Freitag

Die geheimen Kriege der USA





Unter der Führung des sogenannten "Friedens"preisträger Obama gehen die USA ihrer vorhersehbaren Niederlage in Afghanistan entgegen. Leider ziehen sie daraus die falschen Konsequenzen. 





Musste schon der früher amerikanische Militärchef in Afghanistan wegen seiner Insubordination abgesetzt werden, fängt sein Nachfolger - in klarem Widerspruch zu den Vorgaben der zivilen Führung in Washington - nun auch damit an, den von Obama vorgegebenen Abzug der USA in einem Jahr in Zweifel zu ziehen. 





Aber Obama selber unterscheidet sich auch in keiner Weise von seinem Vorgänger George W. Bush, indem er die geheime Kriegsführung der USA in der Welt ausweitet. So berichtet die New York Times über die Intensivierung der amerikanischen Drohnen-Angriffe auf Pakistan und autorisierte undercover Kriegsführung in Somalia, Kenia, Jemen und Nordafrika. Seitdem die amerikanische Öffentlichkeit immer kritischer gegen den Krieg der USA im Irak und Afghanistan eingestellt sind, weicht die militärische Führung zunehmend auf geheime Kriegsoperationen aus. 









So wandelt sicher der CIA zur paramilitärischen Organisation und das Pentagon weitet seine internationale Spionagetätigkeit Schritt um Schritt aus. 





Wie definierte der Altmeister der politischen Soziologie, so treffsicher die politische Macht? "Macht ist die Fähigkeit, nicht lernen zu müssen" (Karl W. Deutsch in "The Nerves of Government").

Montag

"Unbekannte Friedensarbeit in Afrika - ein neues Projekt

Einladung für Nominierungen



africa.theworldatlas.net


Der Focus des Projektes "Unbekannte Friedensarbeit in Afrika" von 
"Caaglop - Center for African Affairs and Global Peace" und "TANGO - International Training Agency for NGOs" 
sind Personen und NGOs in Afrika, besonders auf der Grassroot-Ebene, deren Engagement ein wesentlicher Beitrag für Friede, Abrüstung und gewaltfreies Konfliktmanagement in Afrika darstellt.  


"Caaglop - Center for African Affairs and Global Peace" und "TANGO - International Training Agency for NGOs" laden hiermit Personen und internationale NGOs ein, Beispiele und Fallstudien für das Projekt "Unbekannte Friedensarbeit in Afrika", speziell auf der Graswurzel-Ebene zu nominieren, damit sie in der internationalen Öffentlichkeit und bei finanziellen Unterstützern für NGOs bekannt werden.


Nominierungen können sowohl für die Arbeit von Einzelpersonen als auch von NGOs eingereicht werden. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Beiträgen von kleinen afrikanischen NGOs, die trotz ihres oft bemerkenswerten Beitrages für den Frieden zu wenig in der internationalen Öffentlichkeit bekannt sind. "Unbekannte Friedensarbeit in Afrika" will besonders solche kleinen Beiträge zur Friedensarbeit an der Basis bekannt machen. 


Die Aktivitäten der nominierten Personen oder Organisationen in Afrika sollen sich auf eine oder mehrere der folgenden Bereiche beziehen:




  • Abrüstung, Truppenreduzierung oder Verringerung von Waffenhandel in einzelnen Staaten










  • Beiträge zu gewaltfreien Konfliktlösungen

  • Überwindung innergesellschaftlicher oder zwischenstaatlicher Gewalt und Beiträge zur Versöhnung in Nachkriegs-Gebieten

Entwicklung und Einsatz von Bildungsmateralien (Bücher, Kurse, Curricula etc), die einen Beitrag für gewaltfreie Konfliktlösungen geben

  • Öffentlichkeitsarbeit über erfolgreiche zwischenstaatliche oder innergesellschaftliche Beiträge für gewaltfreie Konfliktlösungen in Zeitungen, im Web oder in Büchern.





Jede Nominierung für "Unbekannte Friedensarbeit in Afrika" soll folgende Informationen enthalten:


  • Zusammenfassung der Arbeit / des Projektes der Person oder NGO, die nominiert wird (nicht mehr als zwei email Seiten)

  • Eine email Adresse der Person/NGO, deren Arbeit nominiert wird

  • Ein Webseiten-Link der Organisation (falls vorhanden) 

  • Die Namen, Berufe und Email-Adressen von zwei Personen, die evt. für Nachfragen über die Nominierung kontaktiert werden können


Nominierungen können entweder über die eigene Arbeit oder über die Arbeit anderer Personen/NGOs eingereicht werden. 


Alle Nominierungen müssen bis spätestens  31. Dezember 2010 in englischer oder französischer Sprache mit zwei identischen emails an die folgende beiden Personen gemailt werden:




Die am meisten überzeugenden Nominierungen werden ausführlich auf einer speziellen Webseite Anfang 2011 publiziert und so mit ihrer Arbeit der internationalen Öffentlichkeit und Fundgiving Szene vorgestellt zur  Unterstützung und finanziellen Förderung ihrer Aktivitäten


Mehr Informationen über das Projekt "Unbekannte Friedensarbeit in Afrika" auf http://african-peace-work-alert.blogspot.com. Dort steht die Einladung auf Englisch, später auch in Französisch.

