Dienstag

Die (westliche) Feigheit vor der syrischen Diktatur

"Assad macht, was Gaddafi nicht darf" titel süffisant die heutige FTD angesichts des beschämenden Schweigens der Nato gegenüber dem Gewaltregime in Damaskus. Syriens Diktator droht keine westliche Intervention wie in Libyen. Die Furcht vor dessen Einfluss in der Region ist zu groß.



FTD 3.5.11, S. 13

Kein offizieller Haircut? Lieber geht Hellas heimlich zum Frisör

Griechenland verweigert sich weiter einem Haircut sondern verlangt eine weitere Zinssenkung bei den Rettungskrediten
der Euro-Länder und eine erneute Verschiebung der Rückzahlung.

Trotz der drastischen EU-Bedingungen für die Sanierung des Landes stieg die Gesamtverschuldung im vergangenen
Jahr auf 142,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts
– Rekord im Euro-Raum. Bis 2013 wird der Schuldenstand
auf rund 160 Prozent klettern.

Der Vorschlag des griechischen Finanzministern für eine erneute Zinssenkung stößt auf Skepsis im Kreis der anderen
Euro-Länder. „Griechenland braucht Solidarität. Diese Solidarität darf aber nicht überstrapaziert werden“, warnte der CSU-Europaabgeordnete Markus Ferber. 

Eine deutliche Zinssenkung könnte auch dazu führen, dass Deutschland die Griechen-Kredite von Ländern wie Spanien subventionieren müsste, die selbst höhere Zinsen zahlen. Wegen der horrenden Renditen griechischer Staatsanleihen
von über 20 ist es immer unwahrscheinlicher, ob Griechenland wie geplant ab 2012 einen Teil seiner längerfristigen Anleihen wieder am Markt und
außerhalb des Rettungsschirms platzieren kann. 

Und noch immer liegen Griechenlands Steuereinnahmen
trotz neuer Gesetze unter dem EU-Durchschnitt und tragen so zu den Finanzproblemen bei. 

Referenz: Artikel von Peter Ehrlich in der heutigen FTD.

Pakistan: Ein US-Verbündeter besonderer Art

FTD 3.5.11

Pakistan: Ein vom Westen gesponserter Schurkenstaat

Pakistan: Das westliche Dilemma | FTD.de

Montag

Jetzt gehts den Rüstungkonzernen und den Garnisonen in Bayern an den Kragen

CSU-Chef Seehofer: Mehr Geld für Bundeswehrreform - Deutschland - Politik - Handelsblatt

Hellas im Schraubstock der Banken und Gläubiger

Spätestens seit dem bemerkenswerten Interview des EFSF-Chefs, Klaus Regling, im HB von heute kann auch kein/e noch so gutwillige/r Philhellene/in mehr sagen, sie/er habe nicht gewussst, was rund um die Griechenland-Pleite abgeht.


Alle Beteiligten treiben das Land in den endgültigen Ruin: 

  • Die Gewerkschaften weil sie der Bevölkerung in höchst verantwortungsloser Weise suggerieren, man könne weiter einfach so in Saus und Braus leben.
  • Die Banken, weil sie sich jetzt schon genüsslich ausrechnen, wieviel sie an einem griechischen Haircut verdienen werden, und wie sie dann die Gehälter und Boni ihrer Chefs noch weiter steigern können.
  • Die PolitikerInnen in Athen, Berlin, Paris und Bruxelles, die sich immer noch im finsteren griechischen Pleitewald Mut reinzupfeifen versuchen, statt der Bevölkerung endlich reinen Rezina einzuschenken und schleunigst mit dem Schuldenschnitt zu beginnen. 

Jeden Tag, wo die Griechen nicht zum Frisör gehen - das sagen die Experten aus guter Erfahrung - macht alles für dieses Land und die übrigen PIGS, die hinter Hellas auch schon in der Bankrottschlange stehen nur noch schlimmer, von den dann nutzlos verschleuderten sog. "Rettungs"-Milliarden aus Nordeuropa ganz zu schweigen.
Aber was realitätsverweigernde PolitikerInnen erfolglos versuchen, noch weiter auf die lange Bank zu schieben, werden ihnen die die GläubigerInnen schon bald beibringen: Nicht nur wer zu spät sondern auch wer unseriös handelt, den bestraft über kurz oder lang der Markt. 

