren Turmdach. KMW verwendete 2002 die Autonome Waffen- und Beobachtungsstation (AWBS) aus dem WE-Programm der Schweiz, die jedoch in Bezug auf die Bewaffnung eingeschränkt war und durch die ungepanzerte FLW 200 mit Zeiss-Sensorbox ersetzt wurde. Gegenüber der AWBS ist die Waffenstation leichter, flexibler in der Waffenaufnahme (für 5,56-mm- bis 12,7-mm-MG oder die 40-mm-Granatmaschinenwaffe) und verfügt über einen größeren Höhenrichtbereich.
Für Hindernisse und Barrikaden wurde der Kampfpanzer mit einem Räumschild ausgestattet. Der aus ziviler Produktion stammende Schild entspricht in der Bauweise einem Schneepflug mit Schwimmstellung und dient nur zum Räumen.
Um in allen Klimazonen, bei jeder Witterung und auch bei Nacht voll einsatzfähig zu sein, sind verbesserte Klimaanlagen („Kampfraumkühlanlage“), eine stärkere Stromversorgung und ein 360-Grad-Kamerasystem (MiniSight von Carl Zeiss Optronics) zur Rundumsicht integriert – mit Wärmebildgerät und Tagsicht für Einsätze in der Nacht oder bei widrigen Wetterverhältnissen. Da der Panzer im Orts- und Häuserkampf eng mit der Infanterie zusammenarbeitet und diese bei ihren Aufgaben unterstützen soll, befindet sich eine von außen zugängliche Kommunikationsplattform am Panzer, um der Infanterie sowohl die Kommunikation mit der Panzerbesatzung als auch die Kommunikation der Soldaten untereinander zu ermöglichen.
Zur Rüstungsmesse Eurosatory 2010 präsentierte KMW ihre endgültige Modifikation unter der Bezeichnung Leopard 2A7+ und mit dem Werbeaufdruck; entwickelt von KMW – getestet und abgenommen vom deutschen Bundesverteidigungsministerium (developed by KMW – tested and qualified by German MoD). Die Ausstattung des 2A7+ wurde um ein Nachtfahrsystem ergänzt, kombiniert aus Restlichtverstärker und Wärmebildgerät (VIRTUS von Carl Zeiss Optronics) für den Fahrer, sowie ein neues aus dem Schützenpanzer Puma abgeleitetes Kommandantenperiskop PERI RTWL. Als Bordkanone wählte man die L/55, um die Duellfähigkeit des Kampfpanzers im symmetrischen Gefecht zu erhalten.
Hier ein Werbevideo für diesen Panzer:
Wer fädelte das Panzergeschäft mit den Saudis ein?
In der öffentlichen Debatte über die Lieferung von 200 Leopard-Panzer ist folgendes Detail interessant:
Der neue FDP-Chef des BMZ, Dirk Niebel, machte vor seinem Studium Karriere bei den Fallschirmjägern der Bundeswehr. Kaum war er an der Spitze des BMZ hievte er seinen Bundeswehr-Kameraden Friedel Eggelmeyer auf die Stelle eines neuen Abteilungsleiters in seinem Ministerium. Eggelmeyer war vor diesem Job sicherheitspolitischer Referent der FDP-Fraktion und Kommandeur des Panzerbataillons 33.
Das Panzerbataillon 33 ist ein Teil der Panzerlehrbrigade 9, die eng mit dem "Ausbildungszentrum Panzertruppen" verzahnt ist. Im Ausbildungszentrum Panzertruppen wurde genau die spezielle, zum Einsatz gegen DemonstrantInnen geeignete Variante des Leopard-Panzer 2 erprobt, die jetzt nach Saudi-Arabien exportiert werden soll (Details zur Leopard 2-Panzer-Variante PSO/2A7+ unter:
http://der-unbequeme-blog.blogspot.com/2011/07/leopard-panzer-export-nach-saudi.html).
Niebel richtete für seinen Bundeswehr-Freund sogar extra die neue BMZ-Abteilung Nr. 4 ein (siehe u.a. Schaubild), deren inhaltlicher Focus die zivil-militärische Zusammenarbeit und deren geographischer Schwerpunkt der Nahe Osten (eben unter anderem: Saudi-Arabien) ist.
Bei einem öffentlichen Appell des Panzerbataillons 33 berichtete Eggelmeyer neulich stolz von seinen Tätigkeiten u.a. im Nahen Osten. Angesichts des u.a. Organogramms seiner Abteilung im BMZ kann man vermuten, dass auch Saudi-Arabien zu seinen Ländern gehört, in die er gereist ist.
Für die Aufklärung der Hintergründe des Leo-Exports nach Saudi-Arabien sollte intensiv recherchiert werden, wer den Leopard-Export-Deal nach Saudi-Arabien konkret eingefädelt hat.
Der neue FDP-Chef des BMZ, Dirk Niebel, machte vor seinem Studium Karriere bei den Fallschirmjägern der Bundeswehr. Kaum war er an der Spitze des BMZ hievte er seinen Bundeswehr-Kameraden Friedel Eggelmeyer auf die Stelle eines neuen Abteilungsleiters in seinem Ministerium. Eggelmeyer war vor diesem Job sicherheitspolitischer Referent der FDP-Fraktion und Kommandeur des Panzerbataillons 33.
Das Panzerbataillon 33 ist ein Teil der Panzerlehrbrigade 9, die eng mit dem "Ausbildungszentrum Panzertruppen" verzahnt ist. Im Ausbildungszentrum Panzertruppen wurde genau die spezielle, zum Einsatz gegen DemonstrantInnen geeignete Variante des Leopard-Panzer 2 erprobt, die jetzt nach Saudi-Arabien exportiert werden soll (Details zur Leopard 2-Panzer-Variante PSO/2A7+ unter:
http://der-unbequeme-blog.blogspot.com/2011/07/leopard-panzer-export-nach-saudi.html).
Niebel richtete für seinen Bundeswehr-Freund sogar extra die neue BMZ-Abteilung Nr. 4 ein (siehe u.a. Schaubild), deren inhaltlicher Focus die zivil-militärische Zusammenarbeit und deren geographischer Schwerpunkt der Nahe Osten (eben unter anderem: Saudi-Arabien) ist.
Bei einem öffentlichen Appell des Panzerbataillons 33 berichtete Eggelmeyer neulich stolz von seinen Tätigkeiten u.a. im Nahen Osten. Angesichts des u.a. Organogramms seiner Abteilung im BMZ kann man vermuten, dass auch Saudi-Arabien zu seinen Ländern gehört, in die er gereist ist.
