Donnerstag
Mittwoch
Dienstag
Rettendes Remis
Der drohenden Niederlage ins Auge sehend rettete sich der Blogger (in Weiß) doch noch zu guter Letzt in ein Remis durch Ewiges Schach (Zugwiederholung)
Lustiges Mattbild
Kurz bevor der Blogger (in Schwarz) aufgeben wollte, verschenkte sein Gegner (in Weiß) doch noch den greifbaren Sieg...
Montag
Mittwoch
Dienstag
Friedliches Dorf mitten im Krieg
Im Rundbrief 1/2011 von Peace Brigades International berichtet Knut Henkel auf den Seiten 8 und 9 von dem erfolgreichen Engangement eines Dorfes in Kolumbien sich mit internationaler NGO-Unterstützung dem dortigen Bürgerkrieg zu entziehen und sich durch ökologischen Bananananbau eine wirtschaftliche Existenzgrundlage zu schaffen.
Mittwoch
425 plans for orderly exit from the eurozone
425 economists submit plans for orderly exit from the eurozone
In an attempt to win the £250000 of the „Wolfson Economics Prize“, 425 economists from all over the world submitted long and detailed plans for the orderly exit of a eurozone member, Financial Times Deutschalnd and Frankfurter Allgemeine Zeitung say. A jury composed of five economists –Charles Goodhart, Francesco Giavazzi and Manfred Neumann, Derek Scott, and Jean-Jacques Rosa - has selected five finalists of which the winner will be announced on July 5. The prize’s sponsor Lord Wolfson, a member of the Conservative party and head of UK clothing retailer Next, said he wanted to make sure that the likely exit of a euro member would happen in an orderly and structured way without causing any panic on the financial markets. The youngest participant is a 10 year old boy from the Netherlands.
(Quelle: Eurointelligence News Briefing von heute)
Gesprächskreis Anonyme Insolvenzler
Diese Gesprächskreis bringt Menschen zusammen, die sich vor oder in einem Insolvenzverfahren befinden, damit sie ihre Problem mit anderen besprechen können.
hier der link für mehr Informationen
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Dienstag
Montag
Der Euro ist nicht unser Schicksal
argumentiert Handelsblatt-Kolumnist Frank Wiebe auf Seite 12 des HB vom 28.12.2011:
"Die Europäer haben auch vor dem Euro friedlich zusammengelebt, und Deutschland war auch ohne Euro wettbewerbsfähig, ebenso wie heute noch zum Beispiel die skandinavischen Staaten."
"Die Europäer haben auch vor dem Euro friedlich zusammengelebt, und Deutschland war auch ohne Euro wettbewerbsfähig, ebenso wie heute noch zum Beispiel die skandinavischen Staaten."
Samstag
Waffenschmuggel - Deutsche Schiffe vorn
Jeder fünfte internationale Waffenschmuggel wird über deutsche Schiffe abgewickelt. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri. Dessen Wissenschafter Griffiths und Jenks haben 2500 Schmuggelfälle in den beiden Jahrzehnten 1991 bis 2011 ausgewertet. Damit hält Deutschland einen traurigen internationalen Spitzenplatz, weit vor Griechenland und den USA.
Da die Schiffscontainer versiegelt sind und die Zoll- und Hafen-Kontrollen sehr lasch, bereitet das Mischen von Waffen und Drogen mit legalen Handelsgütern wenig Mühe. Deshalb fordern die Wissenschaftler, dass die westlichen Staaten sich nicht einseitig auf die Piraterie-Bekämpfung konzentrieren sollen, sondern sich mit härteren Kontrollen und besserem Informationaustausch zwischen Hafen- und Zollbehörden auch auf dieses "schmutzige Loch im Welthandel" konzentrieren.
(Artikel im Handelsblatt, S. 19, 31.1.2012)
Da die Schiffscontainer versiegelt sind und die Zoll- und Hafen-Kontrollen sehr lasch, bereitet das Mischen von Waffen und Drogen mit legalen Handelsgütern wenig Mühe. Deshalb fordern die Wissenschaftler, dass die westlichen Staaten sich nicht einseitig auf die Piraterie-Bekämpfung konzentrieren sollen, sondern sich mit härteren Kontrollen und besserem Informationaustausch zwischen Hafen- und Zollbehörden auch auf dieses "schmutzige Loch im Welthandel" konzentrieren.
(Artikel im Handelsblatt, S. 19, 31.1.2012)
Freitag
Frieden ist möglich
Frederik S. Heffermehl (Herausgeber):
Peace is Possible. Publiziert durch das International Peace Bureau.
Über 30 internationale FriedensarbeiterInnen präsentieren in diesem Buch auf 152 Seiten ihre Arbeit und ermutigen so die LeserInnen, dass das Engagement für den Frieden nicht vergeblich ist, sondern dass sich Mut, Geduld und Fantasie im Engagement für den Frieden lohnt. Auch wenn das internationale Wettrüsten und die viele mondiale Gewalt lähmend wirkt, zeigen die Autoren in diesem Sammelband die Chancen kleiner Schritte. Eine gute Publikation zur Ermutigung. Auszüge liegen auch in deutsch vor:
Peace is Possible. Publiziert durch das International Peace Bureau.
Über 30 internationale FriedensarbeiterInnen präsentieren in diesem Buch auf 152 Seiten ihre Arbeit und ermutigen so die LeserInnen, dass das Engagement für den Frieden nicht vergeblich ist, sondern dass sich Mut, Geduld und Fantasie im Engagement für den Frieden lohnt. Auch wenn das internationale Wettrüsten und die viele mondiale Gewalt lähmend wirkt, zeigen die Autoren in diesem Sammelband die Chancen kleiner Schritte. Eine gute Publikation zur Ermutigung. Auszüge liegen auch in deutsch vor:
http://www.peaceispossible.de/
Donnerstag
März-Sommer in Bonn
Letztes Wochenende war der Blogger im schon fast sommerlichen Bonn und genoss die Botschaft der herrlichen Mandelbäume und japanischen Kirschen am Ufer des allseits glitzernden Rheinstroms:
Dass uns trotz der vielen Weltprobleme auch noch Gutes geschenkt wird und wir uns trotz mancherlei Seufzer dennoch freuen dürfen. So wie sich unsere kleinen Enkel in Bonn über so viele schöne kleine Dinge freuen: Voll Unbesorgtheit, ohne Argwohn, in Vertrauen.
