Samstag

Vorgestern in Bruxelles: O-Töne aus einem biz dinner




1) A senior official from a AAA country in Europe, saying of the euro – “It seems we have created a machine from hell, that we cannot turn off.”

2) A senior official from a country that is in trouble with the markets saying that – “For us Europe was a dream, but now it is a nightmare” – and concluding that the only option was for his country was to leave the euro. I asked him whether this was official policy. He said – no, but he personally could not see any other way out.

3) A Brussels-based official who says that he is thinking of “Armageddon plays”. In other words, what to do with his money, if the euro breaks up. His conclusion – “Buy land in New Zealand. If war breaks out in Europe, you can always go and live there, grow your own food and sell vegetables to the Chinese.”

link zum ganzen Artikel:

Italiens Anleihen über 7% - Spaniens Anleihen nahe 7%

Italia quo vadis? (update)

Quelle: Eurointelligence.com

Den PIIGS in Stammbuch geschrieben

“When it becomes necessary for a state to declare itself bankrupt, in the same manner as when it becomes necessary for an individual to do so, a fair, open and avowed bankruptcy is always the measure which is both least dishonorable to the debtors and least hurtful to the creditor” –Adam Smith

Blick voraus: Europa 2020

Quelle: wsj.com

Nach den PIIGS nun F, A, NL

Bonds Weekly: Schuldenkrise weitet sich aus: Frankreich und Österreich im Fokus - Börse Stuttgart - eltee.de

Freitag

Verläuft so die sog. "Rettung" Griechenlands?

Missbrauch von EU-Hilfen - Griechische Bank unterschlägt 700 Millionen Euro - Wirtschaft - sueddeutsche.de

Euro-Begging China? Nope!

The euro crisis: The German problem | The Economist

No Future Europe

EU-Topia, Part II: How Europe Was Betrayed - Forbes

Kommentar eines renommierten Ökonomen

Roubini: «Die Endphase der Euro-Zone hat begonnen» | handelszeitung.ch

UK Banken ziehen sich von den PIIGS zurück

UK banks cut periphery eurozone lending - FT.com

Das Euro-Domino geht weiter

Spain pushed to frontline of euro crisis - FT.com

Eurogeddon

Paul Krugmann auf seinem Blog

Was wirklich Frieden schafft

Kein Argument ist zu billig, keine Rhetorik zu hohl, als dass sie nicht von den Apologeten des Euro benutzt würde, um dem massiven Vertrauensverlust, den diese Währung bei den Bevölkerungen erlitten hat, gegenzusteuern. Neuerdings wird sogar wieder Kriegsangst geschürt: Ohne den Euro könne es in Europa wieder Kriege gegeben, verlauten die pundits in Berlin und Warschau (wo die polnische business Elite aus gutem Grund doch eh immer weniger vom Euro wissen will...). 


Ein wirklich fadenscheiniges Argument, dessen sich die PolitikerInnen nur bedienen können, weil sie auf die Schnelllebigkeit der Zeit vertrauen, die solche mangelnde historische Tiefenschärfe nicht entlarvt. Wirklich dauerhaften verlässlichen Frieden hat in Europa doch nicht der Euro gestiftet, sondern die KSZE in ihrem - erfolgreichen - strukturellen gegenseitigen Versprechen der Unverletzlichkeit der Grenzen und der Absage an militärische Gewalt. Das war 1975 also lange, lange vor Einführung des Euro. Schon über 35 Jahre hat dieses Friedenskonstrukt nun solide gehalten.


Und was hat demgegenüber der Euro zum Friedenserhalt in Europa beigetragen? Noch nicht einmal zehn Jahre, nachdem die Politiker den Euro fahrlässigerweise als Nur-Schönwetter-Währung eingeführt haben, ist Europa zerstrittener denn je, der internationale wirtschaftliche und soziale Frieden gefährdet, und immer mehr macht sich wegen Neo-Nationalismus breit. Wer da noch den Euro als unerlässlichen Friedensgaranten hochstilisiert, sollte wirklich erstmal einen crash course in neuerer europäischer Geschichte machen.