Für die Aufklärung der Hintergründe des Leo-Exports nach Saudi-Arabien sollte intensiv recherchiert werden, wer den Leopard-Export-Deal nach Saudi-Arabien konkret eingefädelt hat.
| Quelle: Webseite des BMZ |
Juncker braucht Nachthilfe in Sachen Rating-Agenturen
Aus dem Eurointelligence News Briefing heute:
"It looks like Juncker does not understand how rating agencies work. If Europe had its own independent credit rating agency, chances are that it would probably come to very similar conclusions as S&P, Moody’s and Fitch if it operated under a similar business model. Or does Juncker want the eurogroup to control the rating agency directly? In that case, the eurogroup or the ECB might as well produce their own ratings. But this is precisely what they have avoided in the past for political reasons. The European position on rating agencies has always been duplicitous. Also, the purpose of ratings is to signal a default probability to investors, not to reward government reform efforts. The rating agencies have simply lost confidence in the political process. So have other observers, like us."
"It looks like Juncker does not understand how rating agencies work. If Europe had its own independent credit rating agency, chances are that it would probably come to very similar conclusions as S&P, Moody’s and Fitch if it operated under a similar business model. Or does Juncker want the eurogroup to control the rating agency directly? In that case, the eurogroup or the ECB might as well produce their own ratings. But this is precisely what they have avoided in the past for political reasons. The European position on rating agencies has always been duplicitous. Also, the purpose of ratings is to signal a default probability to investors, not to reward government reform efforts. The rating agencies have simply lost confidence in the political process. So have other observers, like us."
Neuerscheinung zum Thema Mediation
Buchbesprechung von
Duve/Eidenmüller/Hacke: Mediation in der Wirtschaft
Wege zum professionellen Konfliktmanagement. 2. neu bearbeitete Auflage 2011. Verlag Dr. Otto Schmidt Köln, 440 Seiten. 39,80 Euro
Zwei Rechtsanwälte und ein Professor der Rechtswissenschaft legen hier ein umfassendes Werk zur Mediation im Wirtschaftsbereich vor. In kundiger Sprache wird das Thema in drei grösseren Teilen abgehandelt. Im ersten Teil stellen die Autoren die Hintergründe des Mediationsansatzes vor, der aus der Unzulänglichkeit nur traditionell arbeitender Konfliktlösungsansätze entstand. Der zweite Teil des Buches ist der Methode der Mediation gewidmet: Mediations-Verfahren, Konfliktdiagnose, Ermittlung der unterschiedlichen Interessen der am Mediations-Prozeß Beteiligten und die Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten. Im dritten Buchteil werden konkrete Hilfen für die Operationalisierung des Mediations-Ansatzes gegeben.
Ein besonderer Vorzug des Buches ist sein intensiver Praxisbezug. Immer wieder werden Beispiele für Konflikte im Bereich der Wirtschaft präsentiert, die mediationsgeeignet sind oder bei denen Mediation eingesetzt wurde. Verlegerisch überzeugend ist auch die gute Generierung von Fußnoten, weiterführenden Weblinks, Bibliographie, Materialsammlung und Stichwortverzeichnis - in der heutigen oft raschen Buchproduktionspraxis leider keine Selbstverständlichkeit mehr.
Einen Darstellungfehler sollten die Autoren bei der nächsten Auflage vermeiden (S. 103): Ahtisaari vermittelte nicht zwischen Russland und Jugoslawien, sondern war Diplomat im Kosovokonflikt, wo die Regierungen in Moskau und Beograd gerade zusammen (!) auf einer Seite konfrontativ zu Prishtina und dem Westen positioniert waren.
Duve/Eidenmüller/Hacke: Mediation in der Wirtschaft
Wege zum professionellen Konfliktmanagement. 2. neu bearbeitete Auflage 2011. Verlag Dr. Otto Schmidt Köln, 440 Seiten. 39,80 Euro
Zwei Rechtsanwälte und ein Professor der Rechtswissenschaft legen hier ein umfassendes Werk zur Mediation im Wirtschaftsbereich vor. In kundiger Sprache wird das Thema in drei grösseren Teilen abgehandelt. Im ersten Teil stellen die Autoren die Hintergründe des Mediationsansatzes vor, der aus der Unzulänglichkeit nur traditionell arbeitender Konfliktlösungsansätze entstand. Der zweite Teil des Buches ist der Methode der Mediation gewidmet: Mediations-Verfahren, Konfliktdiagnose, Ermittlung der unterschiedlichen Interessen der am Mediations-Prozeß Beteiligten und die Entwicklung von Lösungsmöglichkeiten. Im dritten Buchteil werden konkrete Hilfen für die Operationalisierung des Mediations-Ansatzes gegeben.
Ein besonderer Vorzug des Buches ist sein intensiver Praxisbezug. Immer wieder werden Beispiele für Konflikte im Bereich der Wirtschaft präsentiert, die mediationsgeeignet sind oder bei denen Mediation eingesetzt wurde. Verlegerisch überzeugend ist auch die gute Generierung von Fußnoten, weiterführenden Weblinks, Bibliographie, Materialsammlung und Stichwortverzeichnis - in der heutigen oft raschen Buchproduktionspraxis leider keine Selbstverständlichkeit mehr.
Einen Darstellungfehler sollten die Autoren bei der nächsten Auflage vermeiden (S. 103): Ahtisaari vermittelte nicht zwischen Russland und Jugoslawien, sondern war Diplomat im Kosovokonflikt, wo die Regierungen in Moskau und Beograd gerade zusammen (!) auf einer Seite konfrontativ zu Prishtina und dem Westen positioniert waren.
Donnerstag
Hellas im Chaos, Portugal downrated, und was kommt als nächstes?
"Moody’s downgrade of Portugal was a crucial moment in this crisis. Peripheral bond spreads shoot up yesterday, approaching previous records during this crisis, as default fear has once again gripped the markets. Germany’s decision to relaunch its idea of an essentially involuntary bond swaps for Greek sovereign debt holders did not help improve market sentiment either."
(aus Eurointelligence News Briefing von heute)
(aus Eurointelligence News Briefing von heute)
Mittwoch
Downrating von Portugal - warum?
Warum stuft Moody’s Portugal
herab? Die Ratingagentur hat große
Zweifel, dass Lissabon ab Mitte 2013
wieder einen Teil seines Finanzierungs-
bedarfs selbst decken kann. Grund ist
das anhaltende Misstrauen der Finanz-
märkte. Die Notkredite der EU und des
Internationalen Währungsfonds (IWF)
sind aber bis Mitte 2014 befristet. Nach
Einschätzung von Moody's hat Lissabon
kaum Chancen, bis dahin das Vertrauen
von Investoren zurückzugewinnen, weil
das Land seine Sparziele voraussichtlich
verfehlen wird.