Mittwoch
Handelsblatt-Chef zur Euro-Krise
Gabor Steingart auf Seite 1 des HB am 26.1.2012:
"Die Banken, die unverantwortlich gehandelt haben, werden nicht bestraft. Die Griechen, die über ihre Verhältnisse gelebt haben, werden nicht in die Knie gezwungen. Die braven Steuerzahler, die für diese Krise nicht verantwortlich sind, werden belastet."
"Die Banken, die unverantwortlich gehandelt haben, werden nicht bestraft. Die Griechen, die über ihre Verhältnisse gelebt haben, werden nicht in die Knie gezwungen. Die braven Steuerzahler, die für diese Krise nicht verantwortlich sind, werden belastet."
Quote of the Day
Will Rogers:
"Of course, people are getting smarter nowadays; they are letting lawyers, instead of their conscience be their guides"
(from: Leland Wilson "The Will Rogers Touch")
"Of course, people are getting smarter nowadays; they are letting lawyers, instead of their conscience be their guides"
(from: Leland Wilson "The Will Rogers Touch")
Dienstag
Was ein DDR-Oppositioneller über Gauck meint
Hans-Jochen Tschiche, Satuelle, am 22.Februar 2012
Meine Damen und Herren,
als Pfarrer in der DDR war ich u.a. Leiter der Evangelischen Akademie in Magdeburg. 1989 gehörte ich zu den Gründungsmitgliedern der Bewegung „Neues Forum“ und wurde in die erste frei gewählte Volkskammer der DDR gewählt. Von 1990-1998 bin ich zum Fraktionsvorsitzenden der Partei Bündnis 9o/Die Grünen im neu geschaffenen Landtag von Sachsen-Anhalt bestimmt worden. Von 1994-1998 war ich der Alterspräsident dieses Landtages. Heute bin ich Ehrenpräsident des Landesverbandes Sachsen-Anhalt von Bündnis 9o/Die Grünen.
Mein langes Schweigen in der Debatte um Joachim Gauck will ich beenden, und schicke Ihnen hier meine Stellungnahme..
Nun ist es so weit: Joachim Gauck wird Bundespräsident. Die deutsche Öffentlichkeit tut so, als hätte sie nach einigen Nieten nun das große Los gezogen. Sie behängt ihn mit Würdigungen, die er nicht verdient. Er ließ sich in München bei einer Preisverleihung mit den Geschwistern Scholl vergleichen und wurde noch nicht einmal schamrot. Er hat niemals zur DDR-Opposition gehört, deren Akteure man im heutigen Sprachgebrauch Bürgerrechtler nennt. Er verließ erst Ende 1989 die schützenden Mauern der Kirche und kam über das Neue Forum in die Volkskammer. Aus dem Blätterwald tönt es nun: Der Bürgerrechtler Gauck. Und er reist ohne Skrupel auf diesem Ticket durch die politische Landschaft. Er ist kein Vater der protestantischen Revolution, sondern er gehört zu denen, die sie beendet haben. Endlich ist Gauck dort angekommen, wo er schon immer hin wollte- im konservativen Teil der westlichen Gesellschaft. Aber genau dieser Teil der Gesellschaft hat den Markt entfesselt. Die Konservativen haben die Geister gerufen, die ganze Länder in die Pleite treiben. In Deutschland öffnet sich die Schere zwischen den Armen und Reichen immer weiter. Effizienz und Tempo sind die neuen goldenen Kälber. Die Hektik bringt Menschen um ihre Gesundheit. Es heißt: Wer es nicht schafft, ist selber dran Schuld.
Laut und deutlich will ich aussprechen: Gauck ist die falsche Person. Wir haben es „ mit einem tönenden Erz und einer klingenden Schelle zu tun.“ Ich habe mich bisher gescheut, Joachim Gauck zu widersprechen. Nun will ich aber nicht mehr schweigen.
Montag
Solidarität in der Krise
In der SZ vom 4.3. präsentiert Alex Rühle auf S. 15 Beispiele eines eindrucksvollen Graswurzel-Aktivismus im heutigen Krisen-Griechenland
Iring Fetscher zum 90. Geburtstag
"Von Rousseau bis Dornröschen" nennt Herfried Münkler seine schöne Würdigung des Politologen auf Seite 17 der SZ vom 3. März, bei dem sich auch der Blogger 1971 examiniert hat.
Donnerstag
NGO-AktivistInnen online
Auf S. 12 der heutigen FTD: Ein guter Artikel über online-Aktivierung durch NGOs, insbesondere im Mittleren Osten.
Korruption in Griechenland
"Corruption in the government and in business threatens to prolong Greece's debt crisis, Dow Jones Wires quotes a new report by Transparency International Greece. The first assessment of the anti-corruption group shows that the fight against corruption is undermined by the country's government, businesses and civil servants not only failing to stop corruption but actively participating in it. The report urged Greece to improve disclosure rules of political parties, stronger rules to make private companies more transparent and merge existing anti-corruption agencies into a single body. According to an EU corruption survey published this month, 98% of Greeks feel corruption is a major problem in their country, with 88% saying corruption is part of Greek business culture. A study by the Washington-based Brookings Institution from mid-2010 estimated that corruption costs Greece the equivalent of 8% of GDP per year."
(aus dem heutigen Eurointelligence News Briefing)
Dienstag
Neue Bonhoeffer-Biographie
| Quelle: planet-wissen.de |
Ein guter alter Freund in den USA hat mich auf die neue Bonhoeffer-Biographie von Eric Metaxas aufmerksam gemacht, die letztes Jahr auch in deutsch erschienen ist (bei Amazon auf Englisch 12.89 euro, auf Deutsch 29,95 euro).