Und eben jenen PolitikerInnen, die nun den Euro als Friedens-Unterpfand beschwören, sei gesagt: Wenn es euch wirklich um stabilen Frieden in Europa geht, dann hört mit eurer Nibelungentreue zum Euro auf und  macht Ernst mit Abrüstung und Entmilitarisierung. Verändert das Militärprofil eurer Ländern hin zu einer wirklich strukturellen Nichtangriffs-Fähigkeit ohne Luftwaffen und törichte Marine-Einheiten. Lasst eure Armeen zu einer territorialen Heimatschutztruppe schrumpfen und verbietet konsequent und umfassend jeglichen Rüstungsexport. Fangt dabei in Europa am besten gleich mit dem Noch-Euro-Land Griechenland an, dessen gigantische Hochrüstung und Über-Militarismus niemand verstehen kann (weil durch überhaupt nichts gerechtfertigt) und die keine unerheblichen Faktoren für die wirtschaftliche Schieflage dieses Landes darstellen. 


Substantielle nachhaltige Abrüstung in Europa stabilisiert den Frieden mehr und nachhaltiger als fragwürdige EFSF-Hebelungen, und die freiwerdenden Milliarden solcher Entmilitarisierung wäre willkommenes, weil dringend notwendiges Kapital zur Sanierung der allseitigen europäischen Staatsdefizite. Wann trauen sich die so euro-besorgten PolitikerInnen endlich, diese heiligen Kühe in ihren Budgets = Bundeswehr, Grand Armée u.a. auf ein erträgliches Niveau abzurüsten?

Donnerstag

Gegen die militärische Propaganda

Grüne kritisieren Bundeswehr-Werbevideos auf YouTube - weltereignisse

Hellas ohne Euro = das ist keine Katastrofe

Euro-Krise: Warum Griechenland den Euro aufgeben muss | Wirtschaft | ZEIT ONLINE

Juncker: Si tacuisses...

FT Alphaville » Bunds get Junckered, and other repo dysfunctions

Keine Vergemeinschaftung der PIIGS-Schulden in Europa

Im Gespräch: der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz: „Noch mehr EZB-Anleihekäufe wären eine Todsünde“ - Wirtschaft - FAZ

Euro-Zone: "Man spricht deutsch"

www.german-foreign-policy.com

Die Euro-Zone implodiert

Die im Unbequemen Blog präsentierten Daten zur Euro-Zone der letzten Wochen sprechen für sich, so dass der Blogger nur noch ein paar nachdenklich Sätze hinterher schieben muss - auch um der historischen Tiefenschärfe willen: 


Wer hätte es im Sommer 2010 für möglich gehalten, dass nach der Griechenland-Krise 18 Monate später die Märkte jetzt schon der Bonität von Finnland, Niederlande und Frankreich mißtrauen?  


Was ist alles von den Politikern und Journalisten "geklappert" worden an Euro-Euphorie nach dem letzten EU-Gipfel (um den prägnanten Ausdruck des HAZ-Chefredakteurs zu gebrauchen, mit dem dieser die Euro-Kritiker diffamieren will): Jetzt sei Europa doch auf bestem Wege und alles mit dem Euro sei paletti. 


Nur paar Wochen nach diesem sogenannten "Rettungs"gipfel sehen wir die Realität: Die Märkte haben nach! dem Treffen in Cannes, das manche KommentatorInnen gerne als "historisch" hochstilisieren wollten, noch! weniger Vertrauen in die Sanierungspolitik der PIIGS als vorher, ja sie beginnen sogar zu daran zu zweifeln, ob die Euro-Retter noch die ausreichenden Euro-Rettungskräfte haben, die sie so gerne markig deklarieren a la Schäuble: Wir retten den Euro egal was es kostet (währenddessen sein Ministerium schon die Euro-Exit Szenarien entwirft).


Zug um Zug spitzt sich die Krise auf die Alternative zu, ob die Süd-Euro-Länder endlich ihre durch jahrelanges unverantwortliches deficit spending aus dem Ruder gelaufenen Haushalte in den Griff zu bekommen (wollen) und zwar ausserhalb der Euro-Zone (natürlich mit dosierter, an strenge Auflagen gekoppelte externe Hilfen) oder die EZB mutiert zur wohlfeilen Gelddruck-Maschine. Noch wehrt sich die bei diesem issue wenigstens: "eiserne" Kanzlerin, selbst gegenüber dem Drängen ihres Partners in Paris. Vielleicht sogar weniger aus wirtschaftlicher Vernunft, sondern weil sie sich machtinstinktsicher sagt: DAS ist nun deutschen WählerInnen wirklich nicht mehr zu vermitteln: Dass die EZB das Schuldenmachen der PIIGS durch Aufkauf ihrer Anleihen auch noch belohnt, ihnen so signalisierend: Macht ruhig weiter mit eurer unverantwortlichen Wirtschaftspolitik, die EZB unterstützt euch dabei. 