(mehr dazu im heutigen online Newsupdate der FTD von 17h)
herab? Die Ratingagentur hat große
Zweifel, dass Lissabon ab Mitte 2013
wieder einen Teil seines Finanzierungs-
bedarfs selbst decken kann. Grund ist
das anhaltende Misstrauen der Finanz-
märkte. Die Notkredite der EU und des
Internationalen Währungsfonds (IWF)
sind aber bis Mitte 2014 befristet. Nach
Einschätzung von Moody's hat Lissabon
kaum Chancen, bis dahin das Vertrauen
von Investoren zurückzugewinnen, weil
das Land seine Sparziele voraussichtlich
verfehlen wird.
(mehr dazu im heutigen online Newsupdate der FTD von 17h)
Hellas, Portugal, wer ist der nächste?
Die Ratingagentur Moody´s stuft Anleihen aus Portugal auf Ramsch. Anleger reagieren entsetzt – und flüchten aus Titeln portugiesischer
Geldhäuser. Als sicherer Hafen gilt erneut Deutschland.
(näheres im heutigen FTD online News Update von 17h)
Geldhäuser. Als sicherer Hafen gilt erneut Deutschland.
(näheres im heutigen FTD online News Update von 17h)
Euro-Krise: Griechen-Retter nehmen EZB in die Mangel
http://m.ftd.de/artikel/60074608.xml?v=2.0
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Unterwegs mit meinem iPhone ☺
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Nach dem Euro-Niedergang erodiert nun auch das Recht
Ruth Berschens, die Leiterin des Handelsblatt-Büros in Bruxelles scheut sich in ihrer Kolumne auf Seite 8 der HB-Ausgabe vom 6.7.11 nicht davor, die jetzt in Karlsruhe zur Verhandlung stehenden Zweifel am Euro in billiger Weise zu desaouvieren, indem sie die Kläger als rückwärtsgewandte Nostalgiker lächerlich zu machen versucht. Bemerkenswerterweise kann sie aber selber kein substantielles Argument für die Beibehaltung dieser immer mehr ins Abseits geratenden Zwangswährung aufführen. Das einzige ist ihr Mantra, ein Austieg aus dem Euro sei teurer als die sog. "Rettungs"pakete für die PIGS.
Abgesehen davon, dass die untauglichen Sanierungsversuche wie man sieht überhaupt nichts "retten", sondern den unausweichlichen Bankrott Griechenlands und Portugals nur ständig weiter verteuern - will Frau Berschens damit allen Ernstes auch einen Blankoscheck für die in sich in genauso bedenklicher wirtschaftlicher Schieflage befindenden anderen PIGS-Länder wie Spanien und Italien ausstellen, sie möchten sich zwecks ihrer Sanierung bedenkenlos auch bei der Nord-EU bedienen? Soll diese Sanierungspolitik auf ewig so weiter gehen für Staaten, bei denen es nichts mehr zu sanieren gibt, sondern nur noch ein schnelle Abwicklung unter Aufsicht eines EU-Kommissars hilft?
Ebenso hohl ist Frau Berschens dramatisches Bild, dass Europa angeblich kaputt gehe, wenn Hellas endlich die Neo-Drachme einführt. Das verstehe wer will. Ein Land, dass sich mit gefälschten Statistiken illegal den Zugang zu Euro-Land verschafft hat, Tausenden von Toten jahrelang Rente auszahlt, in dem Steuerbetrug ein Volkssport ist und dass sich völlig unverständlicherweise eine Mega-Armee und einen bizarren Riesen-Militärhaushalt leisten kann, das soll ruhig für sich selber sorgen und seine Wirtschaft nach ganz eigenen hellenischen Standards einrichten - im Euro-Verbund hat es nichts zu suchen.
Im übrigen hat Frau Berschens offenbar so wenig überzeugende Sachargumente für den Euro, dass sie zu Weltuntergangs-Beschwörungen greifen muss: unsere Zukunft sei angeblich "auf Gedeih und Verderb" mit dem Euro verbunden. Solche Drohungen kann nur jemand benutzen, der nicht mehr inhaltlich zu überzeugen vermag. Letzlich tut Frau Berschens damit genau das, was sie den Klägern in Karlsruhe vorwirft: sie appelliert selber anachronistisch in der wohlfeilen Art und Weise des 19. Jahrhundert an eine abwegige Nibelungentreue und Staaten-Kumpanei für den Euro.
Wer so argumentiert, der kümmert sich dann auch verständlicherweise nicht mehr um Gesetz und Legalität. "Bail-out-Verbot hin oder her" formuliert Frau Berschens ganz locker. Ist also der Lisboa-Vertrag nur ein Papiertiger, den man bei Sonntagsreden großartig zitiert, wenn es aber drauf ankommt beliebig brechen darf? Es ist schon bemerkenswert, dass uns der Niedergang des Euro nicht nur immer massivere wirtschaftliche Probleme bringt, sondern dass um des Erhalts dieser Problem-Währung, nun sogar (staats)rechtliche Positionen wohlfeil aufgegeben werden. Wie sollen Eltern, Erzieher, Vorgesetzte jungen Menschen dann noch Respekt vor dem Strafrecht, dem Grundgesetz, ganz zu schweigen vor dem EU-Recht nahe bringen, wenn ein so grundlegender Artikel wie 125 des AEUV einfach unbekümmert gebrochen wird? Ich höre schon den nächsten Ladendieb, der dann genauso argumentieren wird: "Diebstahlverbot hin oder her ".
Dass für die Sanierung der PIGS zu immer tollkühneren Sprachmanipulationen Orwellscher Art gegriffen wird a la "erzwungene Freiwilligkeit", "Re-Strukturierung", "sanfte Insolvenz" usw ist schon absurd genug und zeigt, dass den PolitikerInnen in Berlin und Paris nichts mehr einfällt, um uns WählerInnen Euro-kirre zu halten. Dass aber um des Erhalts dieser fehlgeplanten Währung willen nun auch noch das Recht erodiert werden soll, ist wirklich erschreckend.
Abgesehen davon, dass die untauglichen Sanierungsversuche wie man sieht überhaupt nichts "retten", sondern den unausweichlichen Bankrott Griechenlands und Portugals nur ständig weiter verteuern - will Frau Berschens damit allen Ernstes auch einen Blankoscheck für die in sich in genauso bedenklicher wirtschaftlicher Schieflage befindenden anderen PIGS-Länder wie Spanien und Italien ausstellen, sie möchten sich zwecks ihrer Sanierung bedenkenlos auch bei der Nord-EU bedienen? Soll diese Sanierungspolitik auf ewig so weiter gehen für Staaten, bei denen es nichts mehr zu sanieren gibt, sondern nur noch ein schnelle Abwicklung unter Aufsicht eines EU-Kommissars hilft?