Die nachfolgenden Gedanken kamen mir bei der Lektüre der fast 600 Seiten der US-Ausgabe. Natürlich erheben sie nicht den Anspruch einer richtigen Rezension. Ich schreibe einfach auf, was mir durch dieses Buch an Bonhoeffer wichtig geworden ist.
Wie viele Menschen, die sich entweder für moderne Theologie oder für den Widerstand gegen Hitler oder auch für beides interessieren, hatte ich vor der Buchlektüre ein traditionelles Bild von Bonhoeffer, eine Sammlung diverser Informationen aus Zeitschriften, deutsche Biographien, Bücher von Bonhoeffer selber.
Metaxas´ Buch hat meinen Kenntnishorizont erheblich erweitert und vertieft. Der Autor hat sich erfolgreich der großen Mühe unterzogen, das Leben Bonhoeffers, seine Persönlichkeit, seine Theologie, die Weimarer Republik, den Aufstieg und das Ende des Nazi-Regime gleichermaßen angemessen darzustellen. Dementsprechend legt er ein Gesamtbild vor, das diese einzelnen Dimensionen prägnant schildert und aufeinander bezieht. So entsteht neben der Präsentation von Bonhoeffer auch eine Art geschichtlicher und kultureller "Deutschland-Kosmos" der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Prägnanter Eindruck aus der Jugendzeit: Bonhoeffers Musik-Leidenschaft inklusive eigener Kompositionen und ein großes Feingefühl für demokratischen Umgang in der gemeinsamen Kammermusik-Praxis.
Der Erste Weltkrieg unterbricht die Idylle des Berliner Hauses der Bonhoeffer-Familie. Der älteste Sohn stirbt an der Westfront. Dietrich entschließt sich Theologie zu studieren, zunächst in Tübingen. Eine Reise nach Rom zusammen mit seinem Bruder Klaus macht großen Eindruck auf ihn und lässt ihn engagiert über die Frage "Was ist die Kirche" reflektieren und das zu einem für einen Lutheraner nicht gerade gängigen Anlaß: Eine Palmsonntag-Messe im Petersdom. Nach drei Studienjahren in Berlin macht Bonhoeffer ein Auslandsvikariat in Barcelona. Seine Spanisch-Kenntnisse sind so gut, dass er Cervantes "Don Quichotte" im Urtext lesen kann.
Die Jahre 1930-1931 verbringt Bonhoeffer in den USA. Mit der scharfen Kontroverse dortiger liberaler und fundamentaler Theologie kann er nichts anfangen. Umso größere Eindrücke machen auf ihn die "Negro Churches" in Verbindung mit einem Aufenthalt im Süden der USA und in Mexiko: "When I took leave of my black friend, he said to me: Make our sufferings known in Germany, tell them what is happening to us, and show them what we are like". Bonhoeffer kaufte Schallplatten mit Negro Spirituals und brachte sie in seine spätere Ausbildungstätigkeit in Deutschland ein.
Wieder zurück nach Deutschland übernimmt Bonhoeffer einen Lehrauftrag an der Universität Berlin und lässt dabei die Studierenden unter anderem an seinen Erlebnissen mit der farbigen Kirche in den USA teilhaben.
Schon kurz nach der Machtergreifung Hitlers macht Bonhoeffer in einer Predigt seine eigene Position deutlich und seine Erwartung an die Kirche, dass sie diesem "Führer" ohne Wenn und Aber zu widerstehen habe. Bonhoeffer geht sogar noch weiter, dass er von der Kirche fordert, in jedem Fall sich auf Seite der Opfer zu stellen, auch wenn sie nicht Mitglieder der Kirche sind. Und "nur" Solidarität mit den Opfern von Unrecht und Gewalt ist Bonhoeffer nicht genug, man muss auch "dem ungerechten Rad in die Speichen fallen." Das führt Bonhoeffer konsequent in die Mitgliedschaft der Bekennenden Kirche, für die er 1935-1937 die Ausbildung angehender Pastoren übernimmt - nicht nur theologisch, sondern auch als persönliches Vorbild, dem Trägheit, Unfairness, Eitelkeit schon seit seiner Jugend fremd gewesen ist.
Kurz bevor er zur Wehrmacht eingezogen werden soll, reist er erneut in die USA. Doch die Situation in Deutschland lässt ihn auch dort in Gedanken nicht los. Schon nach vier Wochen reist er wieder zurück nach Deutschland. Mit großer Klarheit sieht er Hitlers Weg in den Weltkrieg voraus und ruft deshalb zum gewaltfreien Widerstand und zu einem weltweiten ökumenischen Friedenskonzil auf ("Frieden statt Sicherheit"), was bis in die Friedensbewegung der 80er nachgewirkt hat.
Nachdem eine Ausbildungstätigkeit für Bonhoeffer unmöglich geworden ist, schliesst er sich der Widerstandsgruppe gegen Hitler an. Er verlobt sich mit Maria Wedemeyer. Im April 1943 wird er verhaftet und ins Gefängnis Tegel gebracht, im Oktober 1944 ins Gestapo-Gefängnis in der Berliner Prinz-Albrecht-Strasse, wo er unter anderem das Lied "Von guten Mächten" schreibt. Er stirbt am 9. April 1945 im KZ Flossenburg. Er geht in den Tod mit derselben unbeugsamen tapferen und gottzugewandten Haltung, die sein ganzes Leben charakterisiert hat.
Wie schon gesagt: Diese Zeilen im Blog sind weit entfernt von einer fundierten Rezension im klassischen Sinne. Insbesondere habe ich auf eine Würdigung seiner Theologie verzichtet. Aber ich habe durch Metaxas´ Buch Bonhoeffer ganz neu erlebt. Bisher kannte ich ihn nur oberflächlich, nun aber tiefer: Die große Übereinstimmung seiner Theologie mit seinem Leben, seinen Mut, seine Menschenzugewandtheit, den hohen Anspruch, den er an sein Leben stellte.
