Montag

Hellas: Faß ohne Boden

HB 24.10. Seite 13

Hellas: Keine Tinte für die Steuerbescheide

ekathimerini.com | Ink for tax bills running dry

"Streng vertraulich"....: Hellas ist bankrott!

Hier der geheime Bericht der Troika über die wahren Verhältnisse in Griechenland:


http://www.linkiesta.it/sites/default/files/uploads/articolo/troika.pdf

Euro-Krise: Neuer Schuldenschnitt wird Griechenland nicht retten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-793372.html


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Schuldenschub: Griechen-Retter müssen 252 Milliarden Euro auftreiben - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

http://m.spiegel.de/wirtschaft/soziales/a-793336.html


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Wer ist schuld?


MONTAG, 17. OKTOBER 2011
Guten Morgen Herr Dr. Luber,
die Auseinandersetzung zwischen Politik und Banken hat sich weiter verschärft. Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sprach der Regierung die Fähigkeit ab, die Euro-Krise lösen zu können. FinanzministerWolfgang Schäuble zeigte im Gegenzug Verständnis für die Anti-Bankenbewegung "Besetzt Wallstreet" - und verteidigte die Pläne zur Zwangskapitalisierung der Institute. Welch ein Irrsinn reitet da die Regierung? Ausgerechnet der Staat, der seit Jahrzehnten mit seinen Einnahmen und Ausgaben nicht klarkommt, will nun jene Banken retten, von denen er sich zuvor das Geld für genau diese Rettung geliehen hat. Unsere Titelgeschichte "Denn sie wissen nicht, was sie tun" kritisiert die Berliner Retter vom Dienst, die Europa nun seit anderthalb Jahren von einer Instabilität in die nächste stolpern lassen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die neue Woche. Herzlichst grüßt Sie Ihr

Gabor Steingart
Chefredakteur

Mittwoch

Deutschland und Europa

www.german-foreign-policy.com

Hat Europa noch eine Zukunft?

www.german-foreign-policy.com

Was der Oktober für Merkel noch so bringt

Heutige FTD, S. 11

"Ist es schon Wahnsinn, hat es doch Methode" (Hamlet)


MITTWOCH, 12. OKTOBER 2011
Guten Morgen Herr Dr. Luber,
das Parlament in der Slowakei hat sich gestern am späten Abend gegen die Aufstockung des Euro-Rettungsschirms entschlossen. Die dortige Regierung ist damit ohne Mehrheit. Der Rettungsschirm aber wird auch ohne die Slowaken aufgespannt. Deutsche und Franzosen werden das gallische Dorf, das in diesem Fall Bratislava heißt, überrennen. Das hat wenig mit ökonomischer Vernunft zu tun, aber viel mit Machtpolitik.

Mittlerweile glaubt auch der Chef der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, nicht mehr daran, dass alleine der Rettungsschirm das Unwetter von Europa abhalten kann. "Die Krise hat eine systemische Dimension", sagte er gestern und lieferte damit die Schlagzeile für unsere Titelgeschichte. Denn wer rettet da eigentlich wen? Die angeschlagenen Banken sollen vom Staat rekapitalisiert werden. Aber es ist derselbe Staat, der hochverschuldet ist und sich sein Geld von den Banken holt. Die haben ihm wiederum schon jetzt so viel geliehen, dass sie genau deshalb angeschlagen sind. Man kann es auch so sehen: Der Irrsinn hat eine systemische Dimension.


Ich wünsche Ihnen einen gelingenden Tag. Herzlichst Ihr

Gabor Steingart
Chefredakteur

Slowakeis Veto gegen Euro-Sanierung

Slovakia votes against expanded EFSF - FT.com

Dienstag

Zur Lage in Hellas

www.german-foreign-policy.com

Wo das Geld gewaschen wird

Weed Online - Schattenfinanzindex 2011: Deutschland vorne dabei

Eine Konferenz von WEED

Kooperation statt Konkurrenz | Neue Wege in der EU Handels- und Investitionspolitik

Das Bild zum Tage

Die Troika zieht ein Zwischenfazit und deutet an, Athen die nächsten acht Mrd. Euro aus dem Rettungsprogramm zu gewähren. EZB-Präsident Trichet rückt die Krise in die Dimension der Lehman-Pleite. Und Euro-Gruppenchef Juncker bricht ein Tabu.
ftd.com

Kommt jetzt die Euro-Feuerwehr?