Ebenso hohl ist Frau Berschens dramatisches Bild, dass Europa angeblich kaputt gehe, wenn Hellas endlich die Neo-Drachme einführt. Das verstehe wer will. Ein Land, dass sich mit gefälschten Statistiken illegal den Zugang zu Euro-Land verschafft hat, Tausenden von Toten jahrelang Rente auszahlt, in dem Steuerbetrug ein Volkssport ist und dass sich völlig unverständlicherweise eine Mega-Armee und einen bizarren Riesen-Militärhaushalt leisten kann, das soll ruhig für sich selber sorgen und seine Wirtschaft nach ganz eigenen hellenischen Standards einrichten - im Euro-Verbund hat es nichts zu suchen.
Im übrigen hat Frau Berschens offenbar so wenig überzeugende Sachargumente für den Euro, dass sie zu Weltuntergangs-Beschwörungen greifen muss: unsere Zukunft sei angeblich "auf Gedeih und Verderb" mit dem Euro verbunden. Solche Drohungen kann nur jemand benutzen, der nicht mehr inhaltlich zu überzeugen vermag. Letzlich tut Frau Berschens damit genau das, was sie den Klägern in Karlsruhe vorwirft: sie appelliert selber anachronistisch in der wohlfeilen Art und Weise des 19. Jahrhundert an eine abwegige Nibelungentreue und Staaten-Kumpanei für den Euro.
Wer so argumentiert, der kümmert sich dann auch verständlicherweise nicht mehr um Gesetz und Legalität. "Bail-out-Verbot hin oder her" formuliert Frau Berschens ganz locker. Ist also der Lisboa-Vertrag nur ein Papiertiger, den man bei Sonntagsreden großartig zitiert, wenn es aber drauf ankommt beliebig brechen darf? Es ist schon bemerkenswert, dass uns der Niedergang des Euro nicht nur immer massivere wirtschaftliche Probleme bringt, sondern dass um des Erhalts dieser Problem-Währung, nun sogar (staats)rechtliche Positionen wohlfeil aufgegeben werden. Wie sollen Eltern, Erzieher, Vorgesetzte jungen Menschen dann noch Respekt vor dem Strafrecht, dem Grundgesetz, ganz zu schweigen vor dem EU-Recht nahe bringen, wenn ein so grundlegender Artikel wie 125 des AEUV einfach unbekümmert gebrochen wird? Ich höre schon den nächsten Ladendieb, der dann genauso argumentieren wird: "Diebstahlverbot hin oder her ".
Dass für die Sanierung der PIGS zu immer tollkühneren Sprachmanipulationen Orwellscher Art gegriffen wird a la "erzwungene Freiwilligkeit", "Re-Strukturierung", "sanfte Insolvenz" usw ist schon absurd genug und zeigt, dass den PolitikerInnen in Berlin und Paris nichts mehr einfällt, um uns WählerInnen Euro-kirre zu halten. Dass aber um des Erhalts dieser fehlgeplanten Währung willen nun auch noch das Recht erodiert werden soll, ist wirklich erschreckend.
Dienstag
Studentenproteste in Athen: Erst abserviert, jetzt angeschmiert - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
http://m.spiegel.de/unispiegel/studium/a-772116.html#spRedirectedFrom=www
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Deutscher Panzer-Deal mit Saudis: Die Waffenschmiede der Welt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-772250.html#spRedirectedFrom=www
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Klage gegen Milliardenhilfen: Euro-Kläger schreckt Griechenland-Pleite nicht - Deutschland - Politik - Handelsblatt
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/euro-klaeger-schreckt-griechenland-pleite-nicht/4357686.html
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Waffen für Saudi-Arabien: Unions-Aufstand gegen Merkels Panzerdeal - Deutschland - Politik - Handelsblatt
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/unions-aufstand-gegen-merkels-panzerdeal/4359150.html
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Jedes Jahr verschleudert die Bundeswehr 1.000 000 000 Euros
Laut Financial Times Deutschland, Ausgabe vom 4.7., S. 1 (Artikel von Jens Tartler und Claudia Kade) gibt die deutsche Armee jedes Jahr eine Milliarde Euro für überschüssiges Personal aus.
Politiker haben die Rechnung ohne die Rating-Agenturen gemacht
"Jetzt können wir bei der Beteiligung des privaten Finanzsektors bei null anfangen"
(ein Regierungsvertreter nach dem Nein von Standard und Poor´s zum "Pariser Modell" - laut HB, 5.7., S. 1)
(ein Regierungsvertreter nach dem Nein von Standard und Poor´s zum "Pariser Modell" - laut HB, 5.7., S. 1)
Montag
BesucherInnenstatistik für den Unbequemen Blog
Laut alexa.com, der renommierten Webseiten-Analyse-Software:
BesucherInnen des Unbequemen Blogs lesen pro Tag im Durchschnitt 5.4 Beiträge auf der Blogseite. Sie nehmen sich 5 Minuten Zeit zur Lektüre des Blogs insgesamt und 45 Sekunden Zeit zum Lesen einzelner Blogposts.
BesucherInnen des Unbequemen Blogs lesen pro Tag im Durchschnitt 5.4 Beiträge auf der Blogseite. Sie nehmen sich 5 Minuten Zeit zur Lektüre des Blogs insgesamt und 45 Sekunden Zeit zum Lesen einzelner Blogposts.
Deutsche RenterInnen sollen für Griechenland blechen
Der Präsident des Instituts für Wirtschafsforschung an der Uni München, Prof. Hans-Werner Sinn:
„Was nach Griechenland und Portugal fließt, um dort den Lebensstandard aufrechtzuerhalten, geht zulasten des Lebensstandards der Deutschen. Die deutschen Rentner werden zu den ersten Opfern der Rettungspakete gehören.“
(Referenz: Eurointelligence News Briefing von heute)
„Was nach Griechenland und Portugal fließt, um dort den Lebensstandard aufrechtzuerhalten, geht zulasten des Lebensstandards der Deutschen. Die deutschen Rentner werden zu den ersten Opfern der Rettungspakete gehören.“
(Referenz: Eurointelligence News Briefing von heute)
Sonntag
Die Bundeswehr = eine uneffiziente überteuerte Armee
Die "Wirtschaftswoche" kommt in ihrer morgigen Ausgabe zu einem vernichtenden Urteil über die Bundeswehr: "Verknöchert, chronisch klamm, die ineffizienteste Armee der westlichen Allianz". Ihre überalterten Transporthubschrauber kommen in Afghanistan oft gar nicht erst in die Luft. Und die kämpfende Truppe ist enorm logistiklastig: Hinter jedem Soldaten im Einsatz stehen 35 Soldaten und 15 Zivilisten (EU-weit nur 16 plus vier). Die Bw ist aber nicht nur uneffizient, sie ist auch extrem teuer: Die Ausgaben pro Soldat im Einsatz sind bei ihr dreimal so hoch wie im EU-Durchschnitt. Und das Mißmanagement im Rüstungsbereich ist seit Jahren ein Thema in der Politik, ohne dass sich etwas ändert. Beispiel Militär-Transportflugzeug Airbus A400M: Die
Auslieferung verzögert sich um vier Jahre und kostet mehrere Milliarden Euro mehr. In einer Zeit, wo bei allen Ministerien gespart wird und die PolitikerInnen locker eine Milliarde nach der anderen ins griechische Faß ohne Boden werden, ein Skandal.