Es ist beeindruckend, dass dieses Buch von jemand geschrieben wurde, der sich erst in die deutsche Sprache hineinlesen musste.
Montag
Gauck - kritisch-wohlwollend kommentiert
Ein bemerkenswerter Kommentar von Andreas Theyssen zum neuen Bundespräsidenten in der heutigen FTD auf Seite 24.
Mittwoch
Ein Grieche blickt auf Hellas
Nikos Dimou:
Über das Unglück, ein Grieche zu sein
Verlag Antje Kunstmann. 80, Seiten, Euro 7.95
Blog-Leser Winfried Stanzick hat freundlicherweise folgende Rezension zu diesem bemerkenswerten Buch über Griechenland zur Verfügung gestellt:
Über das Unglück, ein Grieche zu sein
Verlag Antje Kunstmann. 80, Seiten, Euro 7.95
Blog-Leser Winfried Stanzick hat freundlicherweise folgende Rezension zu diesem bemerkenswerten Buch über Griechenland zur Verfügung gestellt:
"Auf ein solches Buch hat man in Europa gewartet. Neben den eindrucksvollen Interviews, die der in Deutschland sehr beliebte Schriftsteller Petros Markaris in den letzten beiden Jahren zum finanziellen und volkswirtschaftlichen Abstieg Griechenlands gab (mit "Faule Kredite" hat er dem Thema ein ganzes Buch gewidmet) ist der hier nun zum ersten Mal auf Deutsch vorliegende Aphorismenband des bekannten griechischen Philosophen Nikos Dimou ein aufschlussreiches Dokument. Das Buch ist schon 1975(!) zum ersten Mal erschienen und hat nun nach seiner Wiederveröffentlichung in Griechenland sofort die Bestsellerlisten erobert.
Schon 1975 schrieb Dimou etwa: "Ein Grieche tut alles, was er kann, um die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu vergrößern." Und regelrecht prophetisch, wenn man den aktuellen Zustand des Landes anschaut: "Mit Methode und System, die unserem täglichen Leben und unsere Arbeit fehlen, konzentrieren wir uns auf unsere geheime Mission: das wunderbare Land, das uns das Schicksal zugedacht hat, so effektiv wie möglich zu zerstören."
Deutsche Leser, die vielleicht seit Jahren mit Entsetzen beobachten, wie jede neue Milliarde, für die sie auch als Steuerzahler haften werden, im griechischen Sumpf verschwindet, mögen diese Aphorismen eine Lektüre sein, die ihnen großes Vergnügen bereiten. Für einen griechischen Leser jedoch sind sie eine Qual, denn sie zeigen ihm "das Grundproblem seiner Existenz, sein Verlangen nach mehr und seine Unfähigkeit, sich mit weniger zu begnügen."
Dem Rezensenten wurde bei der Lektüre, die ihn nur selten zum Lachen brachte, mehr als einmal deutlich, wieso in den vergangenen beiden Jahren die EU mit ihrem Mitgliedsland Griechenland solche Probleme hatte. Und auch, warum das Vertrauen in die Griechen, sollte es jemals wirklich bestanden haben, zurzeit völlig aufgebraucht ist. Die Wahlen im April werden zeigen, ob das Volk weiter für seinen eigenen Abstieg in den Untergang stimmt.
Das neu aufgelegte Buch von Nikos Dimou will dazu beitragen, im eigenen Land zu wirken und in Deutschland etwa zu zeigen, dass es auch eine konstruktive Sicht der Dinge gibt, bitter realistisch, aber nicht ohne Hoffnung für ein geliebtes Land. Er schreibt über sein Buch 2012:
Es sei "ein bitteres Nachdenken" über das tragische Schicksal des Landes, "gespalten zu sein zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Norden und Süden, Osten und Westen. Es ist eine Liebesserklärung an Griechenland, das wahre, das tiefe Griechenland - und nicht das oberflächliche Land der Mythen, das die Griechen selbst geschaffen haben, um der Realität zu entkommen."
Er sei kein Anti-Grieche, sagt Dimou, sondern ein Mann, dem seine Heimat am Herzen liege. Er wolle seinen Mitbürgern helfen, dem delphischen Motto "Erkenne dich selbst" zu entsprechen. Doch ihm ist klar:
"Das kann eine schmerzliche Prozedur sein, wenn deine Mentalität, deine Erziehung dich von Anfang an gelehrt haben, die Wahrheit zu meiden. Griechenlands gegenwärtige missliche Lage ist zu großen Teilen das Ergebnis dieser Mängel im nationalen Charakter. Um es mit aller Emotion zu sagen: Die Griechen müssen sich neu erfinden, wenn sie in der heutigen Welt überleben wollen."
Weitere Milliarden dort hinzupumpen, wird diesen schmerzlichen Selbsterkennungsprozess einer ganzen Nation nicht fördern, sondern die von Dimou beklagte Haltung nur noch verlängern. Die, die jetzt in Griechenland auf den Straßen protestieren und Häuser anstecken, sind Teil des Problems. Wenn sie nun alles dem "Staat" als Schuldigen zuschieben, zeigen sie genau die Einstellung, die Dimou schon 1975 (!) beschrieben hat. Man sollte den Finanzministern und den Regierungschefs der EU-Länder ein Exemplar dieses erhellenden Buches zusenden vor ihren nächsten Entscheidungen."
Schon 1975 schrieb Dimou etwa: "Ein Grieche tut alles, was er kann, um die Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit zu vergrößern." Und regelrecht prophetisch, wenn man den aktuellen Zustand des Landes anschaut: "Mit Methode und System, die unserem täglichen Leben und unsere Arbeit fehlen, konzentrieren wir uns auf unsere geheime Mission: das wunderbare Land, das uns das Schicksal zugedacht hat, so effektiv wie möglich zu zerstören."