Das sei eine unsolidarische populistische Haltung des Bloggers? Aber der Euro - man sieht es ja am Anwachsen des Nationalismus von Helsinki über Amsterdam bis nach Milano - hat Europa keinerlei Zuwachs an Solidarität gebracht. Und das nicht aus mangelndem guten Willen sondern aus systemischen Gründen. Denn: Welche gemeinsamen Interessen hat denn ein griechischer Fischer, ein Immobilienhändler in London, eine Rechtsanwältin in Barcelona oder ein Kardiologe in Warschau? Herzlich wenig! (Warum das so ist und welche divergierenden Interessensstrukturen da am Werk sind, kann man gut bei Johan Galtung nachlesen).


Wer Solidarität z.B. für Griechenland einfordert, übersieht, dass erstmal Hellas eine Solidaritäts-Bringschuld hat: Wer wie dieses Land Millionen Pensionen an tote BürgerInnen zahlt, Millionen Blindenhilfen an Menschen mit guten Augen, über kein effektives Steuersystem verfügt und sich trotz seiner Wirtschaftsprobleme weiterhin eine solche aberwitzige Armee und Hochrüstung leisten kann, soll den Mund nicht so voll nehmen, wenn es um Solidarität geht. 


Die Euro-Zone ist viel zu divergierend und zu wenig homogen als dass es einen wirklichen Grundkonsens über die wichtigsten Normen von Wirtschaftspolitik gibt, von dem ausgehend Solidarität eingefordert werden könnte. Das heisst natürlich nicht, dass Nordeuropa Griechenland seinem Schicksal ungerührt überlassen sollte. Formen der sinnvollen und verantwortlichen Alimentierung gibt es viele, aber dann bitte mit Augenmaß und den entsprechenden Auflagen, wie die transferierten Gelder auch wirklich effektiv beim Empfänger eingesetzt werden. 


Na ja, vielleicht unterschreibt Herr Samaras doch nicht das Troika-Diktat. Dann sind wir bald im nächsten Aufzug der Oper angelangt, die "Euro-Dämmerung" heisst. 

Das sogenannte "vereinigte" Europa:

Aktuelle Renditen für 10-jährige Anleihen

Mittwoch

Lega Nord zur neuen Regierung in Rom

Monti? Ist doch nur ein Vasall von Frankreichs und Deutschlands Gnaden.
(oder so ähnlich im O-Ton)

So hat es vor zwei Jahren auch mit Griechenland angefangen:

Heutige FTD, Seite 19

Vor zwei Jahren undenkbar:

heutige FTD Seite 19

Deutsche Armee: Noch nicht mal fit zum Schießen

Prüfer des Bundesrechnungshofs haben herausgefunden, dass durch unsachgemäßen Lagerung von Gewehrmunition mindestens 40 Prozent der 227 Millionen Patronen verrostet und dadurch völlig unbrauchbar geworden sind. Der Schaden = 46 Millionen Euro. So sieht der Beitrag der Bundeswehr zur Sanierung der deutschen Staatsfinanzen aus.


(lt. Artikel in der heutigen FTD)

Die große Raupe Nimmersatt

Titelbild der heutigen FTD

Nur auf D und NL ist noch Verlass

und die sog. "Garantie" von Ländern wie Frankreich, die faktisch keine AAA-Bonität mehr haben, auch nichts mehr wert

Kern unter Druck - Börsen-Zeitung - Zeitung für die Finanzmärkte

Die Märkte durchschauen den EFSF-Hebeltrick als Bluff

und hören genau zu, wie überall vom Ende der Euro-Zone gesprochen wird. Das wird nicht lange gut gehen.