Donnerstag

Auf kleinere Bundeswehr folgt: Schließung von Standorten



Jetzt hat sogar die CSU die quasi Abschaffung der deutschen Wehrpflicht durchgewunken und damit grünes Licht für eine Verkleinerung des deutschen Militärs gegeben, wie es unser Land in seiner Geschichte noch nicht erlebt hat. An Details wird noch gearbeitet aber vieles spricht dafür, dass Guttenberg sein favorisiertes Modell 4 bekommen wird.


Was heisst das konkret für die größte Bundeswehr-Teilstreitkraft, das Heer? Es wird sehr drastisch,
nämlich fast um die Hälfte, verkleinert = von zur Zeit rund 90.000 SoldatInnen auf dann nur noch ca. 55.000 Aktive.

 
Das hat natürlich auch entsprechende Konsequenzen für die Heeres-Einheiten. Der BILD-Kolumnist Jan Meyer,
der offenbar schon mal vorab dazu gebrieft wurde, informierte am 23.8. in bild.de, dass das künftige Heer nur noch drei Panzerbataillone und nur noch zwei Panzerartilleriebataillone haben wird. Mit den Panzergrenadierbataillone wird ähnliches passieren: Man kann davon ausgehen, dass es davon nur noch vier geben wird.






commons.wikimedia.org
Soweit die neue militärische Struktur. Die wird natürlich mit erheblich weniger Standorten auskommen können als bisher, ja sogar - im Zuge dringender Effizienzsteigerungen wegen Sparsamkeitsdruck - auch auskommen müssen. Zwar ist nicht damit zu rechnen, dass rasenmäherhaft nun statistisch exakt jeder zweite Standort geschlossen wird, aber viele werden es schon sein.





Welche Garnison bleibt und welche geschlossen wird, wird nicht irgend einer militärstrategischer Logik folgen, sondern wird nach dem Zwang zur Bundeswehr-Verschlankung und den Sparzielen, die Guttenberg erfüllen muss, entschieden. Garnisonen, die schon jetzt gut in das militärische Standortprofil passen, haben da natürlich bessere Karten.





Um mal ein Beispiel aus Niedersachsen zu nehmen: Natürlich spricht alles dafür, den Panzerstandort Munster mit seinem Truppenübungsplatz aufrecht zu erhalten und dafür eine Einheit wie das
Panzerbataillon 33 nicht mehr in Neustadt-Luttermersen sondern in Munster zu stationieren, was erhebliche positive Logistik- und Einspareffekte mit sich bringt. 


Ein zweites Beispiel: Garnisonen, mit Militäreinrichtungen, die jetzt noch mit vielen Wehrpflichtigen ausgestattet sind (das gilt z.B. für die CIMIC-Standorte), haben nach der Abschaffung der Wehrpflicht natürlich erheblich weniger Chancen, dann noch aufrecht erhalten zu werden.





Noch wird einige Zeit verstreichen, bis die Garnisons-Streichliste amtlich vorliegt, aber dass es eine geben wird, steht ausser Frage. Auf die Standorte kommt also ein heisser Herbst zu. Am besten sollten sie schon jetzt bei ihren Abgeordneten vorstellig werden und fragen wie es mit der Verteilung der Abrüstungsdividende bei der jetzigen Bundeswehr-Verkleinerung aussieht, nachdem die erste 1990 zwar immer versprochen aber nie ausgezahlt worden ist.


Dienstag

Was Deutschland aus dem Afghanstan-Krieg lernen muß



Immer wieder wird die Niederlage der USA in Afghanistan zum Thema kritischer amerikanischer Kommentatoren. Bob Herbert in der IHT vom 18. August ist einer davon. 

 

Er konfrontiert die irritierende neue Ansicht des jetzigen US-Kommandeur in Afghanistan, man könne dort doch nicht so rasch abziehen mit der klaren verbindlichen Aussage der Top Militärs, die Obama noch im November eindeutig zugesichert hatten, der Abzug lasse sich problemlos in 18 Monaten durchführen. 

 

Für was bekommen denn diese Generäle ihre fetten Gehälter, wenn sie, nachdem sie einen eh sinnlosen Krieg angefangen haben, noch nicht mal den Truppenabzug vernünftig organisieren können? Oder weiß der sog. "Friedens"(!)nobelpreisträger Obama selber nicht mehr, was zu tun ist. Wer hat hier eigentlich das Sagen - das Militär oder die Regierung?

 

Eine katastrophale Situation kommentiert Bob Herbert, denn abgesehen davon dass fast die Hälfte der Soldaten allein während der kurzen Amtszeit von Obama umgekommen sind: Die Kosten des Afghanistankrieges verhindert alle Bemühungen, die großen wirtschaftlichen und sozialen Probleme Amerikas anzugehen.