(Referenz: www.wiwo.de).
Samstag
Freitag
Zwei Läufer mehr - da brauchste nix mehr (eigentlich)
Gute FreundInnen haben den Blogger zu einem Blitzschachturnier in der Nachbarstadt eingeladen. Aber ich bin kein Blitzfreund = zuviel Fingerfertigkeit ohne Tiefgang. Da vertiefe ich mich doch lieber in die untere live Studie: Der weiße Gegner des Blogger hatte alles, was das Schachherz begehrt: einen Bauer, der bald zur Dame gehen würde, und dazu noch das Läuferpaar. Der Blogger wollte (wohlweislich?) gerade seinen letzten eigenen Bauer leichten Herzens davon gegeben und dachte - vor der u.a. Diagrammstellung - er wird ihn doch nicht gleich auf f5 nehmen? Ja, wer zu gierig ist, den bestraft das Leben.
Ein Blick in den Bundestags-Alltag
"Wenn die Politiker sich nicht einigen, bleibt alles
beim Vorschlag der Ministerialbeamten. Sie sind
die wahren Mächtigen in diesem Spiel, in dem es auf
Schnelligkeit und Fachwissen ankommt. Deshalb
haben sie auch ein Bild von den Abgeordneten: Man
darf den Politikern nicht zu viel Zeit geben, ein
Gesetz zu vermurksen."
(Aus einem Essay in der FTD, 30.6., S. 23)
beim Vorschlag der Ministerialbeamten. Sie sind
die wahren Mächtigen in diesem Spiel, in dem es auf
Schnelligkeit und Fachwissen ankommt. Deshalb
haben sie auch ein Bild von den Abgeordneten: Man
darf den Politikern nicht zu viel Zeit geben, ein
Gesetz zu vermurksen."
(Aus einem Essay in der FTD, 30.6., S. 23)
Donnerstag
Mittwoch
WestLB - gestatten: Ein grundseriöses Institut
Coole Anzeige der Westdeutschen Landesbank , die gerade abgewickelt werden muss...
(in der FTD von heute, Seite 3)
Das Patt der Woche
Mit noch viel Zeit und zwei Freibauern vergeigt der weiße Gegner des Bloggers den sicheren Sieg und zieht in der u.a. Diagramm-Stellung den einzigsten schlechten Zug = K e6.... Darauf hatte der Blogger nicht zu hoffen gewagt, weil so offensichtlich. Tja.
Auch Brüderle sieht keine Chancen für Hellas
Eine Umschuldung Griechenlands ist nach Ansicht von FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle zu einem späteren Zeitpunkt unvermeidbar. „Ich bleibe dabei, dass es zum Zeitpunkt X zu einer Umschuldung kommen wird“, sagte Brüderle am Mittwoch in Berlin.
(laut Handelsblatt online)
(laut Handelsblatt online)
Dienstag
Afghanistan: Die Taliban können ihren Sieg bequem aussitzen
ist die Schlußfolgerung von Guido Steinberg und Nils Wörmer von der Stiftung Wissenschaft und Politik in der FTD vom 27.6., S. 24
Der Euro: Mythen, gebrochene Versprechen, getäuschte BürgerInnen
Das HB hat in ihrer heutigen Ausgabe die "Berliner Erklärung der Familienunternehmen zur EURO-Krise" veröffentlicht. Hier die entsprechende Presserklärung vom 27.6.11:

Die Euro-Krise hat das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik nachhaltig beschädigt. Darauf hat heute Prof. Dr. Dr. h.c. Brun-Hagen Hennerkes, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen auf der WELT-Währungskonferenz hingewiesen, die die WELT-Gruppe in Kooperation mit der Stiftung Familienunternehmen in Berlin ausrichtet. Hennerkes spricht vom „Wortbruch der Regierung“. Vor Eintritt in die Währungsunion habe man versprochen, dass mit der Euro-Einführung ein Stabilitäts- und Wachstumspakt einhergehe, dass kein Land für die Schulden eines anderen einzustehen habe und dass die Europäische Zentralbank allein der Stabilität verpflichtet sei. Die festgesetzte Obergrenze für die Staatsschulden sei schon bald gefallen, mit der Aufgabe der „Bail-out“-Klausel sei aus der Währungs- eine Transferunion geworden, und mit dem Druck der Politik auf die Europäische Zentralbank, Staatsanleihen überschuldeter Mitgliedsländer aufzukaufen, habe diese ihre Unabhängigkeit verloren und sei zur größten „Bad Bank“ der Welt geworden. „Mit der Euro-Rettungsschirm-Politik hat die Bundesregierung einen verhängnisvollen Weg eingeschlagen“, meint Hennerkes. In der „Berliner Erklärung“, der sich 100 Inhaber aus dem
Kreis führender deutscher Familienunternehmen angeschlossen haben, und die heute auch allen Mitgliedern des Bundestags zugeht, wurde die Politik aufgefordert, die Währungsunion
auf eine neue Grundlage zu stellen. Hennerkes: „Die Risiken, die auf Deutschlands Haushalt zukommen, sind sonst unabsehbar“. Er wendet sich überdies gegen den „Mythos“, Deutschland
habe wie kein anderes Land von der Einführung des Euros profitiert. Vielmehr sei der Export mit Ländern außerhalb der Eurozone viel stärker gestiegen, während er in die Eurozone sogar gesunken ist. Kaum ein Euroland weise seit Einführung der neuen Währung zudem eine niedrigere Wachstumsrate auf als Deutschland. Die Familienunternehmen fürchten, dass sich die Transferunion als dauerhaftes Damoklesschwert für die deutsche Wirtschaft erweist.