Hier die die Verschlimmerung der Spreads in Zahlen: 


Italien =  5.3% 


Spanien = bald auf 5%


Frankreich = auf bald 2% (das ist nicht mehr AAA-rating-Niveau)


Belgien = 3.2% (dieselbe Marke die Italien und Spanien vor paar Monaten erreicht haben)


Österreich (!) = 1.8% 






(Angaben lt. heutigen Eurointelligence News Briefing)

Dienstag

Euro-Krise wie ein Domino: Italien, Spanien, Österreich, Frankreich, Belgien

Staaten in Finanznot: Schuldenkrise frisst sich wie ein Krebsgeschwür durch Europa | FTD.de

Deutschland = Verlierer beim Euro

Roland Berger thinks that Germany is the loser of the euro
Roland Berger, founder of the economic consultancy and one of Germany most trusted economic experts, see Germany as a looser of the euro. “The truth is that Germany was among the losers fo the euro in the first decade”, he told Süddeutsche Zeitung. “Since its introduction and until after the world financial crisis we were among the last in terms of economic growth in Europe – together with Italy. In terms of GDP per capita Germany has dropped from the 4th to the 10th place in the EU. The real income has shrunk by 7.4% in Germany since 2000 – so Germans are able to afford less for their work. The export quota into the euro area has gone back from 46% to 41%.” Also Berger thinks the euro is not the reason for the strong position of German companies. The reason for their competitiveness is that their product mix is tailor-made to the needs of emerging countries and that in real terms the German euro has devalued by 21% towards non euro countries and by 18% in relationship with the euro area. “German products and services have become better and nevertheless cheaper”, Berger argues.
(aus: heutiges Eurointelligence News Briefing)

Samaras gibt Rehn einen Korb

New threat to bailout as Greek right rejects more austerity | Reuters

Monti? France noch AAA? Die Märkte sind unbeeindruckt

French spreads are now at 1.65% - a level that is no longer consistent with the country’s AAA-rating. The spreads number for Italy are inconsistent with Italy’s membership of the eurozone, no matter what Mario Monti can achieve.
(aus dem heutigen Eurointelligence News Briefing)

Rote Karte für Ackermann

Von der Deutschen Bank versteht der Blogger nicht viel, auch nicht von der Prozessserie, in die ihr personelle Umfeld zur Zeit verwickelt ist. Aber dass der eitle arrogante Ackermann jetzt gestoppt wurde, war die beste Nachricht am heutigen Frühstückstisch. 

Sonntag

Herbstgedicht

Hermann Hesse

Im Nebel

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den anderen,
Jeder ist allein.

Voll von Freunden war mir die Welt,
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.

Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allem ihn trennt.

Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.




Quellenangabe:Das Gedicht ist z.B. im Band "Hermann Hesse, Sämtliche Gedichte" enthalten (Suhrkamp Verlag Frankfurt a.M., 1992). 

Freitag

Die Euro-Schuldenkatastrofe - was HINTER den Kulissen passiert

Italien lässt Geld drucken

Lesen - aber asap

Rezension von
Horst von Buttlar / Nikolaus Röttger (Herausgeber):


Bitte asapst mailden, sonst Bottleneck


Ariston Verlag / Financial Times Deutschland, 192 Seiten, 12.99 Euro, Oktober 2011


Ein köstliches Buch, gerade rechtzeitig, um noch auf die Weihnachtstische zu gelangen. Es kann durchaus einen Platz auf dem Regal deutscher Klassiker der Sprachkritik einnehmen, wo bereits Christian Morgensterns "Die Behörde" und Adornos "Jargon der Eigentlichkeit" stehen, nicht zu vergessen der eindrucksvolle Sprachmahner der FAZ, Karl Korn. 


Das Buch ist eine Kompilation der wöchentlichen FTD Kolumne "Businesstalk" und schöpft aus dem vollen: Vom Daylight Finisher, über Prio bis  Wannabe werden hier die Kultwörter des Büroalltags mit leichter Ironie präsentiert. 
Nikolaus Röttger
Bild-Quelle: wuv.de


Der Charme des Buches liegt darin, dass die/der LeserIn oft gar nicht abschätzen kann, ob Buttlar/Röttger hier nur einfach die Realität abbilden, ob sie vielleicht übertreiben, oder ob sie gar selber eine gewisse Lust an neuen Terminologien entwickelt haben. So oder so, frau/man kann ohne dröge Systematik das Buch beliebig irgendwo aufschlagen und sich von huddle, quick wins, leverage oder Leistungsträger sprachlich umgarnen lassen. 


Horst von Buttlar
Bild-Quelle: kress.de
Der Rezensent hat das gerne getan und kann der/dem Blog-Leserin daraufhin nur warmest empfehlen: Asap ordering, sonst bist du ein talk-loser ohne finishing perspective. 