Rettung von Griechenland: Trichet weist Schuldenkrise "systemische Dimension" zu | FTD.de

Zugzwang-Serie



In der o.a. Partie hatte sich der schwarze Blogger schon auf Remis eingestellt, als sein weißer Gegner überraschend Kg6-h7 zog, so dass  ich mit K e6-f7 seinen Freibauern "auf ewig" blockieren konnte. Vielleicht (dem Blogger nicht unähnlich...) spekulierte Weiß auf Patt. Würde ich also auf dem Damen-Flügel selbst einen Freibauern erlangen? Ja, es war tatsächlich möglich, aber erst als ich im allerletzten Zug einen genialen Zugzwang entdeckte. Bis dahin war die Zugfolge (ab o.a. Diagramm):


41 König g6 - h7 König e6 - f7 (vielleicht wäre a5-a4 noch besser gewesen, um den weißen a-Bauern auf ein schwarzes Feld zu blockieren und ihn später mit meinem Läufer schlagen zu können)


42 Bauer a3 - a4 Bauer b5 x a4 (auf keinen Fall: b5-b4 = Patt!)


43 Bauer b3 x a4


In dieser Stellung (u.a. Diagramm) zieht nun der schwarze Läufer beliebig und zwingt damit Weiß zum einzig möglichen Zug: d3-d4.  Allerdings - mein Gegner gab in dieser Stellung auf - hätte ich nach d3-d4 keinesfalls sofort den weißen Bauern schlagen dürfen (= Patt!), sondern mußte erst c5-c4 ziehen, um erst später - der weiße d-Bauer steht unter Dauer-Zugzwang! - den weißen d-Bauern zu erobern. Nicht ohne Grund hat das deutsche Wort "Zugzwang" Eingang in alle Sprachen - bis hin zur russischen - gefunden. The zugzwang, I love it.











Hellas: Endlich kapieren es auch die Politiker

Schuldenkrise: Juncker deutet Schuldenschnitt für Griechenland von 60 Prozent an | FTD.de

Dienstag

Dienstag-Focus: Hellas, iphone 5, US-Proteste


DIENSTAG, 04. OKTOBER 2011
Guten Morgen Herr Dr. Luber,
die Griechenland-Rettung wird zum Glaubenskrieg: Der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, warnt vor dem harten Schuldenschnitt, den Männer wie Peer Steinbrück und Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn dringend empfehlen. Nur so könnten Griechenland und Europa gesunden, sagen sie. Irrtum, erwiderte Ackermann am Wochenende in einer Rede vor der Amerikanisch-Schweizerischen Handelskammer. Der Schuldenschnitt führe zur Infektion auch der noch gesunden oder nur halb-kranken Staaten, zum Beispiel Italien. Unsere Titelgeschichte "Ackermann gegen Steinbrück" präsentiert beide Standpunkte, ein Plädoyer für das Weiter-So in der Euro-Rettungsgeschichte und ein Plädoyer für den Neustart.

Großalarm in der Technologiewelt: Heute präsentiert Apple das neue iPhone 5. Es wird eine Vorstellung ohne Steve Jobs. Nun soll der vom Gründer ernannte Vorstandschef - Tim Cook sein Name - zeigen, was er kann. Alle schauen heute auf das neue technische Wunderding - und auf den Mann, der es in den Händen hält.

Erst in London, dann an der Wall Street und am Wochenende nun auch in Los Angeles und Chicago: DieProteste gegen den Kapitalismus weiten sich aus. "Entsteht da eine Tea-Party von links?", fragt die Washington Post. Oder marschiert da einmal mehr das "linke Antiquariat", wie der Philosoph Peter Sloterdijk die Traditionslinke nennt. Fakt ist: Die Proteste in Amerika sind gut organisiert und werden von linken Demokraten wie Ex-Arbeitsminister Robert Reich oder Obamas einstigem Umweltberater Anthony Van Jones unterstützt. Den Front-Bericht unseres Washington-Korrespondenten Markus Ziener in der heutigen Ausgabe habe ich mit großem Gewinn gelesen.


Ich wünsche Ihnen einen gelungenen Start in die verkürzte Arbeitswoche. Es grüßt Sie herzlichst Ihr


Gabor Steingart
Chefredakteu

Freitag

Rote Karte für die Euro-Sanierung

Schuldenkrise: Bayern zeigt Merkel bei Euro-Rettung die Grenzen auf | FTD.de

Roubini: Keine Euro-zukunft für Hellas

Greece should default and abandon the euro | The A-List | Must-read views on today’s top news stories – FT.com – FT.com

Wie weiter mit Hellas?

Split opens over Greek bail-out terms - FT.com

Divergenzen in der Euro-Zone

FTD 29.9., Seite 24

Merkels dünner Erfolg

Neue Hürden


Das Ja des Bundestags
ist für Kanzlerin Angela
Merkel nur ein Teilerfolg.
Die nächsten Etappen
der Euro-Rettung:


Slowakei 
Am 11. Oktober
will das Parlament
jenes Landes abstimmen,
aus dem der größte
Widerstand gegen den
erweiterten Rettungsschirm
kommt. Ausgang:
ungewiss. Nur wenn alle
17 Euro-Staaten zustimmen,
wird die EFSF ab
Oktober in Kraft gesetzt.