 

Statt die dringenden Probleme der USA im Schulwesen und in der Wirtschaft anzugehen und das dramatische Budgetdefizit abzubauen, "versickern Jahr für Jahr Milliarden von Dollars in einem tückischen, verräterischen und hoffnungslos korrupten Loch in Afghanistan". Und dann fordern die PolitikerInnen noch mit heuchlerischen Argumenten einen Abbau der Staatsschulden, während sie dem "Surge" in Afghanistan zujubeln.

Bob Herbert: "Wir werden nie eine stabile, prosperierende Gesellschaft in Afghanistan aufbauen. Was wir stattdessen dringend brauchen, ist eine nationale Kampagne gegen die wachsende Instabilität und den Verfall in den Vereinigten Staaten selber".
Und Deutschland, fragt sich der Blogger? Wir sind ja nur Handlanger (leider immerhin das) des amerikanischen Kriegsabenteuers in Afghanistan. Aber auch für Deutschland kostet der Kriegseinsatz über 35 Milliarden Euro, weitaus mehr als der gesamte Militäretat der Bundeswehr. 
Da leisten sich also unsere PolitikerInnen einen unsinnigen Krieg, und dann soll kein Geld da sein für Abschaffung von Hartz IV und Leiharbeit, für genügend Kitas und Krippen und ausreichende Ausbildung für unsere Jugend? 
Da kann man nur sagen: Armes Deutschland - aber eine durch Kriegsblindheit und Nibelungetreue zum großen amerikanischen Bruder selbst induzierte Armut. Die/der BürgerIn sollte sich das merken, wenn in vielleicht nicht allzu ferne Zeit mal wieder die Mehrwertsteuer erhöht wird.

Samstag

Bundeswehr-Chef schimpft über militärische Verschwendung




Quelle: Handelsblatt
Der oberste General der Bundeswehr stellt seinem Konzern ein miserables Zeugnis aus. In seinem 62-seitigen "Bericht des Generalinspekteurs zum Prüfauftrag aus der Kabinettsklausur", den Volker Wieker Minister Guttenberg und Kanzlerin Merkel vor kurzem vorlegen musste, aus dem das "Handelsblatt" vorarb zitiert hat und der jetzt auch über diesen Blog gelesen werden kann, zeichnet der Generalinspekteur ein desaströses Bild, wie in der Bundeswehr mit unseren Steuergeldern umgegangen wird. 



Von ennormen Verschwendungen ist die Rede und dass alle großen Rüstungsprojekte der Bundeswehr mit den Etiketten: "Zu teuer, Zu spät, Nicht angemessen", behaftet sind. 



Als Beispiele nennt Wieker den Eurofighter und den Militärtransporter A 400 (beide zu spät und zu teuer) und den Kampfhubschrauber Tiger (so schlecht produziert, dass die Bundeswehr die Abnahme verweigert hat). 



Das Beschaffungsmanagement des deutschen Militärs ist laut Wieker so katastrophal, dass der General empfiehlt, die minderwertigen Rüstungsgüter möglichst gleich weiter zu verkaufen, anstatt sie an die Bundeswehr ausliefern zu lassen (Rüstungimporteure in aller Welt - freut euch...!). 



Und schließlich ist Wiekers Statement, "dass es für die allgemeine Wehrpflicht keine sicherheitspolitische Notwendigkeit mehr gibt" sicherlich Wasser auf Guttenbergs Mühlen, weiterhin konsequent seinen Weg Richtung einer endlich kleineren und billigeren deutschen Armee fortzusetzen. 



Fragt sich die/der SteuerzahlerIn nur: Warum kommt diese Einsicht eigentlich bei PolitikerInnen und Militärs erst so spät?

Freitag

Korallen statt Panzer - Thailand probt die Abrüstung



Deutsche MilitärpolitikerInnen aufgepasst! Mit euren ersten schüchternen Schritten in Richtung Abrüstung der Bundeswehr betretet Ihr Neuland. 
Aber keine Angst. Lasst euch von unkonventionellen Abrüstungsbeiträgen anderer Länder ermutigen. Wie zum Beispiel Thailand. Denn nicht nur Militärs haben Fantasie, auch die Konversion: 
Nach der alten Prophetenvision "Schwerter zu Pflugscharen" und Machbarkeitsstudien für die Verwandlung von Truppenübungsplätzen zu Freizeitparks nun: Alte Panzer für Korallenriffe!
Fünfundzwanzig ausser Dienst gestellte Kampfpanzer liess die thailändische Armee neulich auf den Grund des Golfs von Thailand versenken. Darauf werden Korallen wachsen und beides zusammen soll zur Heimat von vor dem Aussterben bedrohter Fische werden. (vgl. Bericht in der FTD 10.8.10, S.28)



Quelle: heute.at
Wenn doch Deutschland konsequent auch in diese Richtung fantasieren würden. Immerhin geht Guttenberg schon mal dankenswerterweise mit der Quasi-Abschaffung der Wehrpflicht und Stornierung der am meisten überflüssigsten deutschen Rüstungsprojekte voran. 
AbrüstungspolitikerInnen aller Länder - vereinigt euch!