Italien - Spanien - Frankreich = die Schrift an der Wand

"This is no longer just an Italian problem. Spanish spreads have reached 4.2% - and this despite any absence of adverse of political developments. French spreads are now at 1.7%. In the summer we recall that the Italians reacted with sheer panic when at one point Italian spreads reached 2%. France is now exactly 6 month behind Italy. The eurozone crisis is now on the verge of getting out of control."
Zitat aus dem heutigen Eurointelligence News Briefing

Gläubiger Deutschland

Heutige FTD Seite 18

Italy: The party is over

Titelseite des heutigen Handelsblattes

Donnerstag

Märkte-Mißtrauen unterminiert den EFSF

Market spikes eurozone’s guns - FT.com

Hellas - Italia - Aus? (für den Euro)

Aus dem heutigen FTD-Nachmittags-News-Update

www.ftd.de/download/17Uhr/ausgabe.pdf

Auszug:
"Europa steht vor genau dem, was es nie
wollte: einem Flächenbrand. Italien
bewegt sich in Richtung Pleite. Seit
gestern steht fest: Ohne ein Wunder
wird sich das Land nicht aus eigener
Kraft retten können. Die Erfahrung mit
Griechenland, Portugal und Irland
zeigt, dass sich selbstverstärkende
negative Marktdynamiken nicht aufhalten
lassen. Das heißt, für Italien
sieht es zappenduster aus."

Thomas Schmoll, FTD

Doomsday for Italy

Why Italy’s days in the eurozone may be numbered | The A-List | Must-read views on today’s top news stories – FT.com – FT.com

Italia am Ende - Euro am Ende?


DONNERSTAG, 10. NOVEMBER 2011
Guten Morgen Herr Luber,
es spricht einiges dafür, dass wir gestern den Anfang vom Ende der Euro-Zone gesehen haben. Der Anstieg der Risikoaufschläge für italienische Staatsanleihen von einst drei auf nunmehr 7,46 Prozent ist ein Alarmsignal der schrillen Art. Damit ist Europas drittgrößte Volkswirtschaft de facto vom freien Kapitalmarkt ausgeschlossen. Bliebe es bei dieser Zinsbelastung, würden zusätzliche Kreditkosten für die kommenden zehn Jahre in Höhe von 600 Milliarden Euro entstehen.

Alternativen gibt es derzeit keine. Die Refinanzierung der 1,6 Billionen Euro Staatsschuld durch den Euro-Rettungsschirm ist undenkbar. Der einzige Ausweg wäre ein Wachstums-, Spar- und Restrukturierungsprogramm, wie es Europa noch nie gesehen hat. Dann wäre Italien aus Sicht der Investoren wieder gesund. Nur: Italien wäre dann nicht mehr Italien. "Finanzmärkte starten Schocktherapie", haben wir unsere Titelgeschichte überschrieben. Dazu gibt es ein Klartext-Interview mit Italiens Starbanker Alessandro Profumo. Wer sich einen Rest an Europaromantik bewahren will, sollte diesen Komplex überblättern.


Ich wünsche Ihnen einen kraftvollen Start in den neuen Tag. Es grüßt herzlichst Ihr

Gabor Steingart
Chefredakteur

Dantes Inferno = die italienische Realität

Heutige FTD, Seite 23

Der Schulden-Virus: Hellas - Italia - Austria(?)

Heutige FTD, Seite 19

Was von Berlusconi bleibt

Sprüche des Cavaliere:


„Italien ist ein großartiges Land für Investitionen.
Wir haben schöne Sekretärinnen – klasse Mädchen“
2003 vor Händlern der New Yorker Börse
..................................................................................
„Ich bin der Jesus der italienischen Politik.
Ich ertrage alles und opfere mich für jeden“
2006 im italienischen Wahlkampf
..................................................................................
„Barack Obama ist jung, gut aussehend und braun gebrannt“
2008 über den neu gewählten US-Präsidenten
..................................................................................
„Lieber auf schöne Frauen stehen als schwul sein“
2010 zu seinen Sexskandalen


Quelle: Heutige FTD Seite 3

Am Abgrund

Heutige FTD, Titelseite

Spaltung der Euro-Zone - endlich auf der offiziellen Agenda

"Reuters reports, citing unnamed EU sources, that French and German officials have been discussing a radical systems change, involving a smaller and more integrated eurozone. (We believe this story is true, but likely to make the crisis much worse. A break-up followed by ringfencing the core would, in a first stage, cause the total collapse of the financial system in Europe, including in Germany and France. We are not talking about crisis resolution here, but about the resurrection of Europe from the rubble.)"
Quelle: Heutiges Eurointelligence Morning Briefing