Download der „Berliner Erklärung zu EURO-Krise“ sowie der Liste der Familienunternehmen, die sich ihr angeschlossen haben unter: www.familienunternehmen.de
Weitere Informationen:
Stiftung Familienunternehmen
Maria Krenek
Prinzregentenstraße 50
D-80538 München
Tel.: +49 (0) 89 / 12 76 400 03
Fax: +49 (0) 89 / 12 76 400 09
krenek@familienunternehmen.de
Die Euro-Krise hat das Vertrauen der Bevölkerung in die Politik nachhaltig beschädigt. Darauf hat heute Prof. Dr. Dr. h.c. Brun-Hagen Hennerkes, Vorstand der Stiftung Familienunternehmen auf der WELT-Währungskonferenz hingewiesen, die die WELT-Gruppe in Kooperation mit der Stiftung Familienunternehmen in Berlin ausrichtet. Hennerkes spricht vom „Wortbruch der Regierung“. Vor Eintritt in die Währungsunion habe man versprochen, dass mit der Euro-Einführung ein Stabilitäts- und Wachstumspakt einhergehe, dass kein Land für die Schulden eines anderen einzustehen habe und dass die Europäische Zentralbank allein der Stabilität verpflichtet sei. Die festgesetzte Obergrenze für die Staatsschulden sei schon bald gefallen, mit der Aufgabe der „Bail-out“-Klausel sei aus der Währungs- eine Transferunion geworden, und mit dem Druck der Politik auf die Europäische Zentralbank, Staatsanleihen überschuldeter Mitgliedsländer aufzukaufen, habe diese ihre Unabhängigkeit verloren und sei zur größten „Bad Bank“ der Welt geworden. „Mit der Euro-Rettungsschirm-Politik hat die Bundesregierung einen verhängnisvollen Weg eingeschlagen“, meint Hennerkes. In der „Berliner Erklärung“, der sich 100 Inhaber aus dem
Kreis führender deutscher Familienunternehmen angeschlossen haben, und die heute auch allen Mitgliedern des Bundestags zugeht, wurde die Politik aufgefordert, die Währungsunion
auf eine neue Grundlage zu stellen. Hennerkes: „Die Risiken, die auf Deutschlands Haushalt zukommen, sind sonst unabsehbar“. Er wendet sich überdies gegen den „Mythos“, Deutschland
habe wie kein anderes Land von der Einführung des Euros profitiert. Vielmehr sei der Export mit Ländern außerhalb der Eurozone viel stärker gestiegen, während er in die Eurozone sogar gesunken ist. Kaum ein Euroland weise seit Einführung der neuen Währung zudem eine niedrigere Wachstumsrate auf als Deutschland. Die Familienunternehmen fürchten, dass sich die Transferunion als dauerhaftes Damoklesschwert für die deutsche Wirtschaft erweist.
Download der „Berliner Erklärung zu EURO-Krise“ sowie der Liste der Familienunternehmen, die sich ihr angeschlossen haben unter: www.familienunternehmen.de
Weitere Informationen:
Stiftung Familienunternehmen
Maria Krenek
Prinzregentenstraße 50
D-80538 München
Tel.: +49 (0) 89 / 12 76 400 03
Fax: +49 (0) 89 / 12 76 400 09
krenek@familienunternehmen.de
Montag
Der Direktor des Instituts für Wirtschaftsforschung an der Uni München, Prof. Hans-Werner Sinn präsentiert mit einem Ifo-Kollegen in der nachfolgenden Studie seine These, dass die Notenbanken das Überleben der PIGS mit der Geldschein-Presse ermöglichen:
http://www.cesifo-group.de/portal/pls/portal/docs/1/1207364.PDF
http://www.cesifo-group.de/portal/pls/portal/docs/1/1207364.PDF
Schuldenkrise: EU rüstet sich für Griechen-Pleite | Politik | FTD Mobil
http://m.ftd.de/artikel/60070059.xml?v=2.0
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Sonntag
Schuldenkrise: Wer die größten Griechen-Risiken trägt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
http://m.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/a-770392.html#spRedirectedFrom=www
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US-Außenpolitik: Raus aus dem Schlamassel - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
http://m.spiegel.de/politik/ausland/a-770440.html#spRedirectedFrom=www
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Kein Regimewechsel: Südafrikas Präsident verteidigt Gaddafi - International - Politik - Handelsblatt
http://www.handelsblatt.com/politik/international/suedafrikas-praesident-verteidigt-gaddafi/4325426.html
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Unterwegs mit meinem iPhone
Umfrage: Deutsche misstrauen dem Euro massiv - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-770587.html
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Euro-Krise: Top-Ökonom hält Griechenland-Pleite für unausweichlich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-770592.html#spRedirectedFrom=www
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Plagiatsaffäre: Koch-Mehrin verlässt EU-Forschungsausschuss - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
http://m.spiegel.de/politik/deutschland/a-770584.html#spRedirectedFrom=www
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Freitag
Schachremis nach 112 Zügen
Gerade hat der Blogger die längste online Schachpartie seines Lebens gespielt. 112 Züge. Normalerweise dauern Partien 40-50 Züge. Ich hatte nur noch meinen König. Mein Gegner Springer und Läufer. Mit S+L kann man nur in der Ecke mattsetzen und nur wenn man sehr gut spielt. Und ich war auch noch mit 5 min in Zeitrückstand. Also passte ich auf "wie ein Luchs" und dopte mich mental = immer wieder vor mich hinmurmelnd: "50-Züge-Regel, 50-Züge Regel", denn wenn 50 Züge lang kein Bauer gezogen, keine Figur geschlagen und kein Schach geboten wurde, ist die Partie automatisch remis. Währenddessen lief ich immer wieder mit meinem K aus einer drohenden Ecke des Bretts zur nächsten, ohne dass mein Gegner mich festsetzen konnte. Nach jedem Zug clickte ich erwartungsfroh auf das icon "auf remis überprüfen" in der online-chess-software. Und beim 112. Zug war es dann soweit: der Blogger war im 7. Schachhimmel: Die software sagte "Remis wegen 50-Züge-Regel". Jetzt bin ich erstmal reif für ne Auszeit, die Nerven sind blank, der Adrenalinspiegel auf ungeahnten Höhen....
Donnerstag
Mittwoch
Dienstag
Ist das der Dank für unsere Rettungs-Milliarden?
Zitat aus der griechischen Zeitung ΤΟ ΒΗΜΑ:
„Der Traum, Europa zu erobern, ist in Deutschland wieder da. Das Werkzeug ist dieses Mal nicht die Wehrmacht, sondern der Euro.“
Montag
Chaos, Widersprüche, Zaudern - so verspielt man das Vertrauen in eine Währung
"Die Manöver der vergangenen Wochen haben dazu geführt, dass bei
den Bürgern und den Marktteilnehmern das Grundvertrauen in die
Lösung der Euro-Schuldenkrise bedenklich nachgelassen hat."
Peter Ehrlich im heutigen 17Uhr online-Newsupdate der FTD
den Bürgern und den Marktteilnehmern das Grundvertrauen in die
Lösung der Euro-Schuldenkrise bedenklich nachgelassen hat."