Krieg gegen Gaddafi: Gegen das Völkerrecht und gegen die Zivilisten

Krieg gegen Libyen: Die falsche Logik der Nato | FTD.de

Nächste Atom-Katastrophe in Japan?

Katastrophe in Japan: Behörden befürchten Störfall in weiterem AKW | FTD.de

Zweites Blog-Audit mit noch besserem Ergebnis

Nach dem ersten Audit des Unbequemen Blogs mit bereits erfreulichem Ergebnis hat der Blogger weitere Verbesserungen vorgenommen. Mit gutem Erfolg: Ein neues Blog-Audit ergab heute eine overall performance von jetzt 88 Evaluationspunkten von 100 möglichen. Die Erfassung des Unbequemen Blogs in den einschlägigen Suchmaschinen liegt jetzt sogar auf dem höchsten Audit-Level A. Und die Blog-Posts öffen sich im Durchschnitt nach nur einer halben Sekunde. Also gerade richtig für die/den 40.000 Blog-LeserIn, die/der in den nächsten Tagen den Blog lesen wird! Und das Ranking unter den 200 meistgelesen Blogs auf den Deutschland-Charts bleibt.

Werbung für die Bundeswehr? Genauso wie für Schokolade!


"Bekanntlich hat die Bundeswehr durch das übereilte Einstellen der Wehrpflicht und Mangels rechtzeitig entwickelter, funktionierender Rekrutierungskonzepte bereits jetzt schon erkennbar Personalprobleme beim Nachwuchs. Jetzt schlägt die Außenkommunikation bei einigen durch die Bundeswehr beauftragten Marketingunternehmen höchst befremdliche Kapriolen. Da werden allen Ernstes Soldaten mit Schokolade verglichen.
Petra Gnauert, CEO der von der Bundeswehr beauftragten Full-Service Mediaagentur Zenithmedia, lässt sich zu folgender Feststellung bezüglich der heutigen Risiken von Soldaten herab:
.“Wenn Sie ‘nen Schokoriegel bewerben, dann sagt Ihnen auch keiner, dass Sie davon fett werden können.”
So einfach ist das also mit unserem Soldaten-Recruiting: Schokoriegel: Fett geworden? Naja, dumm gelaufen! Soldat – angeschossen oder Tod? Auch dumm gelaufen." 

(aus einem Artikel von Ralf Zielonka auf 

Wer hat Gaddafi aufgerüstet? Der Westen!

Ungemachte Hausaufgaben | Verteidigungspolitik und Sicherheitspoltik - geopowers.com

Kongress: Jenseits des Wachstums

Jenseits-des-Wachstums.de - Aktuell - Ökologische Gerechtigkeit. Soziale Rechte. Gutes Leben. Ein Kongress von Attac Deutschland. -

Tapferer Rehn - was soll er auch anderes sagen...?

Griechenland: EU-Kommissar Rehn schließt eine Umschuldung klar aus - International - Politik - Handelsblatt

Hellas sprengt alle Rekorde

Renditenhöchststände für Griechenland:


Vergangenen Freitag kletterten die Renditen für zweijährige Anleihen auf über 26 Prozent, für zehnjährige auf 16 Prozent. Das sind beides absolute Höchstwerte seit dem Beginn des Euro überhaupt. Im April haben sich die Renditen für zweijährige Hellas-Anleihen um 10 Prozent erhöht.

Hellas: Der Weg nach unten



Quelle: HB, 2.5.11, S. 6
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Die Pleite-Zahlen von Hellas

FT.com 1.5.11

Wie Griechenland von seinen Schulden runterkommt? Endlich abrüsten!