Donnerstag

Das deutsche Militär - kein Geld und kein Auftrag

Dieses Jahr leistet auch die Bundeswehr ihren Beitrag zum Anti-Kriegstag. 



Es ist ja das Verdienst des deutschen Militärministers, dass er mit seiner Grundsatzrede auf der Bundeswehr-Kommandeurtagung am 26. Mai 2010 endlich eine seit Jahren überfällig Spardiskussion für das deutsche Militärbudget eröffnet hat. Damit hat er er dankenswerterweise die Schleusen der politischen und militärischen Spardebatte in Deutschland weit geöffnet. 







Woche für Woche lesen wir nun - für Deutschland völlig ungewohnt - dass unser Land mit sehr viel weniger Soldaten und viel weniger Waffensystemen offenbar genauso sicher ist als wie es die Generäle mit ihrem Ausgabenwahn ("Mehr ist auf besser als weniger" bzw. "Viel Militärausgaben heisst auch viel Sicherheit") uns immer vorgegaukelt haben.



Tiefgreifender als diese an Soldatenzahlen und Euro-Beträgen orientierte öffentliche Diskussion ist allerdings die Tatsache, dass im Rahmen der Guttenberg-Sparvorgaben immer deutlicher wird, dass die deutsche Armee offenbar nicht nur seit vielen Jahren ohne adäquates Management geführt wurde (ein politisch-militärisches Armutszeugnis angesichts des horrenden Militäretats in Deutschland) sondern darüber hinaus sogar noch nicht einmal eine stringente militärische Strategie und keine überzeugenden Auftrag für ihre teuren SoldaVerband ten hat. 


Dies nachzuweisen ist das Verdienst von Ralf Zielonka, stv. NRW-Landesvorsitzender im der Reservisten der deutschen Bundewehr e.V. in einem Aufsatz "Alles steht auf dem Prüfstand" in www.geopowers.com


In diesem Text analysiert Zielonka zunächst die aktuelle deutsche Militärspardiskussion. Er weist u.a. daraufhin, dass der Wegfall der deutschen Wehrpflicht ein Einsparpotenzial mit sich bringen wird, das weit über die in der ggw. Diskussion immer genannten ca. 400 Millionen Euro hinausgeht. Zielonka kommt bei seinen Kalkulationen stattdessen auf stattliche bis zu zwei Milliarden eingesparte Euro. 






Insbesondere die mit der Abschaffung der Wehrpflicht einhergehende drastische Reduzierung von Standorten, Liegenschaften, Unterkunftgebäuden, Ausbildungseinrichtungen, Instandhaltungs- und Betriebskosten-Notwendigkeiten und der Fortfall von nicht mehr benötigtem Ausbildungspersonal für Wehrpflichtige macht einen solchen eindrucksvollen Einsparbetrag möglich (immerhin der bis zu fünffache Mehrbetrag als wie normalerweise jetzt in der Spardiskussion angeführt).


Dass es bei diesem Spardiktat umso notwendiger ist, den Auftrag der deutschen Armee klar und verständlich zu fassen, liegt auf der Hand. Aber hier resigniert bemerkenswerter der Insider Zielonka:



"Der Versuch die Schwerpunkte und Absichten der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik mit nur wenigen Sätzen oder Absätzen aussagekräftig darzulegen ist untauglich"


Starker Tobak - die über 30 Milliarden Euro für unsere deutsche schimmernde Wehr und Waffen werden Jahr für Jahr perspektivlos ausgegeben? 


Aber so scheint es offenbar zu sein, denn Zielonka fasst den Leitsatz deutscher Militärpolitik lapidar mit dem Satz zusammen: "Was die anderen (in der Nato) machen, das machen wir auch". Leute, wie Zielonka, die sich noch Hoffnung auf eine stringente Bundeswehr-Planung machen, sind deshalb natürlich über die Spar-Rasenmähermethode keinesfalls glücklich. Immerhin lesen wir denn auch bei ihm eine durchaus beachtliche Liste von Militärprojekten, die offenbar ohne geringsten Sicherheitsverlust für Deutschland entweder ganz gestrichen oder erheblich gekürzt bzw. gestreckt werden können:


Eurofighter
Transportflugzeug Airbus
Kampfhubschrauber Eurocopter
Transporthubschrauber NH90
Flugabwehrsystem MEADS
Fregatte 125


Schön, dass uns jetzt die Militärs und Militärpolitiker vormachen, wie Abrüstung funktioniert. Wenn immer wir Abrüstungsanalytiker in den vergangenen Jahren solche Pläne auf den Tisch gelegt haben, wurden wir doch nur als realitätsfremde Utopisten beschimpft. Jetzt ist Abrüstung in Deutschland geadelt - der Herr Baron stellt sich selber an die Spitze der Bewegung. Also, Hardthöhe: Antreten zum großen deutschen Spar-Manöver!