Deutsche Leser, die vielleicht seit Jahren mit Entsetzen beobachten, wie jede neue Milliarde, für die sie auch als Steuerzahler haften werden, im griechischen Sumpf verschwindet, mögen diese Aphorismen eine Lektüre sein, die ihnen großes Vergnügen bereiten. Für einen griechischen Leser jedoch sind sie eine Qual, denn sie zeigen ihm "das Grundproblem seiner Existenz, sein Verlangen nach mehr und seine Unfähigkeit, sich mit weniger zu begnügen."
Dem Rezensenten wurde bei der Lektüre, die ihn nur selten zum Lachen brachte, mehr als einmal deutlich, wieso in den vergangenen beiden Jahren die EU mit ihrem Mitgliedsland Griechenland solche Probleme hatte. Und auch, warum das Vertrauen in die Griechen, sollte es jemals wirklich bestanden haben, zurzeit völlig aufgebraucht ist. Die Wahlen im April werden zeigen, ob das Volk weiter für seinen eigenen Abstieg in den Untergang stimmt.
Das neu aufgelegte Buch von Nikos Dimou will dazu beitragen, im eigenen Land zu wirken und in Deutschland etwa zu zeigen, dass es auch eine konstruktive Sicht der Dinge gibt, bitter realistisch, aber nicht ohne Hoffnung für ein geliebtes Land. Er schreibt über sein Buch 2012:
Es sei "ein bitteres Nachdenken" über das tragische Schicksal des Landes, "gespalten zu sein zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Norden und Süden, Osten und Westen. Es ist eine Liebesserklärung an Griechenland, das wahre, das tiefe Griechenland - und nicht das oberflächliche Land der Mythen, das die Griechen selbst geschaffen haben, um der Realität zu entkommen."
Er sei kein Anti-Grieche, sagt Dimou, sondern ein Mann, dem seine Heimat am Herzen liege. Er wolle seinen Mitbürgern helfen, dem delphischen Motto "Erkenne dich selbst" zu entsprechen. Doch ihm ist klar:
"Das kann eine schmerzliche Prozedur sein, wenn deine Mentalität, deine Erziehung dich von Anfang an gelehrt haben, die Wahrheit zu meiden. Griechenlands gegenwärtige missliche Lage ist zu großen Teilen das Ergebnis dieser Mängel im nationalen Charakter. Um es mit aller Emotion zu sagen: Die Griechen müssen sich neu erfinden, wenn sie in der heutigen Welt überleben wollen."
Weitere Milliarden dort hinzupumpen, wird diesen schmerzlichen Selbsterkennungsprozess einer ganzen Nation nicht fördern, sondern die von Dimou beklagte Haltung nur noch verlängern. Die, die jetzt in Griechenland auf den Straßen protestieren und Häuser anstecken, sind Teil des Problems. Wenn sie nun alles dem "Staat" als Schuldigen zuschieben, zeigen sie genau die Einstellung, die Dimou schon 1975 (!) beschrieben hat. Man sollte den Finanzministern und den Regierungschefs der EU-Länder ein Exemplar dieses erhellenden Buches zusenden vor ihren nächsten Entscheidungen."
Montag
Schubert Klaviersonate D 894 G-Dur
Ein guter Freund hat mir diese Komposition nahegebracht. In einer Einspielung von Mitsuko Uchida von 1996. Ich kenne Schubert kaum und war sehr beeindruckt.
Für den Ersten Satz "Molto moderato cantabile" nimmt sich Uchida über 18 Minuten Zeit. Es soll Pianisten geben, die sich sogar mehr als eine halbe Stunde dafür nehmen. Das ist schon kompositorisch selten. Aber das Thema des ersten Satzes ist so bewegend, dass man es immer wieder hören mag und damit guten Herzens einschlafen kann. Die/der HörerIn sollte aber genügend Geduld, Konzentration und Empathie mitbringen.
Ganz zum Schluß wurde ich traurig. Hatte ich es recht gehört: das Thema soll(te)... wieder erklingen, aber es erklang nicht mehr. Nicht mehr ganz. Eine Hemmung hörte ich. Bruch. Bruchstücke. Un-vollendet. Bitte, wollte ich sagen, spiel´ es vollständig. Aber es erklang nicht mehr vollständig. Darf man sagen: In der Ewigkeit möge er es zu Ende spielen.
Mein Freund meinte, der Grund sei, dass das Thema eigentlich ewig weiter singen will, es aber auf Erden doch auch sein Ende finden muss.
Ich verstehe das schon, dass Sehnsucht nach Ewigkeit und temporale Endlichkeit in Spannung zueinander stehen, aber der tonale Schluß bei dieser Sonate hat mich doch etwas unruhig werden lassen. Da hörte ich eher heraus: Schubert "schafft" das Thema nicht mehr, es ist ihm abhanden gekommen.
Mein Freund nennt diesen Satz "unendlich traurig und gleichzeitig unendlich tröstlich". Eine Formulierung mit großer Spannweite,
Für den Ersten Satz "Molto moderato cantabile" nimmt sich Uchida über 18 Minuten Zeit. Es soll Pianisten geben, die sich sogar mehr als eine halbe Stunde dafür nehmen. Das ist schon kompositorisch selten. Aber das Thema des ersten Satzes ist so bewegend, dass man es immer wieder hören mag und damit guten Herzens einschlafen kann. Die/der HörerIn sollte aber genügend Geduld, Konzentration und Empathie mitbringen.
Ganz zum Schluß wurde ich traurig. Hatte ich es recht gehört: das Thema soll(te)... wieder erklingen, aber es erklang nicht mehr. Nicht mehr ganz. Eine Hemmung hörte ich. Bruch. Bruchstücke. Un-vollendet. Bitte, wollte ich sagen, spiel´ es vollständig. Aber es erklang nicht mehr vollständig. Darf man sagen: In der Ewigkeit möge er es zu Ende spielen.
| Quelle: classical.net |
Mein Freund meinte, der Grund sei, dass das Thema eigentlich ewig weiter singen will, es aber auf Erden doch auch sein Ende finden muss.