Die Krise erfasst Austria

Top-Rating: In Österreich beginnt das Zittern ums "AAA" | FTD.de

Das kann auch kein EFSF mehr "retten"

Titelseite heutiges Handelsblatt

Mittwoch

Sprache

Das gestrige Handelsblatt titelt auf der Frontseite einen Artikel über Thyssen-Krupp mit 


"Im Stahlgewitter"


Über Geschmack lässt sich ja streiten, aber dieses Wort über einen Rüstungs(!)konzern mit makabrer Vergangenheit, den auch eine restlastige deutsche Rockband im Namen führt und das Buch eines ebenso zweifelhaften Ernst Jünger ziert, das hätte sich das Handelsblatt besser ersparen sollen. 

„8 traditori“ / „Prendo atto (rassegni le dimissioni)“

Was Berlusconi sich gestern notiert hat:
heutige Titelseite der FTD

Dienstag

Die schlimmsten Schulden-Länder in der Euro-Zone

heutige FTD Seite 17

Italia quo vadis?

Titelseite der heutigen FTD

Nord- und Süd-Euro?

Harold James, Professor an der Princeton University schlägt im gestrigen Handelsblatt vor, die Euro-Zone zu trennen und argumentiert warum das für Nord-Europa und die PIIGS gleichermaßen von Vorteil ist. 

Zähmung der Märkte?

HB 7.11.Seite 2

Von Volksabstimmungen, "Zähmen der Märkte" und was Luhmann sagen würde

Quelle: staufen.ag

In der gestrigen Ausgabe des Handelsblattes greift dessen Chefredakteur Gabor Steingart unter der Überschrift "Die Marktwirtschaft und ihre Feinde" engagiert in die gegenwärtige Diskussion über Griechenland, Demokratie, Volksabstimmung ein. 


Der Blogger hat sich gefreut zu lesen, wie Steingart sich auf das Topos Volksabstimmung focussiert. Ja, die politischen spin doctors in Paris, Berlin und Bruxelles haben schnell erkannt, welche Gefahr ihnen erwachsen würde, wenn das, was kurze Zeit von mancherlei KommentatorInnen für Hellas begrüsst wurde, für die Eurozone schlechthin durchgeführt würde: So schlecht sind die Euro-Akzeptanzwerte in Deutschland, inzwischen auch in France, ganz zu schweigen von Finnland und Niederlande - bei Volksabstimmungen fiele der Euro rasant durch. 


Apropos Volksabstimmungen: können Sie sich vorstellen, was sich hinter folgender Frage verbirgt: 

 „Stimmen Sie der Gesetzesvorlage ‚Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S 21-Kündigungsgesetz)‘ zu?“ 


Wow, der Blogger musste auch erst mehrmals hingucken, bis er kapierte: DAS ist die Volksentscheidfrage zum Stuttgarter Bahnhof....

Überhaupt, das Volk befragen. Man muss sich darüber klar sein, dass bei so hehrer Direktdemokratie in Deutschland wahrscheinlich wieder die Todesstrafe eingeführt würde ("Rübe runter"), von anderen, vornehmlich fremdenfeindlichen Gesetzen qua "Volkesstimme" ganz zu schweigen. Also, es hat auch was für sich, nicht völlig auf das Plebiszit zu setzen. Nichtsdestotrotz ist es merkwürdig, wie die PolitikerInnen damit jonglieren: was für Stuttgart recht und billig sein soll, wird (zum Beispiel) für einen erwartbar klaren Volksverdikt gegen den sinnlosen deutschen Afghanistankriegs-Einsatz verweigert.

Den Blogger hat im übrigen sehr die harte Kritik Steingarts gegen das maßlose deficit spending bei den - noch - reichen Euro-Ländern gefreut, das völlig ausgeuferte Anspruchsdenken, nicht nur in Berlin sondern auch in den Kommunen, wo noch immer locker Spaßbäder, neue Schulbauten Wellnessanlagen, Straßenneubauten geplant werden, ungerührt von den wirtschaftlichen Zeichen der Zeit. 