Samstag

Mobile Blogging im Trentino

Schon ein paar schoene Touren gemacht. Und gutes Blogging - Material über Panzer-Konversion in Thailand und Abrüstung in Deutschland in standby gestellt. 


Stay tuned. Anfang September geht's hier weiter.
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Unterwegs von meinem iPhone G4 gesendet

Donnerstag

Afghanistan: Kein Vertrauen der Bevölkerung in die Nato

Die Ergebnisse einer Erhebung des International Council on Security and Development (ICOS) unter der Bevölkerung in Afghanistan sind für die Nato-Mission dort niederschmetternd:





"Wir verpassen es offensichtlich uns selbst oder unsere Ziele der afghanischen Bevölkerung zu erklären. Dieser Umstand spielt der Propaganda der Taliban und al Kaida gegen den Westen in die Hände", resümiert ICOS Präsidentin Norine MacDonald.





 




Die Ergebnisse:

 


- 75 Prozent glauben, das ISAF-Truppen ihre Religion und Traditionen nicht respektieren

- 74 Prozent erachten es als falsch mit den fremden Truppen zu kooperieren

- 68 Prozent fühlen sich durch NATO-Truppen nicht geschützt

- 70 Prozent halten die militärischen Aktionen in ihren Regionen für schlecht für die afghanische Bevölkerung

- 59 Prozent halten nichts von einer neuen militärischen Offensive der NATO in Kandahar

- 55 Prozent sind der Überzeugung, dass es den ISAF Truppen um ihren eigenen Vorteil geht und diese das Land entweder zerstören oder bestzen wollen, um den Islam zu zerstören






Ob das auch bis zu den Ohren der Militärchefs in Washington und Berlin dringt?

Mittwoch

Der Blogger ist im Trentino

Morgen gehts los. Ich fahre mit Heike und der Familie unseres Sohnes in ein Klettergebiet in Südtirol. Mit kleinem See und schönen Klettersteigtouren ringsum. Mal sehn ob ich von dort auch mal mobil blogge. Leider hab ich noch kein Blogging-Programm entdeckt, mit dem ich auch Bilder mobil bloggen könnte. IBlogging, was ich auf meinem neuen iPhone G4 installiert habe sieht das erst "ab der nächsten Version" vor. Egal, Anfang September gehts wieder weiter mit den "Unbequemen Nachrichten". Stay tuned. 

Dienstag

Mobile Blogging: Schönes Weserbergland

---------- Forwarded message ----------

From: Dr. Burkhard Luber <hubluber@web.de>

Date: Tue, Aug 10, 2010 at 07:23





blick auf weserbergl CIMG2073.JPG





 =========================Von meinem iPhone unterwegs gesendet




Montag

Der Anarchist auf dem Schachbrett schlägt mal wieder zu

Ich fürchte, meinem Online-Schachgegner hat das Mittagessen gestern nicht recht geschmeckt, nachdem für ihn der Partiegewinn sicherlich nur noch eine bloße Formalie war.



Aber selbst fünf Mehrfiguren - darunter immerhin eine Dame, zwei Türme und ein Springer  - sind noch lange keine Garantie für den Gewinn, auch wenn ich selber nur noch König und zwei Bauern hatte.



Da kann ich nur die musikalische Mahnung von Johann Quantz, Friedrich des Grossen Flötenlehrer, in den Schachkontext abwandeln:



"Mit vielen Figuren allein, ist es noch nicht allezeit gerichtet!"





Nach Weiß TxBg5 = patt:











2010: Feinstaub-Alarm

Die Wetterstruktur im ersten Halbjahr 2010 (lange Inversionsperioden im Winter plus Vulkanausbruch in Island) lässt die Feinstaubwerte in Deutschland drastisch ansteigen.

 


Schon jetzt können viele Städte Deutschland die Grenzwerte nicht mehr einhalten, die laut Umweltzonen-Richtlinien nur maximal an 35 Tagen überschritten werden dürfen. 



Am Neckartor in Stuttgart wurden sie in den ersten sechs Monaten diesen Jahres bereits 70mal überschritten, an der Landshuter Allee in München 50 mal, an der Frankfurte Allee in Berlin 42 mal. Alle drei Strassen liegen innerhalb einer Umweltzone. Während des Vulkanausbruchs in Island wurde in den meisten Städten Baden-Württembergs die Feinstaubwerte deutlich überschritten. 








Quelle: IVDA
Welche verheerenden Folgen Feinstaub auf Gesundheit und Leben hat, zeigt die Statistik der WHO: Jährlich sterben an die 75000 Menschen in Deutschland an den Folgen von Feinstaub. 



Wenn also die Feinstaubwerte so drastisch wie im Jahr 2010 ansteigen, muss mit entsprechend stark ansteigenden Risiko von Lungenerkrankungen und Herzrhytmusstörungen gerechnet werden. 



Umso wichtiger dass die deutschen Kommunen sich von der ADAC-Lobby nicht beirren lassen, sondern an den Umweltzonen festhalten. 