Ich verstehe das schon, dass Sehnsucht nach Ewigkeit und temporale Endlichkeit in Spannung zueinander stehen, aber der tonale Schluß bei dieser Sonate hat mich doch etwas unruhig werden lassen. Da hörte ich eher heraus: Schubert "schafft" das Thema nicht mehr, es ist ihm abhanden gekommen.
Mein Freund nennt diesen Satz "unendlich traurig und gleichzeitig unendlich tröstlich". Eine Formulierung mit großer Spannweite,
Traurigkeit und Trost so aufeinander zu beziehen. Romantisch sein, damit assoziierte ich früher "verspielte Personen in bunten Röckchen". Darüber bin ich in Gesprächen mit Freunden, die es besser wissen, hinaus gekommen. Aber letztlich konnten auch sie mir keine Antwort geben, warum "Die Schöne Müllerin" oder gar "Die Winterreise" so schlimm ausgehen. Mit viel gutem Willen, kann ich vielleicht noch beim Ersten in "Baches Wiegenlied" etwas Trost finden, aber im "Leierkastenmann"?
Mein Freund hat mich noch auf den Kontrast zwischen Beethoven und Schubert hingewiesen: Bei Beethoven die Exposition der Themen, ihr Widerstreit, ihre Versöhnung. Man denkt darüber nach im Kopf, wenn man die Musik hört. Bei Schubert: Gesungene, gemalte Melodien, für deren Gesang und Farbe sich Schubert viel viel Zeit nimmt, indem er die Themen-Melodien immer neu färbt, mal dunkler, mal heller, mal weicher, mal härter.
Schubert soll gesagt haben: "Ich kenne keine heitere Musik".
Dowland hat ein Stück komponiert: "Semper Dowland, semper Dolens". Und viele viele "Lachrimae".
Donnerstag
Mittwoch
Hellas und der Euro
EU Commission vice president Neelie Kroes (über den möglichen Austritt Griechenlands aus der Eurozone):
„It is absolutely not the end of the world if someone gets out“
(zitiert nach dem heutigen Eurointelligence Morning Briefing)
„It is absolutely not the end of the world if someone gets out“
(zitiert nach dem heutigen Eurointelligence Morning Briefing)
Freitag
Das Ende der Nato-Strategie in Afghanistan
Aus einem Kommentar in der FTD vom 2.2.2012, Seite 25:
"Es ist nicht nur die – seit Jahren bekannte
– Unterstützung aus Pakistan, die
die Taliban so stark macht. Es ist die
viel zu lange auch vom Westen stillschweigend
geduldete, wenn nicht
sogar durch viel Geld und falsche
Personalauswahl geförderte Korruption
im Land, die zum größten
Einfallstor für die Taliban geworden
ist. Die Erinnerung an die Terrorherrschaft
der Radikalislamisten
verblasst eben, wenn man im befreiten
Afghanistan erleben muss, wie
derjenige überall weiterkommt, der
Richter und Beamte besticht.
Wer eine Rückkehr der Taliban
verhindern will, muss ihnen diesen
Trumpf nehmen, die Korruption im
Land endlich genauso bekämpfen
wie die Radikalislamisten. Es wäre
die schlimmstmögliche Niederlage
für den Westen, wenn die Taliban
den Kampf am Ende nicht militärisch,
sondern moralisch gewinnen."
"Es ist nicht nur die – seit Jahren bekannte
– Unterstützung aus Pakistan, die
die Taliban so stark macht. Es ist die
viel zu lange auch vom Westen stillschweigend
geduldete, wenn nicht
sogar durch viel Geld und falsche
Personalauswahl geförderte Korruption
im Land, die zum größten
Einfallstor für die Taliban geworden
ist. Die Erinnerung an die Terrorherrschaft
der Radikalislamisten
verblasst eben, wenn man im befreiten
Afghanistan erleben muss, wie
derjenige überall weiterkommt, der
Richter und Beamte besticht.
Wer eine Rückkehr der Taliban
verhindern will, muss ihnen diesen
Trumpf nehmen, die Korruption im
Land endlich genauso bekämpfen
wie die Radikalislamisten. Es wäre
die schlimmstmögliche Niederlage
für den Westen, wenn die Taliban
den Kampf am Ende nicht militärisch,
sondern moralisch gewinnen."
Dienstag
"Wahnsinn mit Geschichte"
Mit dieser Überschrift verabschiedet sich Lucas Zeise nach zwölf Jahren als Kolumnist für die FTD. Hier ein Auszug:
"Der Feuersturm bricht los, wenn
Griechenland – vermutlich im März –
die Zahlungsunfähigkeit erklärt.
Dann wird sich erweisen, ob die von
der IWF-Chefin erwähnten Brandmauern
um Italien, Spanien, Portugal
und so weiter halten. Dann wird sich
erweisen, ob die Kanzlerin recht hat,
wenn sie in den letzten Wochen immer
wieder betonte, Griechenland sei
ein ganz anderer Fall als die übrigen
Euro-Länder. Dann wird sich zeigen,
ob es der EZB gelingt, mit massiven
Zukäufen die Preise der Staatsanleihen
der Südländer zu stabilisieren
und die Währungsunion zu erhalten."
Die ganze Kolumne auf Seite 24 der heutigen FTD
"Der Feuersturm bricht los, wenn
Griechenland – vermutlich im März –
die Zahlungsunfähigkeit erklärt.
Dann wird sich erweisen, ob die von
der IWF-Chefin erwähnten Brandmauern
um Italien, Spanien, Portugal
und so weiter halten. Dann wird sich
erweisen, ob die Kanzlerin recht hat,
wenn sie in den letzten Wochen immer
wieder betonte, Griechenland sei
ein ganz anderer Fall als die übrigen
Euro-Länder. Dann wird sich zeigen,
ob es der EZB gelingt, mit massiven
Zukäufen die Preise der Staatsanleihen
der Südländer zu stabilisieren
und die Währungsunion zu erhalten."