Steingart thematisiert schließlich auch - wie zuvor schon sein Kollege Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, das Verhältnis von Politik und Wirtschaft. Kann die Politik die Märkte zähmen? Lachen die Märkte die Politik aus? Ein schier unerschöpfliches Thema. Der Blogger hält es da mit der klugen Analyse von Niklas Luhmann: Wirtschaft und Politik sind in der modernen, funktional differenzierten Gesellschaft autonome Teilgebiete, und alles Reden vom "Eingreifen" und "Zähmen" verkennt eben diese Autonomie. Im O-Ton des soziologischen Altmeisters: 

"Rechtfertigung und Heuchelei sind politische Optimierungsstrategien, mit denen man im Code gut/schlecht kommuniziert, ohne das ausgeschlossene Dritte, die Realität, kontrollieren können. Wie bei den Hopi-Indianern der Regentanz scheint das Reden von Ankurbelung der Wirtschaft, Sicherung des Standortes Deutschland, Beschaffung von Arbeitsplätzen eine wichtige Funktion zu erfüllen; jedenfalls die, den Eindruck zu verbreiten, dass etwas getan wird und nicht einfach abgewartet wird, bis die Dinge sich von selber wenden." 

Donnerstag

Greece? Forget it - watch Italy!

FT Alphaville » Approaching the Italian endgame

Euro-Krise Update

Tracking Europe's Debt Crisis - Interactive Feature - NYTimes.com

Portrait eines Aktivisten

The Man Who Stayed Behind (in Sudan) - NYTimes.com

Hellas-Referendum ade?

14.49: The FT’s Kerin Hope in Athens confirms that the Greek referendum plan has been scrapped. She spoke to a senior member of the governing Socialists. But much uncertainty remains: the confidence vote still looms, for one thing…

14.44: UNCONFIRMED BREAKING NEWS Further to Kerin Hope’s update of on the brinkmanship in Athens (14.05), the Associated Press is quoted unnamed “officials close to Greek prime minister” as saying the Greek referendum has been scrapped.

Quelle: FT.com

Der Eurodämmerung-Song

Ft.com hat ihr LeserInnen um ein charakteristisches Lied zur gegenwärtigen Euro-Situation gebeten. Der Blogger schrieb:


Here is the best song:


Wer soll das bezahlen?
Wer hat das bestellt?
Wer hat so viel Pinke Pinke?
Wer hat so viel Geld?


Famous Cologne Fasching stanza. Best to be sung in Cologe dialect: Wer soll dat bezahle....


Roughly:
Who is paying that?
Who has ordered that?
Who has all the money for that?

Was passiert in Cannes?

Eurozone crisis: live blog | The World | International affairs blog from the FT – FT.com

Blick auf Bruxelles


ft.com November 2, 2011:  "Vultures circle Europe’s debt mountain". Article by Robin Wigglesworth

Euro ohne Mehrheit

Europe’s voters threaten crisis backlash - FT.com

Haften für die Euro-Rettung? Nein danke!

Repräsentativ-Umfrage in Deutschland von www.faktenkontor.de

Geheim-Zitat des Tages

According to Le Monde an Sarkozy aide said: 


“We cannot stop the Greek to commit suicide, it is better they do it themselves than have Angela Merkel do it.”


(zitiert im heutigen Eurointelligence News Briefing)

Dienstag

Von Krise zu Krise

Chronologie: Wie Papandreous Pläne Europa erschütterten | FTD.de

Papandreou ohne Mehrheit?

Referendum über Sparkurs: Griechische Regierung steht auf der Kippe | FTD.de

Papandreou vermasselt den Gipfel

Schuldenkrise: Griechenland-Referendum schockiert Europäer | FTD.de

Das neuste Euro-Krisen-Kapitel

Volksabstimmung in Griechenland: Was der Euro-Zone droht | FTD.de

Von der Euro-Zone zur Deutschen Zone

www.german-foreign-policy.com

Die Märkte kümmert der Euro-Gipfel nicht

aus dem heutigen Eurointelligence News Briefing:

Market euphoria reverses dramatically
Markets are beginning to wake to the catastrophic shortcomings of last week’s eurozone deal, as Italian spreads are now back at the peak of eurozone membership, with ten-year yields now trading at 6.1%. Investors are beginning to realise that the leveraging of the EFSF is not going to work, that foreign governments are not going to provide financial guarantees the eurozone itself is unwilling to give, that the recapitalisation of the European banking system is insufficient, and that even the Greek PSI plan is likely to derail after George Papandreou yesterday called for a referendum. The probability of a disorderly default in the eurozone periphery is now very high, and the crisis is now spreads further through the periphery. Unfortunately, we are back in a situation where the crisis is moving at a faster speed that the political response.