Griechenland 
Bis Ende
September prüfen die
Kontrolleure von EU, IWF
und EZB die griechischen
Finanzen. Dann sollen bis
November das zweite
Rettungspaket geschnürt
und die Kredite aufgenommen
werden. In
Brüssel wird das Volumen
derzeit auf etwa
109 Mrd. Euro taxiert.
Der genaue Betrag hängt
davon ab, wie viel private
Unternehmen zur Rettung
beisteuern müssen –
auch das ist noch unklar.
Alle Euro-Länder sollen
dem Paket bis Ende 2011
zustimmen. 
FTD vom 30.9., Seite 25

Heimatlose Roma

Heutige FTD, Seite 12

To stay or not to stay that is the question

Rester pauvre ou partir, le dilemme des jeunes Grecs - LeMonde.fr

Europäisches Banken-Briefing

Schuldendebakel: Die Krise der europäischen Banken | FTD.de

Zwei Länder haften fast zu Hälfte für die PIGS

Handelblatt vom 30.9. Seite 8

Mit Bundestagsmehrheit nur Zeit gekauft


FREITAG, 30. SEPTEMBER 2011
Guten Morgen Herr Dr. Luber,
politisch war das gestern ein Zittersieg für Schwarz-Gelb: Bei der Abstimmung über den Euro-Rettungsschirm übertraf Angela Merkel mit vier Stimmen die Kanzlermehrheit.

Ökonomisch aber ist mit der Aufstockung des Kreditrahmens nur Zeit gekauft. Die eigentliche Aufgabe, vor der Merkel und die übrigen Regierungschefs der Euro-Zone seit Ausbruch der Krise zurückweichen, besteht in der Anerkennung der einen fundamentalen Realität: Griechenland ist zahlungsunfähig. Um die Zahlungsfähigkeit, also den Zugang zum Kapitalmarkt, wiederherzustellen, muss ein Großteil der Schuldenlast von den Schultern der Griechen genommen werden. Ohne einen Schuldenerlass in Höhe von rund 50 Prozent - wir reden damit von rund 200 Milliarden Euro - wird Griechenland nicht gesunden können. Merkel hat das stets bestritten. Ihre bitterste Stunde rückt näher.

Auch Italien gerät an den Kapitalmärkten zusehends in Not: Schon fast sechs Prozent fordern Investoren für Roms Anleihen. Die letzte Platzierung von Staatsanleihen war nur mit Hilfe von Stützungskäufen der Europäischen Zentralbank möglich. Wenn Italien fällt, dann fällt der Euro.
HB_Spezial_30092011.jpg
Die aktuellen Ereignisse und das planlose Reagieren der Politik haben unsere Redaktion veranlasst, den heutigen Schwerpunkt zu setzen. "Politik ohne Ordnung" beschäftigt sich mit Alternativen zur herrschenden Fahrigkeit. Wir erinnern uns an den Mann, der wie kein zweiter Deutscher die Prinzipien der Ordnungspolitik angewandt und zum Erfolg geführt hat: Ludwig Erhard. In einem fiktiven Interview - das für seine Antworten ausschließlich Originalzitate verwendet - äußert sich erstmals der "Vater des Wirtschaftswunders" zur Euro-Krise. Zusätzlich hat Wolfgang Franz, der Chef der Wirtschaftsweisen, eine zeitgemäße Interpretation der Erhardschen Lehre zu Papier gebracht. Dieser geradlinige Aufsatz beweist: Merkels Zick-Zack-Politik ist nicht so "alternativlos", wie sie immer behauptet. Wer für einen Euro diesen Schwerpunkt erwerben möchte, möge auf das nebenstehende Titelblatt klicken.


Ein Thema macht Karriere: Die Inflation beginnt allmählich breitere Menschenmassen zu interessieren. Nachdem die deutsche Inflationsrate im September auf 2,8 Prozent (Vorjahr 2,5) gestiegen ist, deutet einiges darauf hin, dass die Teuerung auch im Euro-Raum die 2,5 Prozent-Marke vom August übersteigt. Die neuen Zahlen werden nachher vorgelegt. Nach den Statistikern sind es die Hausfrauen (oder Hausmänner), die als erstes spüren, was Ludwig Erhard vor knapp 50 Jahren gesagt hat: "Die Inflation verdünnt die Kaufkraft."

Ich wünsche Ihnen einen erfolgreichen Freitag. Es grüßt Sie herzlichst

Ihr
Gabor Steingart
Chefredakteur