Peter Ehrlich im heutigen 17Uhr online-Newsupdate der FTD
Sonntag
Morgige SPIEGEL-Ausgabe zum Euro-Abstieg
SPIEGEL Hausmitteilung 20. Juni 2011:
Ebenso plötzlich wie erwartet ist der Euro in seine bisher schwerste Krise geraten – und nun wird er zur größten Gefahr für die Stabilität Europas. Die SPIEGEL Redakteure beschreiben, wie die Regierungen der Euro-Zone beinahe verzweifelt versuchen, „zu retten, was so nicht zu retten ist“. Das Fazit: Der Euro ist gescheitert, weil er zu unterschiedliche Volkswirtschaften aneinanderschweißt. Während in den Geberländern der Widerstand gegen immer neue Hilfszahlungen wächst, zieht es in den hochverschuldeten Südländern vor allem Jugendliche auf die Straße. Redakteur Fichtner hat beobachtet, „dass viele Jüngere Europa als bedrängende Macht ohne Gesicht erleben, die entscheidet, wer arm wird und wer reich“.
Ebenso plötzlich wie erwartet ist der Euro in seine bisher schwerste Krise geraten – und nun wird er zur größten Gefahr für die Stabilität Europas. Die SPIEGEL Redakteure beschreiben, wie die Regierungen der Euro-Zone beinahe verzweifelt versuchen, „zu retten, was so nicht zu retten ist“. Das Fazit: Der Euro ist gescheitert, weil er zu unterschiedliche Volkswirtschaften aneinanderschweißt. Während in den Geberländern der Widerstand gegen immer neue Hilfszahlungen wächst, zieht es in den hochverschuldeten Südländern vor allem Jugendliche auf die Straße. Redakteur Fichtner hat beobachtet, „dass viele Jüngere Europa als bedrängende Macht ohne Gesicht erleben, die entscheidet, wer arm wird und wer reich“.
Hellas: "Das Land schritt wohlgemut seinem Untergang entgegen"
So überschreibt Michael Martens seine Griechenland-Analyse in der FAS vom 12.6.11, Seite 2.
Der Blogger, schon allerhand gewohnt, was das hellenischen Chaos angeht, reibt sich die Augen angesichts solcher Sätze wie:
Halbgare Bemühungen Griechenlands die Euro-Stabilitätskriterien zu erfüllen
G.Alogoskoufis, Wirtschaftsfachmann der Nea Dimokratia, warnte schon 2003 in der FAZ, die (scheinbare) Haushaltskonsolidierung sei der griechischen Regierung nur über "schöpferische Buchhaltung" gelungen.
Statt die Inflation zu bekämpfen, erfand die Regierung immer raffinierte Methoden, um ihre europäischen Partner durch das Melden geschönter Defizitzahlen an die europäische Statistikbehörde Eurostat zu narrren.
Der Blogger, schon allerhand gewohnt, was das hellenischen Chaos angeht, reibt sich die Augen angesichts solcher Sätze wie:
Halbgare Bemühungen Griechenlands die Euro-Stabilitätskriterien zu erfüllen
G.Alogoskoufis, Wirtschaftsfachmann der Nea Dimokratia, warnte schon 2003 in der FAZ, die (scheinbare) Haushaltskonsolidierung sei der griechischen Regierung nur über "schöpferische Buchhaltung" gelungen.
Statt die Inflation zu bekämpfen, erfand die Regierung immer raffinierte Methoden, um ihre europäischen Partner durch das Melden geschönter Defizitzahlen an die europäische Statistikbehörde Eurostat zu narrren.
Samstag
Neues aus Absurdhellistan
Die staatliche griechische Eisenbhan fährt täglich rund 1 Million Euro Verslust ein
Freitag
Ein Bankrott Griechenlands ist keinesfalls eine Katastrophe
Ruth Berschens (Handelsblatt-Büroleiterin in Bruxelles):
"Zur Not wäre eine ungeordnete griechische Staatspleite verkraftbar"
(in ihrer heutigen HB-Kolumne zur Hellas-Krise vom 17.6., S. 11)
"Zur Not wäre eine ungeordnete griechische Staatspleite verkraftbar"
(in ihrer heutigen HB-Kolumne zur Hellas-Krise vom 17.6., S. 11)
Späte Selbsterkenntnis der Ex-Doktorin
Silvana Koch-Mehrin:
"Meine Doktorarbeit ist nicht frei von Schwächen, nicht selten ungenau, oberflächlich und manchmal geradezu fehlerhaft"
(wie gut, dass der Blogger das nicht seinem Doktor-Betreuer erzählen musste....)
"Meine Doktorarbeit ist nicht frei von Schwächen, nicht selten ungenau, oberflächlich und manchmal geradezu fehlerhaft"
(wie gut, dass der Blogger das nicht seinem Doktor-Betreuer erzählen musste....)
Donnerstag
Fwd: Greece and Europe must prepare for the worst
Anfang der weitergeleiteten E‑Mail:
Von: "FT Exclusive Comment" <FT@email.ft.com>
Datum: 16. Juni 2011 09:34:43 MESZ
An: hubluber@web.de
Betreff: Greece and Europe must prepare for the worst
Antwort an: "FT Exclusive Comment" <FT0TPCI.3299675@email.ft.com>
If this email is not displayed correctly, please click on the following link or open your browser and
paste the link into the address field: http://view.ed4.net/v/BLH300/WLPQLY/UDY1QA/0TPCI/
FT Exclusive Comment
Thursday June 16 2011
Breaking News
Greece and Europe must prepare for the worst Greek Prime Minister George Papandreou is out of ammunition. The embattled leader has been gradually losing control of his socialist party for some time, but the trend has sharply accelerated this week, as larger and angrier crowds take to the streets.
He now plans to form a new government, but hopes that he can win passage in coming weeks for a new fiscal plan — needed to ensure the next European Union / International Monetary Fund loan tranche, and any future bailout package — are all but dashed. European leaders need to think about what to do next, and quickly.
http://link.ft.com/r/BLH300/AMZNH4/EM2IT/726WMF/JIKM3Z/E4/h?a1=2011&a2=6&a3=16
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Fwd: Griechenland schlittert in die Demokratiekrise - der Volkszorn regiert
Von: "Handelsblatt - MorningBriefing" <Handelsblatt-MorningBriefing@kompakt.handelsblatt-service.com>
Datum: 16. Juni 2011 08:58:18 MESZ
An: hubluber@web.de
Betreff: Griechenland schlittert in die Demokratiekrise - der Volkszorn regiert
Antwort an: Handelsblatt-MorningBriefing@kompakt.handelsblatt-service.com
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DONNERSTAG, 16. JUNI 2011
Guten Morgen Herr Dr. Luber,
Griechenland erlebt dramatische Tage. Die Regierung Papandreou steht vor dem Aus, nachdem auch gestern wieder das Volk geradezu allergisch auf die Sparpläne reagierte. Die Bilder des Tages zeigten brennende Nationalflaggen, generalstreikende Arbeiter und Journalisten im Nachrichtenboykott. Der gesellschaftliche Konsens im Lande, der zunächst eine Politik der Strenge befürwortete, ist zerbrochen. Unsere Titelgeschichte "Der Volkszorn regiert" schildert ein Land, das von der Schulden- in die Demokratiekrise schlittert. Rudolf Augsteins Erkenntnis klingt aktueller denn je: Es kommt nicht so sehr darauf an, dass Demokratie funktioniert, sondern dass sie von der Bevölkerung als funktionierend empfunden wird.