Gerd Höhlers Kommentar im Handelsblatt am 2.5.11 auf Seite 7 blendet leider wesentliche Punkte der griechischen Pleite aus:


Dass Hellas jetzt vor dem finanziellen Kollaps steht, ist doch kein schicksalhaftes Naturereignis, das vom Himmel fiel (entgegen Höhlers Kommentar am 19.4. in der Zeitung "Die Harke"), sondern ist das Ergebnis eines jahrzehntelangen Wirtschafts-Mißmanagement, bei dem Korruption der gesellschaftliche Kitt ist, Steuerbetrug der beliebteste Volksport und mittels der abwegigen Euro-Einführung völlig überhitzte unseriöse Immobilienspekulationen in Gang gesetzt wurden. Griechenland hat sich den Beitritt zur Euro-Zone mit eklatanten Statistik-Betrügereien und Zahlen-Manipulationen illegal ergaunert, und das alles mit ausdrücklicher Genehmigung der politischen Eliten in Berlin, Paris und Bruxelles. 


Angesichts eines solchen unsolidarischen Verhaltens nun nach immer mehr Milliarden von Geldtransfers in dieses griechische Faß ohne Boden zu rufen, ist absurd. Erstmal soll Griechenland selber zeigen, dass es mit seiner Staatssanierung ernst macht und z.B. bei seinem aberwitzigen Militarismus abspecken. Dieses Land leistet sich auch noch inmitten seines finanziellen Ruins einen riesigen aufgeblähten Militärhaushalt und eine Mega-Armee wie kein anderes Land Europas und tut damit so, als ob morgen der Dritte Weltkrieg bevor stünde. 


Vor so viel Ignoranz und Realitätsblindheit fasst man sich an den Kopf. Kein Wunder dass nicht nur in Finnland, sondern auch in Deutschland immer weniger Leute motiviert sind, mit gutem Geld die Mißstände eines solchen Landes weiter zu verfestigen. Wenn Hellas die Hälfte seiner Rüstungsausgaben in die Sanierung seiner maroden Staatsfinanzen stecken würde und zwei Drittel seiner sinnlos herumexerzierender Soldaten zum Jobben ins Ausland schicken würde, könnte es beweisen, dass es wirklich ernst machen will mit dem Sparen, statt auf der Tasche anderer Länder zu liegen. Warum üben Merkel, Schäuble und Co. da nicht entsprechenden Druck auf Athen aus?

Hellas: Der Pleite entgegen

FT.com / Comment / Analysis - Greece: Hard to hold the line

Sonntag

Hellas: Gewerkschaftler wollen nicht sparen und der MP nicht zum Haicut

Die Befürchtungen wachse, dass sich die griechische Bevölkerung den harten Sparmaßnahmen verweigert. Zahlreiche Griechen nutzen den heutigen Maifeiertag zu Demonstrationen gegen die sozialistische Regierung. In Athen gingen rund 7000 Menschen auf die Straßen. Auch in der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki und in des westgriechischen Hafenstadt Patras und auf Kreta gingen mehrere tausend Menschen auf die Straße.

Die beiden größten Gewerkschaftsverbände des Landes GSEE - privater Sektor - und ADEDY - staatlicher Bereich - haben für den 11. Mai landesweite Streiks angekündigt.
Um das Land vor dem Bankrott zu retten, musste die Regierung in Athen harte Sparmaßnahmen einführen. Viele Staatsbediensteten verloren nach Angaben ihrer Gewerkschaft mehr als 20 Prozent ihres Einkommens. Die Arbeitslosigkeit stieg innerhalb von 16 Monaten von 11,3 auf 15,1 Prozent.  
Der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou hat die immer neuen Gerüchte über eine bevorstehende Umschuldung wieder einmal  zurückgewiesen. Er wies auch Gerüchte über eine mögliche Regierungsumbildung oder sogar vorgezogene Parlamentswahlen in Griechenland zurück.
(Referenz: HB online 1.5.11)

Hellas-Haircut: So wird er aussehen

Die griechische Regierung erklärt sich für zahlungsunfähig und handelt mit ihren Gläubigern einen Forderungsverzicht (Haircut) aus. Für die Geldgeber kann das sehr teuer werden: Bei den vom Internationalen Währungsfonds (IWF) untersuchten Staatspleiten zwischen 1998 und 2005 musste sie zwischen 13 Prozent (Uruguay) und 73 Prozent (Argentinien) ihres Investments abschreiben. Griechenland könnte seine Schuldenlast von mehr als 340 Milliarden Euro auf diese Weise zwar mit einem Schlag deutlich reduzieren, würde aber seine Kreditwürdigkeit am Finanzmarkt auf Jahre verspielen und sich den Zugang zu frischem Geld verbauen. Auch andere Sorgenkinder wie Irland und Portugal würden dann noch größere Probleme haben, sich neues Geld am Markt zu leihen. Ein weiteres Problem: Die Gläubiger sind vor allem Banken aus Griechenland und anderen Euro-Ländern, denen milliardenschwere Verluste drohten, was wiederum eine neue Finanzkrise auslösen könnte.