Die ganze Kolumne auf Seite 24 der heutigen FTD
Mittwoch
Die Wulff-Connection
Die heutige FTD präsentiert auf Seite 9 ein gutes Schaubild über das Netzwerk Wulff
Dienstag
In der heutigen FTD:
ftd.de
Seite 4:
Die deutsche Aufsichtsrat-Connection
Seite 23:
Landesfocus: Myanmar
Seite 28:
Humorvolle "Aus-Schnitt"-Collagen zu aktuellen Themen
Seite 4:
Die deutsche Aufsichtsrat-Connection
Seite 23:
Landesfocus: Myanmar
Seite 28:
Humorvolle "Aus-Schnitt"-Collagen zu aktuellen Themen
Hier ein Auszug aus der Steuersünder-Liste, die das griechische Finanzminister jetzt online gestellt hat. Komplett einzusehen unter:
http://www.gsis.gr/debtors/fp.html
http://www.gsis.gr/debtors/fp.html
Ληξιπρόθεσμες οφειλές φυσικών προσώπων (άντληση στοιχείων 25/11/2011)
| Α.Φ.Μ. | Στοιχεία Οφειλέτη | Βασική οφειλή Δ.Ο.Υ. | Βασική οφειλή Τελωνείων | Συνεισπραττόμενα | Σύνολο | Παρατηρήσεις |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 016314081 | ΚΑΣΙΜΑΤΗΣ ΝΙΚΟΛ ΠΕΤ | 561.567.594,98 | 0,00 | 390.520.186,57 | 952.087.781,55 | |
| 028584729 | ΣΙΕΜΠΟΣ ΕΥΑΓΓ ΓΕΩ | 191.793.657,31 | 0,00 | 128.905.836,52 | 320.699.493,83 | |
| 049652209 | ΚΑΡΥΔΟΠΟΥΛΟΥ ΕΛΕΝΗ ΝΙΚ | 141.762.777,54 | 0,00 | 98.149.877,80 | 239.912.655,34 | |
| 067690627 | ΟΙΚΟΝΟΜΟΥ ΕΛΕΝΗ ΣΩΤ | 160.867.598,81 | 0,00 | 55.858.215,94 | 216.725.814,75 | |
| 020864597 | ΓΕΩΡΓΙΤΣΟΓΙΑΝΝΑΚΟΣ ΣΤΑΥΡ ΙΩΑ | 83.202.568,80 | 3.235.513,59 | 80.219.379,79 | 166.657.462,18 |
Mittwoch
Hellas: Bankrott - aber Geld für Panzer
|
Freitag
In der heutigen FTD:
- Seite 5: Wie Rheinmetall und MAN sich auf mehr Rüstungsexporte vorbereiten
- Seite 25ff: Horst von Buttlar erzählt von einer Woche ohne email
- Seite 29: "Rückkehr" zum Bleidrucksatz: Neues Startup mit alter Technik
ftd.de
Zu Buttlars Erlebnissen fällt dem Blogger ein, wie er vor 35 Jahren seine Diktafon-Casetten am Wochenende per jogging zum Büro brachte und
ab und zu im legendären Schreibabteil der damaligen TEE-Züge sass
Bildquelle: www.drehscheibe-foren.de/.../ read.php?17,3764057
Zu Buttlars Erlebnissen fällt dem Blogger ein, wie er vor 35 Jahren seine Diktafon-Casetten am Wochenende per jogging zum Büro brachte und
Bildquelle: www.drehscheibe-foren.de/.../
Dienstag
In der heutigen FTD:
Seite 11: Der Fahrplan für die Euro-Krise im nächsten Quartal
Seite 13: Das Profil des geplanten nächsten US-Truppenabzugs aus Europa
Seite 17: Unternehmen übernehmen die Aufgaben von Banken
ftd.de
Seite 13: Das Profil des geplanten nächsten US-Truppenabzugs aus Europa
Seite 17: Unternehmen übernehmen die Aufgaben von Banken
ftd.de
Montag
Die unheimliche Komplizenschaft von Banken und Staaten
Jens Münchrath zeigt in seinem lesenswerten Artikel "Das Finanzsystem hat seinen Anker verloren" im Handelsblatt vom 30.11.11 auf Seite 9, wie sich die Staaten über die Jahre hin immer mehr von den Banken zu Geiseln nehmen ließen.
Griechischer Klientelismus
In seinem Artikel "Endspiel in Athen" in der Handelsblatt-Ausgabe vom 5. 1. informiert Gerd Höhler auf S. 6, dass in Hellas Taxifahrer, Apotheker, Rechtsanwälte und Spediteure sich von jeglichem Wettbewerb abgeschottet haben.
Plastik-Recycling in Mumbai
im heutigen Handelsblatt auf Seite 28-29 eine beeindruckende Reportage über die Mikro-Ökonomie eines Slums in Mubai
Freitag
Die Kriegserklärung des Präsidenten
Unter Berufung auf stern.de schreibt ftd.de zur Causa Wulff:
"Allerdings: Dabei belässt es Wulff nicht. Er schlägt vor, dass man sich direkt nach seiner Rückkehr zusammensetzen könne, und dann lädt er verbal durch: "Dann können wir entscheiden, wie wir Krieg führen wollen." Er droht mit Strafantrag, seine Anwälte seien "bereits beauftragt". Er werde am Mittwochmorgen - also zwei Tage nach dem Anruf, dann wieder in Berlin - mit seiner Frau eine Pressekonferenz machen, dort werde es um die Methoden der "Bild"-Zeitung gehen. Wie bekannt, fallen dann noch die Worte "Rubikon überschritten" und "endgültiger Bruch mit dem Springer-Verlag"."