Nach Karl-Theodor zu Guttenberg wird nun auch der FDP-Politikerin Silvana Koch-Mehrin der Doktortitel aberkannt. Das vom Heidelberger Promotionsausschuss in Augenschein genommene Material belege, so der Abschlussbericht, dass sich auf rund 80 Textseiten der Dissertation über 120 Stellen fanden, die als Plagiate einzuordnen seien. Diese stammten aus über 30 verschiedenen Publikationen. Die politischen Eliten verstehen sich offenbar immer öfter als Abschreibungsgesellschaft der besonderen Art.
Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.
Herzlichst Ihr
Gabor Steingart
Chefredakteur
Der Volkszorn regiert
Aus der Schuldenkrise ist eine Vertrauenskrise der Demokratie geworden: Der von Weltwährungsfonds, Europäischer Zentralbank und griechischer Regierung vertretene rigide Sparkurs hat den Rückhalt im Volk verloren. Kippt Griechenlands Demokratie?
Streit um Bankenabgabe
Bund und Länder können sich im Streit um die Bankenabgabe nicht einigen. Das Bundesfinanzministerium hat verfassungsrechtliche Bedenken gegen Pläne des Bundesrats.
Haushaltskommissar will mehr Geld
EU-Haushaltskommissar Janusz Lewandowski fordert eine Erhöhung des EU-Budgets für die Jahre 2013 bis 2014. Damit wendet er sich gegen Forderungen großer Nettozahler wie Deutschland, Großbritannien und Frankreich, die das Budget einfrieren wollen.
"Eine Quote schießt über das Ziel hinaus"
Die IBM-Deutschland-Chefin Martina Koederitz spricht im Interview über die Frauenquote, ihre Unternehmensstrategie und den Ruf der deutschen IBM als Sorgenkind im Konzern.
"Sponsoring ist fast wie eine Ehe"
Allianz-Vorstand Bernd Heinemann erklärt im Interview die Werbeoffensive seines Konzerns im Rahmen des Großereignisses Frauenfußball-WM.
Stoppt die Stromfresser!
ABB-Vorstandschef Joe Hogan fordert ein ausgeprägteres Bewusstsein für
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Griechische Opposition will Papandreou loswerden
Griechenlands Premier Papandreou gerät wegen seines radikalen Reformkurses immer stärker unter Druck. Eine Regierungsumbildung soll nun das Schlimmste verhindern. Doch die Opposition gibt sich damit nicht zufrieden.
USA und Griechenland zerren den Dax weiter nach unten
Für die Entwicklung des Dax sind derzeit kaum noch deutsche Themen relevant: Auch heute werden die Konjunktursorgen in den USA und Griechenlands Schulden den Werten im deutschen Leitindex das Leben schwer machen.
Was erwartet Heidelberger Druck vom laufenden Jahr?
Der angeschlagene Druckkonzern berichtet über Details des zurückliegenden Geschäftsjahres. Dem mittelfristigen Umsatzziel von mehr als drei Milliarden Euro wolle sich das Unternehmen im laufenden und kommenden Geschäftsjahr schrittweise nähern, teilte Heidelberger Druck heute Morgen mit. Vorläufigen Zahlen zufolge hat Heidelberger Druck 2010 nach tiefroten Zahlen im Vorjahr ein ausgeglichenes operatives Ergebnis erzielt. Nach massiven Einsparungen sieht er das Unternehmen von etwa drei Milliarden Euro Umsatz an wieder profitabel. Zuletzt war der Umsatz auf 2,6 Milliarden Euro eingebrochen.
Innenminister Friedrich eröffnet Cyber-Abwehrzentrum
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) wird das Nationale Cyber-Abwehrzentrum in Bonn offiziell eröffnen. Die Einrichtung soll die Zusammenarbeit staatlicher Stellen im Kampf gegen Bedrohungen aus dem Internet verbessern. Das Zentrum hat seine Arbeit schon Anfang April aufgenommen.
Britischer Einzelhandel wächst langsamer
Heute werden in London Daten zur Entwicklung des Einzelhandels in Großbritannien im Mai veröffentlicht. Analysten gehen davon aus, dass sich der Zuwachs der Umsätze der Branche im Mai mit 1,8 Prozent im Jahresvergleich abgeschwächt hat. Im April hatten die Erlöse noch 2,7 Prozent über denen des entsprechenden Vorjahresmonats gelegen.
Inflation in der Euro-Zone verharrt auf hohem Niveau
Nach Einschätzung von Experten werden die Verbraucherpreise in der Euro-Zone auch nach endgültigen Berechnungen im Mai im Vergleich zum Vorjahr 2,7 Prozent höher ausgefallen sein. Im April hatte die Inflationsrate ebenfalls 2,7 Prozent betragen. Preistreiber sind nach wie vor Energie und Lebensmittel. Rechnet man diese Warengruppen heraus, dürfte die Rate mit 1,6 Prozent sogar leicht unter der vom April (1,8%) liegen.
EU-Minister beraten über Wettbewerb im Bahnverkehr
Die Europäische Union will den Bahnfernverkehr für den Wettbewerb öffnen. Das wollen die EU-Verkehrsminister bei ihrem Treffen heute in Luxemburg beschließen. Ziel ist es, den Kunden schnellere und pünktlichere Züge zu bescheren. So sollen nationale Bahnunternehmen Konkurrenten Zugang zu ihrem Schienennetz gewähren. Das Europaparlament muss allerdings noch zustimmen.
HP zieht gegen Oracle vor Gericht
Der Computerkonzern Hewlett-Packard und der Softwarehersteller Oracle waren einmal die besten Freunde. Jetzt zieht HP gegen Oracle vor Gericht. Stein des Anstoßes ist ein Prozessor, den Oracle als veraltet ansieht.
Politiker setzen sich einen Termin
Seit Monaten ringen Demokraten und Republikaner in den USA um eine Einigung, die eine Anhebung der Schuldengrenze ermöglicht. Doch das Tauziehen soll bald ein Ende haben.
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