Hintergründe zu Papandreous Referendum

Greek PM calls referendum on new EU aid deal | Reuters

Papandreou: Volles Risiko

Schuldenkrise: Athen setzt Euro-Rettung aufs Spiel | FTD.de

Der neue Hellas Quiz

Die heutige FTD hat folgende Fragen an sechs bekannte GriechInnen gestellt. Die Antworten stehn auf Seite 28.


1) Zurzeit kursieren eine Menge Griechen-
Witze. Welchen mögen Sie am liebsten?


2) Besitzen Sie griechische Staatsanleihen?


3) Wie viel Ouzo braucht man, um sich die
Krise schönzutrinken?


4) Sie schnüren ein Rettungspaket für
Griechenland. Was packen Sie rein?


5) Was können Deutsche und Griechen
voneinander lernen?

Willkommens-Plakat in der FTD zu Draghis Amtsantritt

Heutige FTD Seite 13

Lässt Papandreou den Euro scheitern?

Heutige FTD-Reaktion nach der Ankündigung Papandreous in Form einer Leserumfrage in ftd.de:


Montag

Nach dem Euro-Gipfel: Italien kriselt weiter

heutige FTD Seite 19

Steinbrück am falschen Schachbrett

Hoffentlich macht Steinbrück nicht so schlechte Politik, wie hier beim Schach, wo er am falsch aufgestellten....Brett spielt!


Links zum Buch-Cover:
Zug um Zug: Amazon.de: Helmut Schmidt, Peer Steinbrück: Bücher


Quelle: Amazon-Buch-Präsentation

Thessaloniki grüsst Berlin

heutige FTD, Seite 14

Hellas: No Future

aus heutiger FTD Seite 14

Was du schon immer über den sog. Euro-"Rettungs"fonds wissen wolltest

Hier geht´s zum EFSF-ABC:


http://www.efsf.europa.eu/attachments/faq_en.pdf

Hellas: Militärparade aufgelöst - gut! Noch besser: Armee ganz auflösen....

ekathimerini.com | Politicians uneasy over public anger

Nach dem Gipfel ist vor der nächsten Krise

Aus dem heutigen Eurointelligence News Briefing:

"Spreads are creeping up again,
After the predictable rally on Thursday, the mood on financial markets became more sobering on Friday when the Italian treasury sold €2.98bn in 10-year treasuries at a yield of 6.06%, Reuters reported. The yield was the highest since the start of the euro. It is unsustainable, and incompatible with the country’s continued membership of the eurozone. As of this morning, Italian 10-year spreads were back up to 3.843%, close to the all-time peaks in the days before the summit. The market relief about the summit lasted less than two days."

Und so ein Land will Subventionen haben?

Sozialbetrug bei Rentenfonds: Griechenland zahlt 8 Mrd. Euro Rente an Tote | FTD.de

Bankers Stimme nach dem Euro-Gipfel: "Die einzige Sicherheit heisst jetzt "Verkaufen"!

Why 'Voluntary' Haircuts On Greek Bonds Will Haunt Europe - Forbes

Statuskommentar zur Euro-Krise

www.german-foreign-policy.com

Eine Mattstellung zu Ehren meines Vaters

In der umfangreichen Schachbibliothek meines verehrten Vaters, dem ich so viele Schachinspirationen verdanke, fand ich als junger Mensch den beeindruckenden Begriff des sogenannten "Epauletten-Matts", den ich immer sehr bewunderte: 
Einmal wegen des zu meiner Jugend ja schon aus der Mode gekommenden Begriffes, dann wegen der so possierlich  angeordneten Stellung = Figur - König - Figur und schließlich mit dem leichten Kopfschütteln: Kann so was wirklich in einer echten Partie vorkommen? Und vor 70 Jahren hätte ich nie gedacht, dass ich einmal so ein spektakuläres Matt erleben würde. 
Aber - ich nehme es symbolisch im 100. Geburtsjahr meines Vaters - heute widerfuhr mir tatsächlich (mit Schwarz) die u.a. Stellung (Weiß hatte gerade T e1 gezogen) . Das "Epauletten-Matt" ist also doch keine bloße Erfindung realitätsfremender SchachtheoretikerInnen. Mein Vater hätte sich bestimmt sehr gefreut!


Sonntag

Interessante Endspiel-Studie

Im u.a. Diagramm ist Weiß am Zug. Wer wird gewinnen? In der realen Partie gewann der Blogger (mit Schwarz). Aber war das zwingend?