Man ist jung,
solange man sich
für das Schöne
begeistern kann
und nicht zulässt,
dass es
vom Nützlichen
erdrückt wird.
solange man sich
für das Schöne
begeistern kann
und nicht zulässt,
dass es
vom Nützlichen
erdrückt wird.
Jean Paul
| Brandon Hollinger |
| Blick ins konvertierte Auto |
| reimann-blog.ch |
| Bildquelle: zimbio.com |
| Initiator Tahir Chaudhry http://www.tahirchaudhry.de/index.html |
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Rezension von Winfried Stantzik
Nach den bisher drei sehr erfolgreichen Bänden "Briefe bewegen die Welt", von denen mich insbesondere der dritte über "Politik und Geschichte" fasziniert hat, legt der relativ unsportlich daherkommende Intellektuelle und Literaturkritiker Hellmuth Karasek einen vierten Band vor, in dem es um "Triumphe und Tragödien des Sports" geht.Von einem Brief des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn an Ernst Moritz Arndt aus dem Jahr 1811 bis hin zu dem Brief der Bundeskanzlerin Angela Merkel an den Formel 1 Weltmeister Sebastian Vettel aus dem Jahr 2011 spannt sich ein Bogen von 200 Jahren. Zwei ganz kurze Texte haben mich erinnert an große Fußballereignisse. Da ist zum einen der Brief Franz Josefs Wagners in der BILD an Franz Beckenbauer während der Heim-WM 2006, in dem er schreibt: "Franz Beckenbauer liebt den Ball wie eine Frau. Klinsmann liebt den Ball wie ein Vorstandsvorsitzender." Und da ist der legendäre Elfmeterzettel, den der Torwarttrainer der Nationalmannschaft, Andreas Köpke, auf dem Briefpapier des Schlosshotels im Grunewald vor dem Elfmeterschießen im WM-Viertelfinale gegen Argentinien seinem Torwart Jens Lehmann zusteckte, ein Zettel, um den sich im Anschluss ein Mythos rankte. Alles in allem ist dieser Band nicht so historisch aufschlussreich wie sein Vorgänger, aber für Freunde des Sports ist es ein schönes Geschenk. | |||||||||||||||
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* In Afrika (1993) * An den inneren Ufern Indiens (2003 * Zu den heiligen Quellen des Islam (2004) In seinem im April 2011 zu dieser Ausgabe verfassten Nachwort schreibt Trojanow Gedanken zum Reisen, Unterwegssein und Erfahren auf, die den meisten Menschen heute verloren gegangen sind. Die Lektüre dieser Reiseerzählungen kann ihnen vielleicht helfen, eine Ahnung davon zu bekommen, wie das Fremde nichts mehr etwas Bedrohliches darstellt, sondern eine Versuchung, die das eigene Leben bereichert: "Unsere Vorstellungen von Rast und Unrast werden bestimmt vom metaphysischen Konzept des Homo viator, des reisenden Menschen, der vom Hier zum Dort, vom Eigenen zur Fremde unterwegs ist. Der Homo viator kommt eigentlich nie wirklich an, er kehrt zurück und plant schon die nächste Reise, während er noch den Koffer der letzten Reise entleert. Für ihn ist jeder Aufbruch ein Ausbruch aus dem Gefängnis des Alltags, ein Verlassen des eingeschlagenen Lebenswegs. Die Geschichten, die er aus der Fremde mitbringt, sind seiner Wahrnehmung geschuldet. Auch wenn er anderen zugehört hat, er hat die fremden Erzählungen ungenau in seine individuelle Sprache übersetzt. Wenn er abseits der abgetretenen Pfade unterwegs war, hat er eine Ahnung von den alternativen Versionen der Geschichte gewonnen. Der Reisende ist ein gesegneter Narr und daher zu Recht unsterblich versinnbildlicht von Don Quixote - selbst wenn seine Lanze das Ziel verfehlt, trifft ihr Schatten mitten ins Herz." Erzählungen sind das, die den Leser gefangen nehmen und ihn entführen in eine Welt, in die er sonst nie kommen würde. Sie lassen das Fremde erscheinen als einen bisher unentdeckten Teil des Selbst. Sie sind nicht nur unterhaltsame und lehrreiche Lektüre, sie verändern die Wahrnehmung auch des Eigenen, Nahen und Bekannten. | ||||||||||
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Rezension von Winfried Stanzik
Frösche haben es nicht leicht. Unter der Schar der Tiere sind sie nicht gerade die Schönsten. Im Vergleich zum glänzenden Fell eines Fuchses oder dem strahlenden Schimmern eines Schmetterlings schneiden sie schlecht ab. Sie sind nur schwabbelig und glitschig. Aber sie können singen, besonders schön im Chor. Und so ist es das erklärte Ziel aller jungen Frösche, irgendwann einmal im Chor der Frösche mitsingen zu dürfen.
Die beiden Freundinnen Berta und die kleine Lucie müssen eines Tages beim strengen Chorleiter Ludwig vorsingen. Lucie fällt durch, weil sie noch zu klein ist, und Berta singt einfach schrecklich. Während Lucie am Boden zerstört ist, findet Berta das weniger schlimm, und fängt an, für Lucie leckere Sachen zu kochen um sie damit aufzumuntern, Denn eigentlich ist ihr großer Traum, einmal Köchin zu werden. Durch den Trost Bertas wieder mit Selbstbewusstsein gestärkt, hat Lucie eine geniale Idee. Im großen Maul von Berta versteckt, für alle anderen unsichtbar, geht Lucie mit Berta erneut zum Vorsingen und alle sind hingerissen von den großen Fortschritten, die Berta gemacht hat. Berta ist es etwas peinlich, wie ihre Eltern sie loben, doch niemand hat den Trick bemerkt und so sind beide Freundinnen guter Dinge. Bis zum Tag des Prinzenhochzeit, bei der der Chor singen soll. Als Berta nicht auftaucht, macht sich Lucie voller Sorgen auf die Suche und findet ihre Freundin in der Küche beim Kochen. Auf die vorwurfsvolle Frage, Lucies, wo sie denn bleibe, antwortet Berta: "Ich hab`s satt. Alle bewundern Deine schöne Stimme! Und wenn du einmal groß bist, wirst du mich nicht mehr brauchen. Was soll dann aus mir werden? Ich will Köchin sein und sonst nichts!" Nachdem herauskommt, dass Chorleiter Ludwig alles mit angehört hat, finden sie miteinander für die Prinzenhochzeit eine Lösung, die allen gerecht wird. Berta darf kochen und Lucie darf singen. Ein schönes Bilderbuch über die unterschiedlichen Talente. Und eine Ermutigung, zu seinen Wünschen zu stehen und sie nicht gering zu achten. | ||||||||||||||||