(laut Handelsblatt online 1.5.11)

Banken sind die Profiteure beim Hellas-Bankrott

Chef des Euro-Rettungsfonds: „Banken wollen von Umschuldung Griechenlands profitieren“ - International - Politik - Handelsblatt

Samstag

Unter Zeitnot im Bauernendspiel doch noch zum Sieg

Der schwarze Gegner des Unbequemen Bloggers hatte wohl gehofft, dass dieser - am Zug und in schlimmer Zeitnot  - schnell den schwarzen Bauer nehmen würde. Aber was tat Weiß stattdessen? (unten die Notation und ein Kurzkommentar).





57. K e4-f5: Erst heute morgen sah der Blogger, was ihm gestern abend unter großer Zeitnot zu riskant schien: dass auch das Schlagen des e-Bauern zum Gewinn führt, weil der weiße König die 6. Reihe besetzen kann. 

59. K f6-f7: Das kann sich der Blogger nur erlauben, weil der schwarze Bauer das Patt verhindert und dieser zu weit vom Verwandlungsfeld ist. 

60. g6-g7: den schwarzen Bauern zu schlagen ist natürlich tabu wegen patt!

Mit der Verwandlung des g-Bauern ist die Partie entschieden. Das Matt erreichte der Blogger mit nur noch 30 Sekunden Restzeit...

EU-Verschwendung

Entwicklungshilfe: EU pumpt Hunderte Millionen in wohlhabende Türkei - Nachrichten Politik - Ausland - WELT ONLINE

Kippt die FDP den Euro?

Fraktionsvize Koppelin: Euro-Rettungsschirm hat immer mehr Gegner in der FDP - Deutschland - Politik - Handelsblatt

Donnerstag

Griechenland vor dem Haircut / was ist mit Spanien los?

Politiker und Notenbanker überbieten sich in Durchhalteparolen. Aber die Investoren haben Athen längst aufgegeben. Die Rendite zweijährige griechische Anleihen stieg gestern auf mehr als 25 Prozent. Damit ist die für Anfang 2012 geplante Rückkehr Griechenlands an den Kapitalmarkt undenkbar. „Es gibt für griechische  Staatspapiere keine Nachfrage mehr“, sagte ein Analyst. Da helfen auch die Treueschwüre der PolitikerInnen nicht mehr. Der Markt rechnet fest mit einer Umstrukturierung. Viel spannender ist die Frage ob das grösste der PIGS, Spanien, sich dem Sog der Schuldenkrise entziehen kann.

Referenz: Artikel von Heinz-Roger Dohms, Frankfurt, in der heutigen FTD.

Finanzen, Globalisierung, Nachhaltigkeit

Neuerscheinung: Ein globales Finanzsystem im Dienst nachhaltiger Entwicklung

Welchen Einfluss haben europäische und globale Finanzreformen auf Entwicklungsländer?

  

Ein globales Finanzsystem im Dienst nachhaltiger EntwicklungDie weltweite Debatte über Finanzreformen ist nach wie vor aktuell. Zwar wurden in der Europäischen Union (EU) mittlerweile einige Reformen umgesetzt. Häufig handelt es sich jedoch nur um halbherzige Maßnahmen, die keinen angemessenen Schutz vor zukünftigen Finanzmarktturbulenzen bieten. Dabei sollten die EU-Finanzmarktreformen eigentlich zu einer nachhaltigen globalen Entwicklung beitragen. Die Reformen betreffen nämlich nicht nur die EU, sondern haben auch starken Einfluss auf Entwicklungsländer. Die nun auch auf deutsch erschienene Broschüre führt in diese Debatte ein.