Denn z.B. in Berlin zeigt sich, dass  nach der Einführung von Umweltzonen dort die Zahl der PKWs und LKWs mit grünen Plaketten erfreulicherwseise erheblich angestiegen ist.



Ausserdem sitzt den Kommunen die EU im Rücken, die ein Einhalten der Feinstaubwerte im nächsten Jahr verbindlich vorschreibt.

Samstag

Afghanistan: Mehr Tote, mehr Selbstmörder - aber Obama plant seine Wiederwahl

Die Soldaten: Unmotiviert

Die Heimat: Desinteressiert

Der Kriegschef: Denkt an seine Wiederwahl





Warum also weiter Krieg in Afghanistan führen?



Hier die Fakten:

Die Zahl der Selbstmorde in der US-Armee in Afghanistan nimmt dramatisch zu: 



Im Jahr 2009 waren es schon 160 US-SoldatInnen, die in Afghanistan Selbstmord begangen haben. Allein nur im vergangen einen Monat (!) Juni waren es bereits 32 = statistisch jeder Tag ein Selbstmörder in der US-Armee.







Die Truppen sind dem ständig steigenden Kriegsstress nicht mehr gewachsen. Und das Militärministerium muß ohnmächtig zusehen: Bei der drastisch sinkenden Zahl von jungen AmerikanerInnen (was nicht verwundert bei diesem schmutzigen Krieg), die sich für solch lebensbedrohlichen Einsatz freiwillig melden, muss die Armee immer mehr Personen einberufen, die wegen ihrer Alkohol- und Drogen-Exzesse im Zivilleben normalerweise nie in Afghanistan sein dürften. 



Auf dem Schlachtfeld sieht es nicht anders aus: Im Juli 2010 wurden 66 US-Soldaten getötet, mehr als je zuvor in einem Monat, und sechs mehr als zuvor im Juni 2010.






Quelle: life.com
Und die Heimat ist des Krieges überdrüssig wie noch nie. Nach fast einem Jahrzehnt spricht niemand mehr in den USA von Sieg. Für die Bevölkerung ist der Krieg, ausser für die Angehörigen der toten Soldaten, kein Thema mehr, für das sich ein Engangement noch länger lohnt. 



Warum also noch für Afghanistan sterben? Ein Land, in dem sich durch den Krieg bestimmt nicht - und durch die USA am allerwenigsten - eine Demokratie installieren lässt, die diesen Namen verdient. Aber statt endlich Schluß zu machen, propagiert der US-Oberkommandant in Afghanistan, den Krieg noch viel härter und gewalttätiger zu führen. 








bild-merkur-
Der sog. "Friedens"nobelpreisträger Obama hat das Ende des Krieges sehr smart auf den Anfang seines Wahlkampf für seine zweite Wahlperiode gelegt. Ja, Wahlkämpfe müssen in der Mediengesellschaft gut getimt werden. Tote Soldaten stören nur bei der Wahlstimmenwerbung. 



Herr Präsident, legen sie doch einfach die deadline für diesen hoffnungslosen Krieg ein Jahr nach vorne. Viele GIs, die jetzt noch leben und gerne auch noch weiter leben wollen, werden es ihnen danken.

Freitag

Afghanistan-Krieg: Vor der Niederlage eskaliert erst noch mal die Grausamkeit



GeoPowersJournal verdanken wir die Kenntnis, wie die USA noch vor ihrer Niederlage in Afghanistan den Krieg dort unbarmherzig eskalieren lassen wollen. Von dieser Kriegsoffensive bleibt auch die Bundeswehr nicht verschont. Also höchste Zeit, noch öfters und noch klarer NEIN zu diesem Krieg zu sagen.





Hier ein paar Zitate aus einem offiziellen Aufruf des neuen US-Militärchefs für die internationalen Truppen in Afghanistan laut GeoPowersJournal:





'Jagt den Feind ohne Unterlass'





"Gemeinsam mit unseren afghanischen Partnern rammt eure Zähne in das Fleisch der Aufständischen und lasst nicht mehr los." 





"Wenn die Extremisten kämpfen, lasst sie den Preis dafür zahlen. Findet und eliminiert diejenigen, die die Bevölkerung bedrohen. Lasst sie die Unschuldigen nicht einschüchtern. Nehmt das ganze Netzwerk ins Visier, nicht nur Einzelne". 









Die Leitlinie gilt übrigens für alle ISAF-Truppen in Afghanistan, also auch für die dortigen Bundeswehr-Soldaten. Herr Guttenberg, was sagen Sie dazu?





Das US-Originalpapier ist hier nachzulesen.

Sparpläne fürs deutsche Militär - jetzt endlich öffentlich nachzulesen

Eigentlich wollte ich mir heute einen blog-freien Tag machen. 