"Allerdings: Dabei belässt es Wulff nicht. Er schlägt vor, dass man sich direkt nach seiner Rückkehr zusammensetzen könne, und dann lädt er verbal durch: "Dann können wir entscheiden, wie wir Krieg führen wollen." Er droht mit Strafantrag, seine Anwälte seien "bereits beauftragt". Er werde am Mittwochmorgen - also zwei Tage nach dem Anruf, dann wieder in Berlin - mit seiner Frau eine Pressekonferenz machen, dort werde es um die Methoden der "Bild"-Zeitung gehen. Wie bekannt, fallen dann noch die Worte "Rubikon überschritten" und "endgültiger Bruch mit dem Springer-Verlag"."
Internetplattform zum Bundespräsidenten
Studenten eröffnen das Online-Portal www.direktzu.de/wulff
Eine Gruppe von Studenten des Otto-Suhr Instituts der Freien Universität Berlin und anderen deutschen Hochschulen schafft einen innovativen Weg zur direkten Kommunikation zwischen Bundespräsident Christian Wulff und der Bevölkerung. „Wir möchten nicht nur Antworten von den Medien, sondern von Wulff direkt“, so Tobias Röcker, einer der Initatoren des Web-Angebotes.
In Zeiten moderner Kommunikationstechniken ist es Aufgabe der führenden Politiker, die Fragen der Menschen ernst zu nehmen und auf diese direkt zu antworten. Auf der Plattform kann jeder Bürger eine Frage stellen und die Fragen anderer Nutzer lesen und bewerten. Die Fragen mit der größten Zustimmung werden regelmäßig an Herrn Wulff weitergeleitet.
Unabhängig von aller aktuellen Kritik möchten wir die Chance bieten, Vertrauen wiederherzustellen. Die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland braucht Vertrauen in das Amt des Bundespräsidenten. Wenn dieser sich der Bevölkerung direkt stellt und mit Offenheit und Ehrlichkeit ihre Fragen beantwortet, bietet die Krise neue Möglichkeiten einer direkteren und bevölkerungsnahen Kommunikation zwischen dem „Ersten Mann“ im Staat und seinen Bürgern.
Für die Gründer der Studenten-Initiative steht fest: Klarheit kann es nur durch transparente und ehrliche Antworten geben.
Auf dieser Plattform können Sie sich mit Ihren Anliegen und Fragen direkt an den Bundespräsidenten Christian Wulff wenden. Sie können eigene Beiträge formulieren oder sich an der Abstimmung bereits gestellter Fragen beteiligen. Am Ende der Woche werden die drei meistgestellten Fragen an den Bundespräsidenten übermittelt. Die innovative, internetbasierte Kommunikationslösung wird von der relevantec GmbH zur Verfügung gestellt.
Sie dient der Förderung von gesellschaftlicher Kommunikation, Transparenz und Basisdemokratie und somit einer aktiven und konstruktiv-kritischen Einflussnahme auf die Politik der Bundesrepublik Deutschland.
Kontakt:
„Direkt zu Wulff“ Telefon: 0157 34 99 03 90
c/o Tammer, Röcker Mail: direktzuwulff@googlemail.com
Havelberger Str. 15 Facebook: facebook.com/direktzuwulff
10559 Berlin
Eine Gruppe von Studenten des Otto-Suhr Instituts der Freien Universität Berlin und anderen deutschen Hochschulen schafft einen innovativen Weg zur direkten Kommunikation zwischen Bundespräsident Christian Wulff und der Bevölkerung. „Wir möchten nicht nur Antworten von den Medien, sondern von Wulff direkt“, so Tobias Röcker, einer der Initatoren des Web-Angebotes.
In Zeiten moderner Kommunikationstechniken ist es Aufgabe der führenden Politiker, die Fragen der Menschen ernst zu nehmen und auf diese direkt zu antworten. Auf der Plattform kann jeder Bürger eine Frage stellen und die Fragen anderer Nutzer lesen und bewerten. Die Fragen mit der größten Zustimmung werden regelmäßig an Herrn Wulff weitergeleitet.
Unabhängig von aller aktuellen Kritik möchten wir die Chance bieten, Vertrauen wiederherzustellen. Die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland braucht Vertrauen in das Amt des Bundespräsidenten. Wenn dieser sich der Bevölkerung direkt stellt und mit Offenheit und Ehrlichkeit ihre Fragen beantwortet, bietet die Krise neue Möglichkeiten einer direkteren und bevölkerungsnahen Kommunikation zwischen dem „Ersten Mann“ im Staat und seinen Bürgern.
Für die Gründer der Studenten-Initiative steht fest: Klarheit kann es nur durch transparente und ehrliche Antworten geben.
Auf dieser Plattform können Sie sich mit Ihren Anliegen und Fragen direkt an den Bundespräsidenten Christian Wulff wenden. Sie können eigene Beiträge formulieren oder sich an der Abstimmung bereits gestellter Fragen beteiligen. Am Ende der Woche werden die drei meistgestellten Fragen an den Bundespräsidenten übermittelt. Die innovative, internetbasierte Kommunikationslösung wird von der relevantec GmbH zur Verfügung gestellt.
Über die Initiative
Das Internet-Angebot „Direkt zu Wulff!“ ist ein nicht-profitorientiertes Projekt von Studenten verschiedener Hochschulen. Gründer und Initiatoren sind Patrick Tammer und Tobias Röcker, beide Politikstudenten an der Freien Universität Berlin. Neben weiteren engagierten Studenten der HU und FU Berlin wird die Initiative auch von Studenten aus Passau, Freiburg, Karlsruhe, Magdeburg und Leuven (Belgien) unterstützt. Die Plattform „Direkt zu Wulff!“ wurde von ihnen mit technischer Unterstützung der relevantec GmbH realisiert.Sie dient der Förderung von gesellschaftlicher Kommunikation, Transparenz und Basisdemokratie und somit einer aktiven und konstruktiv-kritischen Einflussnahme auf die Politik der Bundesrepublik Deutschland.
Kontakt:
„Direkt zu Wulff“ Telefon: 0157 34 99 03 90
c/o Tammer, Röcker Mail: direktzuwulff@googlemail.com
Havelberger Str. 15 Facebook: facebook.com/direktzuwulff
10559 Berlin
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