Bestellung

·        Die Broschüre (deutsch und englisch) kann gegen eine Schutzgebühr von 2,- € (1,50 € für Mitglieder) bestellt werden per E-mail an weed@weed-online.orgoder direkt hier.
·        Die Studie steht zum kostenlosen Download aufenglisch und deutsch zur Verfügung.

Downgrade für Japan?

Drohende Absenkung: Japans Rating in Gefahr | FTD.de

Euro-Krise: Was der Bundestag jetzt tun muss

Kolumne: Wolfgang Münchau - Nur ein Nein rettet den Euro | FTD.de

Koalitionspläne in Baden-Württemberg

aus dem HB Morning Briefing vom DONNERSTAG, 28. APRIL 2011


nun liegt er also vor, der erste Vertrag einer Koalition unter grüner Führung, in dem sich die Zeitenwende im CDU-Stammland Baden-Württemberg manifestiert und sich ein neuer politischer Kurs ablesen lässt: Die Steuern werden erhöht, über das hochumstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 wird neu verhandelt, die Studiengebühren werden gestrichen und das Schulsystem in Frage gestellt. Vor allem den letzten Punkt sehen konservative und liberale Kreise des Landes und in der Wirtschaft als hochproblematisch an. Denn die neue Regierung will das dreigliedrige Schulsystem zugunsten einer Einheitsschule aufheben und könnte so das Gymnasium zum Auslaufmodell machen. Unsere heutige Titelgeschichte "Aufbruch in den Abbruch" beschreibt die Folgen der neuen Stuttgarter Bildungspolitik.


Hellas Zinsen auf 27%

aus dem Eurointelligence Daily Briefing von heute

  • Greek two-year yields rise to 27%, as market participants are speculating on a large enforced haircut before 2013;
  • Portuguese media report on a delay for Portugal’s deficit goals under the rescue package;
  • Klaus Regling criticises EU cacophony, and says Commission did not enough to warn about unsustainable development in Ireland;
  • Elena Salgado urges Spanish autonomous regions to stick to their deficit targets;
  • the Flemish separatists, previously staunchly pro-European, have discovered the electoral benefits of EU bashing;
  • Belgian bonds spreads, meanwhile, are quietly rising again, as the country’s has been without a government for one year.

US planen Reduzierung der Militärausgaben

FT.com / US / Politics & Foreign policy - Reshuffle heralds big US defence cuts

Euro-Krise nicht mehr unter Kontrolle

Staatsverschuldung: Euro-Krise entgleitet Politikern | FTD.de

Mittwoch

aus HB 27.4.11, S. 14

Hellas muss zum Frisör!

FT.com / Capital Markets - Greek debt yields soar on deficit fear

Euro-Krise außer Kontrolle - Spanien als nächster Pleitekandidat?

Während Griechenlands Zahlungsausfall nur noch eine Frage der Zeit scheint, focussieren die Finanzinvestoren jetzt auf Spanien, das für seine neue Emission Rekordzinsen zahlen musste. Sie mißtrauen den hilflosen Rettungsversuchen der EU: Seit dem Schuldengipfel
steigen die Risikoaufschläge für Anleihen der PIGS unaufhaltsam. 


Die Gesamtverschuldung Griechenlands wiederum lag Ende 2010 bei 143 Prozent des BIPs – so hoch wie in keinem anderen EU-Land. Der deutsche Ökonom Lars Feld, Berater von Kanzlerin Angela sagte gestern, die Restrukturierung der griechischen Schulden sei unvermeidbar. Die EZB, die griechische Papiere in Milliardenhöhe hält, warnt hingegen vor einer Schuldenrestrukturierung. 


An den Märkten erreichten die Renditen für griechische, irische und portugiesische Staatsanleihen gestern neue Rekordstände. Eine Umschuldung ist also längst eingepreist.


Als größere Gefahr für die Euro- Zone gilt allerdings Spanien, dessen Rettung den EFSF-Fonds überfordern würde. 


Referenz: FTD-Artikel von Heinz-Roger Dohms, Frankfurt,
und Mark Schrörs, Brüssel am 27.4.11, Seite 15




Hellas: wo soll das noch enden?

FTD 27.4.11, Seite 15