Aber als ich entdeckte, dass das vor paar Wochen so heiss diskutierte Papier zu den Einsparplänen der Bundeswehr, von dem ich hier auch paar Kostproben gegeben habe, und was mir die örtliche Bundestagsabgeordnete nicht zur Verfügung stellen wollte (Begründung: "Das Papier des BMVg zur Priorisierung von Materialinvestitionen liegt uns offiziell nicht vor. Daher können wir es leider nicht weiterleiten."), einfach unter diesem link: 





http://www.geopowers.com/priorisierung-der-ausruestung.html 





online zu lesen ist, wusste ich: Aus dem blogfreien Freitag wird nix. Denn diese Information sollte, Feierabend hin oder her, doch möglichst schnell noch vor dem Wochenende rundgehen. 

Sensation: Deutschland muss endlich abrüsten - ein Sommermärchen wird wahr

Was 300.000 Demonstranten auf dem Bonner Hofgarten nicht erreicht haben, woran gut analysierende Abrüstungsspezialisten gescheitert sind und was bei der Wiedervereinigung nicht konsequent durchgeführt wurde: Jetzt wird das Wunder Wirklichkeit. Das letzte Tabu in dieser Republik wird endlich geknackt: Das deutsche Militär muß kräftig abspecken! 





Und das nicht etwa in den Bundeswehrkantinen oder in der Kleiderkammer, sondern bei Rüstungsprojekten auf höchstem Niveau. Gigantische Vorhaben sind nun gescheitert oder werden drastisch gestutzt, deren militärischer Sinn noch nie einer/m vernünftigen ZeitgenossIn verklickert werden konnte. Ja, deren blosse Namen schon wie aus einer linguistischen Klamottenkiste klingen: Lenkflugkörper Meteor, unbemannter Flieger Talarion, Transporter A400M. Geneigte LeserInnen dieses Blogs, die mir mit einem Satz die Sinnhaftigkeit solcher Wortungeheuer verdeutlichen können, lad ich gerne zur Johannisbeerenernte in unserem Garten ein. Aber diese militärischen Phantastereien sind nun sowieso dankenswerterweise dem Sparrotstift zum Opfer gefallen.





Unfassbar: Was noch vor paar Monaten als - natürlich - für unsere Sicherheit noch als völlig "unverzichtbar"deklariert wurde, (oder waren es vielleicht doch nur die Lieblingsspielzeuge unserer Generäle?), geht jetzt einfach, mir nichts dir nicht, über den Einspardeister.





Es ist also doch wahr, was ich immer schon vermutet hatte: Die Sicherheit Deutschlands ist viel viel billiger zu haben, als es unsere sogenannten "Experten" im Militärministerium immer vorgegaukelt haben. Dem energischen Baron sei Dank, dass er nun das vollzieht, was wir Abrüstungsanalytiker jahraus jahrein immer schon wußten und empfohlen hatten: den Dinosaurier Bundeswehr endlich in die Schranken weisen. 









Mein Hoffnung ist nur, dass der Militärminister dabei nicht stehen bleibt, sondern konsequent Zug um Zug die deutsche militärische Rumpelkammer durchforstet und aufräumt. Am Ende kommt dann hoffentlich eine kleine niedliche Nur-Parade-Armee heraus, mit einem netten  Musikkorps, ohne Marine (die sowieso schon  immer militärisch sinnlos war) und ohne Flugzeuge, die unsere friedliebenden Nachbarn doch nur unnötig erschrecken. 





Wenn das endlich erreicht ist, ist vielleicht auch für mich die Zeit gekommen, entspannt in ein Konzert unseres Heeresmusikorps zu gehen. Da freu ich mich schon jetzt auf Ännchen von Tarau oder Der Jäger aus Kurpfalz und werde in der Pause mit einem Gläschen Sekt auf die so schön schlank gewordene und endlich ungefährliche Bundewehr anstoßen.





(Bildquelle Talarion-Projekt: FTD)

Donnerstag

Service-Wüste Deutschland -

Sommerzeit = Urlaubszeit. Auch bei uns zu Hause werden jetzt Packlisten aufgestellt, ergänzt, wieder verworfen. Ich stelle meine zugegebenermaßen etwas in die Jahre gekommen, aber immer noch geliebten alten Goretex-Lowa-Stiefel in die Packkiste. Komme aber bei meiner gewissenhaften Partnerin damit nicht durch. "Mit dem abgelaufenen Profil willst du durch die Klettersteige im Trentino?"

Ich merke: Keine Chance, auch wenn ich mit meinem Kleidungsverfügungsgeld eher geizig umgehe.





Also, ein paar Sportartikel-Läden abklappern. Ortstermin I: Schöne Lowa mit Goretex, aber alle um die 150 - 170 Euro. Nur wenn´s nicht anders geht, denke ich, erst mal zum zweiten Shop. Dort finde ich keine Goretex-Stiefel. Auf meine Frage - die Verkäuferin: "Nein, wir führen nur Texapore. Ist wie Goretex". Ich: "Das sagen alle Goretex-Konkurrenten". Sie: "Doch, ist genau dasselbe, ne Membrane gegen Feuchtigkeit". Wie? Texapore eine "Membrane"? Liebe Dame, etwas mehr Basiswissen wäre gut (denke ich, sag ich aber nicht). Hier Auszüge aus der sicher nicht unkompetenten Globetrotter Webseite:













"GORE garantiert echten Schutz von Kopf bis Fuß. Produkte mit einer GORE-Membran sind für eine breite Palette von Einsatzbereichen konzipiert. Die GORE-Membran ist nicht nur wasserabweisend, sondern eben absolut wasserdicht - und das dauerhaft."

"Jack Wolfskin hat mit Texapore eine leistungsfähige Beschichtung entwickelt, die gute Strapazierfähigkeit bietet. Technisch geht es um ein bekanntes Prinzip: eine mikroporöse Polyurethan-Beschichtung"





Nach diesem Beratungsreinfall ab zum dritten Shop. Ich entdecke ein Schnäppchen für 45 Euro = mit Aquamax Beschichtung. Etwas zu groß vielleicht für meine Schuhgrösse. Ich "wandere" nachdenklich, nachspürend im Laden auf und ab.





Eine Verkäuferin wird auf mich aufmerksam, der ich mein Einsatzterrain erkläre: Alpen bis 3000m, keine Gletscherquerung. Ja, da würde sie mir aber ein viel tolleres Produkt empfehlen. Soll allerdings um die 150 Euro kosten. Mit wunderbarem Halt und herrlich leicht. Ich ziehe an einen Fuß das Billigmodell, am anderen Fuß den Wunderstiefel an. Ja, etwas mehr Halt gibt das Teuerprodukt schon, aber dafür dreimal so viel Euro zahlen?





Ich wende mich dem Gewichtsargument zu. Merke beim Abwägen in der Hand kaum einen Unterschied. Gehe wieder zur Verkäuferin und bitte um Verständnis, dass ich sie vielleicht nerve: Ich sähe keinen gravierenden Gewichtsunterschied, ob Sie vielleicht eine Waage hätte? Sie nimmt  nicht sehr motiviert die beiden Stiefel in die Händen. Der eine sei! "definitiv leichter". Ja, sage ich, vielleicht 20g und ob sie nicht hier vielleicht... "Ne", sagt sie, "da müssen Sie zur Post gehen". Und überhaupt -  mit den Starstiefel könne ich auch "hier in der Gegend" überall rumwandern.





"Hier in der Gegend"? Im Weserbergland mit 150 Euro Stiefel? Ich hab weder Lust, zur Post zu gehen noch mit so teuren Stiefeln den Süntel oder Harz zu beehren. Also tappele ich noch etwas im Laden herum und lass mir dann das Billigmodell einpacken.





"Geiz ist geil", das hämmern uns doch die Konsum-Spindoktoren seit Jahren ein. Also: Auch anwenden! Aber insgesamt keine besonders ermutigende Shops-Rundwanderung.





Zu meiner Vergewisserung lese ich zu Hause nochmal, was Wiki über Beschichtungen und Membranen schreibt:





Um Kleidung und Schuhe wasserabweisend bzw. wasserdicht zu machen, werden Beschichtungen und Membranen verwendet. Beschichtungen sind Verbindungen, die durch Aufdampfen oder Einwaschen auf ein Kleidungsstück aufgebracht werden. Membranen sind eine Art Folie, die mittels Hitze auf ein Trägermaterial laminiert werden.





Ein Beispiel für häufig verwendete Membranen sind die Gore-Tex-Membranen.





Häufig verwendete Beschichtungen sind Drytech, Hyvent und Texapore.

Mittwoch

Neuer Wahnsinn der Energiewirtschaft = Kohlendioxidspeicher unterirdisch - BürgerInnen wehrt euch!

Nach dem Strahlungsmüll nun die nächste Abfallrunde: Vattenfall und Co. planen CO2 unterirdisch zu bunkern, um trotz Klimawandel an der Kohleverstromung festhalten zu können. Da lauern Gefahren: Wer garantiert dass die Bunker dicht bleiben? Dass das in die Bunker reingepumpte CO2 nicht Salzwasser in den betroffenen Gesteinsschichten freisetzt, das dann ins Grundwasser fließt? 



Damit aber trotz dieser gefährlichen Unwägbarkeiten politisch auch alles nach Plan der Energieriesen geht, winken sie mit Schmiergeldern an die oberirdischen Gemeinden. Ob die sich aber so leicht kaufen lassen, darf angesichts des schon begonnenen Widerstandes von Bürgerinitiativen bezweifelt werden. 


In Jänschwalde, Brandenburg, plant Vattenfall ein großes Kraftwerk mit CO2-Abscheidetechnologie. Die SPD-Linke-Landesregierung ist schon eingeknickt und will das Projekt durchwinken. Der SPD-Bürgermeister der Stadt Beeskow hält aber noch tapfer dagegen. 


Und der Sprecher der örtlichen Bürgerinitiative erklärt: "Wir werden den Zutritt zu unseren Grundstücken verwehren. Falls Vattenfall trotzdem Bohrungen durchsetzen will, brennt hier die Luft".